Senioren wg Mallorca: Der ultimative Guide

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Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens nicht alleine auf, sondern teilen Ihr Frühstück mit Gleichgesinnten, die das Leben genießen wollen – und das alles auf Mallorca, in einer Senioren WG mit Meerblick, Orangenbäumen und echtem mediterranen Flair. Die Idee klingt verlockend, aber was steckt wirklich dahinter? Als jemand, der auf Mallorca tief vernetzt ist und das Leben hier in jeder Nuance kennt, teile ich in diesem Guide alles, was Sie über eine Senioren WG auf Mallorca wissen müssen: von den besten Regionen, über Kostenfallen und echte Geheimtipps, bis hin zu lokalen Eigenheiten, die Sie garantiert nirgends sonst lesen. Ob Sie dauerhaft auswandern oder nur einen Teil des Jahres hier verbringen möchten – dieser Guide gibt Ihnen einen ehrlichen, praxisnahen und umfassenden Einblick, inklusive aller Insider-Details, die für Ihren Neustart auf Mallorca entscheidend sind.

Ein Boot ist im Hafen auf Mallorca neben einem Gebäude vertäut, aufgenommen von Alex Kulikov.
Das Bild zeigt ein Boot im Hafen auf Mallorca neben einem Gebäude, aufgenommen von Alex Kulikov.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Senioren WG auf Mallorca bietet Gemeinschaft, Kostenersparnis und echtes Mittelmeerfeeling – besonders beliebt in Santa Maria, Sóller und Colònia de Sant Jordi.
  • Monatliche Kosten pro Person in einer gehobenen WG liegen meist zwischen 900 und 1.600 Euro, inklusive Nebenkosten, Verpflegung, Reinigung und Freizeitbudget.
  • WG-Gründung ist für EU-Bürger unkompliziert, aber es gibt formale Hürden wie die Anmeldung beim Rathaus (Empadronamiento) und spanische NIE-Nummer.
  • Unbedingt auf Mietverträge achten: Viele Vermieter verlangen 1–2 Monatsmieten Kaution, und touristische Kurzzeitvermietung ist rechtlich heikel.
  • Die meisten Senioren WGs auf Mallorca organisieren sich privat – professionelle Anbieter existieren, sind aber oft teuer und nicht immer empfehlenswert.
  • Gemeinschaftsräume, barrierearmer Zugang und ein schattiger Patio sind Gold wert – bei der Immobiliensuche unbedingt darauf achten.
  • Die beste Zeit zur WG-Gründung ist von September bis Februar: Die Mietpreise sind niedriger, und die Auswahl an Häusern ist größer.
  • Lokale Märkte wie in Santa Maria oder Sineu bieten frische Produkte für die WG-Küche – und sind ideal, um Nachbarn kennenzulernen.
  • Vorsicht vor überteuerten Angeboten in Palma Altstadt und Port d’Andratx – dort zahlt man oft das Doppelte für die gleiche Wohnqualität.
  • Einige Gemeinden fördern gemeinschaftliches Wohnen für Senioren mit Infoveranstaltungen – einfach im Rathaus (“Ajuntament”) nachfragen.
  • Spanisch- oder Mallorquín-Kenntnisse sind keine Pflicht, erleichtern aber Alltagsintegration und bringen Sympathiepunkte bei den Einheimischen.

Warum eine Senioren WG auf Mallorca? Vorteile, Chancen und die lokale Perspektive

Die Entscheidung für eine Senioren WG auf Mallorca ist mehr als nur ein alternativer Wohntrend: Sie ist eine Antwort auf echte Bedürfnisse im Alter. Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und das Gefühl, nicht allein zu sein, stehen für viele im Vordergrund. Gerade auf Mallorca entfaltet dieses Konzept seinen besonderen Charme – denn hier verschmelzen mediterranes Lebensgefühl, mildes Klima und eine entspannte Alltagskultur. Es geht nicht um betreutes Wohnen nach deutschem Vorbild, sondern um ein selbstbestimmtes Leben mit Gleichgesinnten, die Lust auf Austausch und gemeinsame Aktivitäten haben.

Was viele nicht wissen: Senioren WGs sind auf Mallorca längst kein exotisches Konzept mehr. Die Nachfrage wächst stetig, insbesondere unter deutschsprachigen Auswanderern und “Überwinterern”. Doch auch Einheimische (“Mallorquines”) entdecken zunehmend die Vorteile des gemeinschaftlichen Wohnens im Alter. Das lockere Miteinander, die Möglichkeit, Ressourcen zu teilen (vom Mietwagen bis zur Haushaltshilfe), und die Chance, den Tag nach eigenen Wünschen zu gestalten, machen den Reiz aus.

Ein entscheidender Vorteil: Die Lebenshaltungskosten lassen sich durch geteilte Ausgaben für Miete, Energie und Lebensmittel spürbar senken. Gleichzeitig bleibt mehr Budget für das, was wirklich zählt – sei es ein Ausflug nach Deià, ein Tapas-Abend im Dorf oder eine gemeinsame Bootstour. Viele WGs organisieren sich flexibel: Vom klassischen “Haus mit Garten und Pool” bis zur Stadtwohnung mit Dachterrasse ist alles möglich. Wichtig ist die ehrliche, offene Kommunikation unter den Bewohnern – das vermeidet viele Missverständnisse.

Die lokale Perspektive ist dabei essenziell. Wer auf Mallorca in einer WG leben will, sollte sich auf die Lebensweise der Insel einlassen: Siesta, Markttag, spontane Fiestas und die mallorquinische Gelassenheit gehören dazu. Es sind diese ungeschriebenen Regeln, die das Leben auf Mallorca so besonders machen – und die in einer Senioren WG erst richtig zur Geltung kommen.

Welche Regionen eignen sich für eine Senioren WG auf Mallorca? Insidertipps und Warnungen

Die Wahl der richtigen Region ist der Schlüssel für ein gelungenes WG-Erlebnis. Nicht jede Ecke auf Mallorca ist geeignet – und viele unterschätzen, wie unterschiedlich das Leben je nach Lage sein kann. Grundsätzlich gibt es drei Haupttypen von Regionen: das lebendige Palma, die traditionellen Dörfer im Inselinneren und die ruhigen Küstenorte.

Palma ist ideal für alle, die urbanes Leben, Kultur und medizinische Infrastruktur schätzen. Allerdings sind die Mietpreise in den beliebten Vierteln wie Santa Catalina oder Portixol oft extrem hoch. Authentischer und günstiger ist das Viertel Bons Aires oder die östlichen Randlagen. Mein Tipp: Wer zentrale Anbindung ohne Touristenrummel sucht, sollte sich Son Espanyolet ansehen – hier gibt es überraschend viele Häuser mit Garten, perfekt für eine Senioren WG auf Mallorca.

Das Inselinnere punktet mit echtem Dorfleben, Ruhe und günstigeren Mieten. Besonders gefragt sind Santa Maria del Camí, Alaró und Binissalem. Hier finden Sie große Fincas mit mehreren Schlafzimmern, alten Steinmauern und blühenden Gärten. Die Nachbarschaft ist meist offen, aber es gilt: Ein freundliches “Bon dia!” (mallorquinisch für “Guten Tag”) beim Bäcker öffnet viele Türen. Was Touristen oft nicht wissen: In diesen Dörfern gibt es hervorragende Wochenmärkte, wo Sie regionale Produkte direkt vom Erzeuger bekommen – ideal für die gemeinsame WG-Küche.

An der Küste sind Orte wie Colònia de Sant Jordi, Portocolom oder Cala Figuera echte Geheimtipps. Sie bieten ruhiges Meer, gute Infrastruktur und ein entspanntes Tempo. Achtung: In klassischen Ferienorten wie Cala Millor oder Magaluf dominiert von Mai bis Oktober der Massentourismus – das stört die WG-Atmosphäre und treibt die Preise hoch. Vermeiden Sie diese Gegenden, wenn Sie es ruhig und authentisch mögen.

Was viele übersehen: Die Serra de Tramuntana, speziell Sóller oder Fornalutx, lockt mit spektakulärer Landschaft, mildem Mikroklima und bester Luftqualität. Allerdings sind die Häuser hier oft älter und nicht immer barrierefrei. Wer gut zu Fuß ist und die Berge liebt, wird sich hier wohlfühlen. Für Mobilität sorgt die nostalgische Straßenbahn (“Tren de Sóller”), die direkt ins Zentrum von Palma fährt – ein echtes Erlebnis!

Unbedingt vermeiden sollten Sie Regionen wie Port d’Andratx oder Palma Altstadt, wo sich Preise und Angebot selten die Waage halten. Hier zahlen Sie für das “Image” – ohne echten Mehrwert für eine Senioren WG auf Mallorca.

Wie findet man das passende Haus oder die ideale Wohnung? Praktische Tipps zur Immobiliensuche

Die Suche nach dem perfekten Zuhause für eine Senioren WG auf Mallorca ist eine Herausforderung – aber mit lokalen Tricks gut zu meistern. Die meisten Mietobjekte für WGs finden Sie nicht auf deutschen Immobilienportalen, sondern auf spanischen Seiten wie idealista.com, fotocasa.es oder milanuncios.com. Oft inserieren Eigentümer direkt und bevorzugen langfristige Mieter, was die Verhandlungschancen verbessert.

Worauf sollten Sie achten? Barrierefreiheit ist auf Mallorca längst nicht selbstverständlich. Viele charmante Altstadthäuser haben steile Treppen und keinen Aufzug. Modernere Gebäude (ab Baujahr 2000) verfügen häufiger über Fahrstühle und ebenerdige Zugänge. Fragen Sie bei der Besichtigung gezielt nach: Gibt es breite Türen, stufenlose Duschen, Haltegriffe? Das macht den Alltag im Alter deutlich angenehmer.

Sehr wertvoll: Ein Patio (Innenhof) oder Garten als gemeinsamer Treffpunkt. Gerade in den wärmeren Monaten ist der Außenbereich das Herzstück jeder WG. Schattenplätze (“porche”) und eine kleine Sommerküche (“cocina de verano”) sind typisch mallorquinisch und werden schnell zum Lieblingsort für Kaffee und Gespräche. Ein Pool ist schön, aber nicht zwingend notwendig – oft reicht schon eine Außendusche für die Erfrischung.

Die besten Chancen haben Sie, wenn Sie außerhalb der Hochsaison suchen: Von September bis Februar werden viele Häuser frei, und die Preise sinken um bis zu 25 Prozent. Lassen Sie sich nicht von Maklern unter Druck setzen! Manche versuchen, älteren Mietern teure Servicepakete zu verkaufen, die Sie gar nicht brauchen. Ein ehrlicher lokaler Makler (“agente inmobiliario”) ist Gold wert – fragen Sie Einheimische nach Empfehlungen, statt nur auf Google-Bewertungen zu vertrauen.

Noch ein Geheimtipp: Achten Sie auf das Stichwort “larga temporada” (Langzeitmiete). Viele Eigentümer bieten ihre Immobilien außerhalb der Saison günstiger an, wenn Sie mindestens 10–12 Monate bleiben. Kurzzeitmieten (“alquiler vacacional”) sind seit Jahren streng reguliert und oft mit hohen Bußgeldern belegt – darauf sollten Sie keinesfalls setzen.

Stadt mit Bergen im Hintergrund auf Mallorca, aufgenommen von Bergkinder
Eine Stadt auf Mallorca mit Bergen im Hintergrund, fotografiert von Bergkinder.

Worauf muss man bei Verträgen, Anmeldung und rechtlichen Fragen achten?

Bei der Gründung oder dem Einzug in eine Senioren WG auf Mallorca gibt es einige bürokratische Hürden, die oft unterschätzt werden. Der wichtigste Begriff ist die “NIE-Nummer” – eine spanische Identifikationsnummer, die Sie für Mietverträge, Bankkonto und viele weitere Formalitäten brauchen. Sie beantragen diese am einfachsten beim Ausländeramt (“Oficina de Extranjeros”) oder bei der Nationalpolizei.

Der Mietvertrag (“contrato de arrendamiento”) sollte auf alle Bewohner ausgestellt sein. Lassen Sie sich eine spanische und – falls möglich – eine deutsche Übersetzung geben. Achten Sie auf die Laufzeit (üblicherweise 12 Monate), Kautionshöhe (in der Regel 1–2 Monatsmieten) und die Regelungen zur Nebenkostenabrechnung (“gastos”). Wichtig: Prüfen Sie, ob es eine Erlaubnis zur Untervermietung oder Wohngemeinschaft gibt – nicht jeder Vermieter gestattet das.

Zur Anmeldung (“empadronamiento”) beim Rathaus (“Ajuntament”) brauchen Sie den unterschriebenen Mietvertrag und die Kopie Ihres Ausweises. Die Anmeldung ist Pflicht, wenn Sie länger als drei Monate auf Mallorca leben, und Voraussetzung für viele Serviceleistungen – von der Hausarztwahl bis zu Seniorenrabatten im Bus.

Was viele nicht wissen: Wer als WG offiziell gemeldet ist, hat oft Vorteile bei der Strom- und Wasserabrechnung, da spezielle Tarife für Hauptwohnsitze gelten. Auch Müllgebühren (“tasa de residuos”) sind dann meist günstiger. Lassen Sie sich nicht auf mündliche Absprachen ein – schriftliche Fixierung ist auf Mallorca extrem wichtig. Im Streitfall zählt nur, was im Vertrag steht.

Ein Wort zur Pflege: Senioren WGs auf Mallorca sind keine Pflegeheime. Wer professionelle Pflege oder medizinische Betreuung benötigt, sollte sich frühzeitig bei lokalen Anbietern informieren. Es gibt ambulante Pflegedienste (“servicio de atención domiciliaria”), die Hausbesuche organisieren – allerdings sind die Kapazitäten begrenzt, und gute Anbieter sind schnell ausgebucht.

Wie gestaltet sich der Alltag in einer Senioren WG auf Mallorca? Typische Abläufe und Insider-Einblicke

Das Leben in einer Senioren WG auf Mallorca ist so individuell wie ihre Bewohner. Dennoch gibt es typische Abläufe, die sich bewährt haben. Morgens trifft man sich oft zum gemeinsamen Frühstück – im Sommer gerne draußen, im Winter in der gemütlichen Küche. Die Planung der Woche erfolgt meist in lockerer Runde: Wer geht wann einkaufen, wer kocht, wann steht ein Ausflug an?

Viele WGs legen Wert auf klare Absprachen, aber auch auf Flexibilität. Es gibt keine starren Putzpläne, sondern eine natürliche Aufgabenteilung nach Interessen und Fähigkeiten. Wer gerne backt, übernimmt das Sonntagskuchen-Ritual, andere kümmern sich um den Gemüsegarten (“huerto”). Die meisten teilen sich ein oder zwei Autos – so bleibt man mobil, ohne sich mit Parkplatzproblemen in Palma herumärgern zu müssen.

Was viele nicht wissen: Lokale Vereine (“asociaciones”) und Nachbarschaftsinitiativen bieten zahlreiche Aktivitäten speziell für Senioren – von Wandergruppen über Töpferkurse bis zum Tanzabend im Dorfsaal. Hier knüpft man schnell Kontakte und lernt Einheimische kennen. Wer sich traut, ein wenig Spanisch oder Mallorquín zu sprechen, wird mit echtem Respekt und herzlicher Aufnahme belohnt. Die Insel ist stolz auf ihre Kultur – und freut sich über Zugezogene, die sie wertschätzen.

Ein typischer Wochenmarkt-Besuch (z.B. in Sineu am Mittwoch) ist für viele WGs ein Highlight. Frische Orangen, Olivenöl, handgemachter Käse und ein Plausch mit den Bauern gehören dazu. Hier gibt es oft auch Tipps für günstige Dienstleistungen – vom Gärtner bis zur mobilen Fußpflege.

Für gesellige Abende empfiehlt sich das “tapeo” (kleine Tapas-Runde) in einer lokalen Bar, etwa im “Es Cellar” in Binissalem – bodenständig, authentisch, und weit weg vom Massentourismus. Wer lieber zuhause bleibt, kann gemeinsam auf der Terrasse grillen (“barbacoa”) – auf Mallorca fast das ganze Jahr über möglich.

Was kostet eine Senioren WG auf Mallorca wirklich? Preisbeispiele, Spartricks und Fallstricke

Die Kosten für eine Senioren WG auf Mallorca variieren je nach Lage, Ausstattung und Servicegrad deutlich. Im Landesdurchschnitt rechnen Sie mit 900 bis 1.600 Euro monatlich pro Kopf – das beinhaltet Miete, Nebenkosten, Lebensmittel und einen Puffer für Freizeit und kleinere Anschaffungen. In Palma oder beliebten Küstenorten wie Portixol kann es noch teurer werden, während Sie im Inselinneren deutlich günstiger wohnen.

Ein konkretes Beispiel: Eine Finca bei Santa Maria mit vier Schlafzimmern, großem Garten und Pool kostet rund 2.800 Euro Miete pro Monat. Geteilt durch vier Bewohner ergibt das 700 Euro. Dazu kommen Nebenkosten (Strom, Wasser, Internet) von durchschnittlich 100–120 Euro pro Person, sowie ein monatlicher Haushaltsbeitrag für Lebensmittel und Reinigung von etwa 150–200 Euro. Wer gemeinsam einkauft – am besten auf dem Wochenmarkt – spart dabei spürbar.

Praktischer Spartipp: Viele Supermärkte (“supermercados”) bieten spezielle Seniorenrabatte (“descuento para mayores”) an – einfach nachfragen oder auf lokale Flyer achten. Auch Bus- und Bahnfahren ist mit dem Seniorenpass (“tarjeta de jubilado”) deutlich günstiger, insbesondere für Ausflüge nach Palma oder in die Serra de Tramuntana.

Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung der Nebenkosten im Sommer: Klimaanlage (“aire acondicionado”) kann teuer werden. Besser ist es, auf Ventilatoren und die natürliche Bauweise der mallorquinischen Häuser zu setzen – dicke Steinmauern halten die Hitze draußen. Wer im Winter bleibt, sollte auf eine gute Heizung achten – viele Altbauten haben nur einfache Elektroheizer, die Stromrechnung kann dann überraschend hoch ausfallen.

Vorsicht bei vermeintlichen “Rundum-Sorglos-Angeboten”, die im Internet kursieren: Oft handelt es sich um organisierte WGs mit Service, die aber hohe Einstiegsgebühren und starre Strukturen verlangen. Prüfen Sie Vertragsdetails genau und vergleichen Sie verschiedene Angebote. Am ehrlichsten und flexibelsten sind meist privat organisierte Wohngemeinschaften.

Worauf sollte man kulturell und im Umgang miteinander achten? Integration, Kommunikation und kleine Fettnäpfchen

Das Leben in einer Senioren WG auf Mallorca funktioniert am besten, wenn Sie bereit sind, sich auf die Kultur der Insel einzulassen. Die Mallorquiner sind herzlich, aber zurückhaltend – ein “Bon dia!” beim Nachbarn oder Bäcker schafft sofort Sympathie. Wer sich für lokale Feste (“festes locals”) interessiert, wird oft eingeladen – bringen Sie dann ein kleines Mitbringsel wie Kuchen oder Wein mit, das gehört zum guten Ton.

In der WG selbst ist offene Kommunikation entscheidend. Besprechen Sie Wünsche, Sorgen und Alltagsrituale frühzeitig – das verhindert Konflikte. Besonders wichtig: Klären Sie Familienbesuche im Voraus, damit sich niemand überrumpelt fühlt. Auf Mallorca ist das “demasiado ruido” (zu viel Lärm) ein häufiger Streitpunkt, vor allem in Dörfern mit engen Nachbarschaften. Rücksichtnahme wird sehr geschätzt.

Ein häufiger Fehler von Neulingen: Zu hohe Erwartungen an das WG-Leben. Nicht jeder Tag ist ein Urlaub, und nicht alle Mitbewohner werden zu besten Freunden. Geben Sie sich und anderen Zeit. Die Erfahrung zeigt: Gemeinsame Erlebnisse – ein Ausflug nach Valldemossa, gemeinsames Kochen oder ein Gartentag – schaffen Bindung und sorgen für gute Stimmung.

Was viele nicht wissen: Die Insel hat einen eigenen Rhythmus. Im Sommer wird vormittags gearbeitet, nachmittags Siesta gehalten, und abends lebt das Dorf auf. Planen Sie Aktivitäten entsprechend – und nehmen Sie sich die Freiheit, auch mal nichts zu tun. Das ist auf Mallorca ausdrücklich erlaubt!

Ein Tipp, den kaum ein Guide verrät: Lerngruppen für Spanisch oder Mallorquín gibt es in fast jedem Dorf, oft ehrenamtlich organisiert. Der Einstieg ist niedrigschwellig, und die Einheimischen freuen sich, wenn Sie ein paar Worte in der Landessprache sprechen.

Drei echte WG-Perlen auf Mallorca: Persönliche Empfehlungen mit Details

1. Casa Tramuntana, Sóller: Eine großzügige Finca mit fünf Schlafzimmern, rollstuhlgerechtem Zugang, Gemeinschaftspool und Blick auf die Berge. Miete ab 3.200 Euro/Monat, ideal für vier bis sechs Personen. Lokaler Markt und Cafés fußläufig erreichbar. Tipp: Der “Mercat de Sóller” am Samstagmorgen ist legendär für frische Produkte und lokale Begegnungen.

2. Villa Son Bauló, Santa Maria del Camí: Modernisierte Dorfvilla mit großem Patio, Sommerküche und Solarheizung. Vier Schlafzimmer, zwei Bäder, ebenerdige Räume. Supermarkt, Apotheke und Ärztehaus in Gehweite. Miete etwa 2.400 Euro/Monat. Insider-Plus: Die Bodega “Macià Batle” bietet WG-Gruppen private Weinproben an – unbedingt reservieren!

3. Casa Marítimo, Colònia de Sant Jordi: Strandnahe Wohnung im Erdgeschoss, drei Schlafzimmer, Aufzug, barrierefreies Bad. Mietpreis rund 1.800 Euro/Monat. Ideal für kleine WGs, die Wert auf kurze Wege zum Meer legen. Tipp: Die “Platja d’es Dolç” ist auch im Winter ruhig und lädt zum Spaziergang ein. Frischer Fisch gibt’s direkt vom Kutter – einfach morgens an den Hafen gehen.

Weiße und braune Betonhäuser nahe grüner Berg auf Mallorca unter blauem Himmel bei Tageslicht
Auf Mallorca fotografierte weiße und braune Betonhäuser vor einer grünen Bergkulisse bei Tageslicht, aufgenommen von David Vives.

Häufige Fehler vermeiden: Was Sie besser nicht tun sollten

Viele, die auf Mallorca eine Senioren WG gründen, machen ähnliche Fehler – hier die wichtigsten Warnungen aus erster Hand. Erstens: Lassen Sie sich nicht auf kurzfristige, touristische Mietverträge ein. Die Behörden gehen streng gegen illegale Vermietungen vor, und Bußgelder sind empfindlich hoch. Zweitens: Sparen Sie nicht am falschen Ende. Billige Häuser mit schlechter Bausubstanz, mangelhafter Dämmung oder feuchtem Keller (“humedad”) führen schnell zu Ärger und Gesundheitsproblemen.

Drittens: Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung der Nachbarschaft. In kleinen Dörfern spricht sich alles schnell herum – ein respektvoller Umgang wird sehr geschätzt. Viertens: Verlassen Sie sich nicht auf “Rundum-Sorglos-Pakete” aus dem Internet, die oft mehr versprechen als halten. Prüfen Sie Empfehlungen persönlich und sprechen Sie mit ehemaligen Bewohnern, falls möglich.

Ein letzter Tipp: Halten Sie immer einen Notfallplan bereit – vom Ersatzschlüssel bis zur Liste mit wichtigen Telefonnummern (Arzt, Handwerker, Taxi). Die Insel ist sicher, aber Vorbereitung gibt Ihnen und der WG ein gutes Gefühl.

Fazit: Senioren WG auf Mallorca – Gemeinschaft, Lebenslust und mediterrane Leichtigkeit

Eine Senioren WG auf Mallorca ist weit mehr als ein Wohnmodell – sie ist ein Lebensgefühl, das Gemeinschaft, Unabhängigkeit und mediterrane Leichtigkeit verbindet. Wer sich auf die Insel und ihre Eigenarten einlässt, wird mit neuen Freundschaften, inspirierenden Alltagen und einem entspannten Rhythmus belohnt. Die Herausforderungen sind real – von Bürokratie bis zur Wohnungssuche – aber sie lassen sich mit lokalem Wissen, Geduld und einer Prise Humor meistern. Mein persönlicher Rat: Planen Sie ehrlich, bleiben Sie flexibel, und nutzen Sie die vielen Möglichkeiten, die Mallorca für Senioren WGs bereithält. Die Insel öffnet sich denen, die offen auf sie zugehen. Vielleicht treffen wir uns ja mal auf einen Café con leche im Schatten einer alten Platane – die besten Geschichten entstehen auf Mallorca oft ganz spontan.

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