Wer im November auf Mallorca landet, erlebt die Insel von einer Seite, die viele nie kennenlernen: mild, entspannt, aber voller Kontraste. Das November Wetter auf Mallorca ist berühmt-berüchtigt für seine Unberechenbarkeit – zwischen spätsommerlicher Sonne und plötzlichen Regengüssen, zwischen leeren Stränden und lebendigen Dörfern. Ich habe schon oft im November am Es Trenc barfuß Muscheln gesammelt – und am nächsten Tag das Kaminfeuer im Café Ca’n Moixet in Alaró genossen. Genau das macht diesen Monat so einzigartig: Wer weiß, wie das Klima tickt und was zu beachten ist, kann auf Mallorca im November nicht nur Geld, sondern vor allem Nerven sparen. In diesem Guide bekommst du alles, was du wirklich wissen musst: von Temperatur-Realitäten über lokale Besonderheiten bis zu Geheimtipps, die du garantiert nicht auf Instagram findest. Bist du bereit für den ehrlichsten Wetter-Check und die besten Reisetipps für den November auf Mallorca?

Das Wichtigste auf einen Blick
- Im November auf Mallorca liegen die Tageshöchsttemperaturen meist zwischen 16 und 22 Grad, nachts kühlt es auf 8–14 Grad ab.
- Das Meer ist mit ca. 19 °C für Hartgesottene noch badegeeignet – viele Strände sind menschenleer.
- Regentage nehmen deutlich zu: Im Schnitt 7–10 Tage mit nennenswertem Niederschlag, oft in kurzen, heftigen Schauern.
- Die Sonne zeigt sich im November auf Mallorca noch 5–7 Stunden täglich, aber das Licht ist weicher und die Tage sind spürbar kürzer.
- Viele Hotels, Restaurants und Strandbars schließen Anfang November – vorher Öffnungszeiten checken!
- Die Serra de Tramuntana bietet jetzt beste Wanderbedingungen – aber Achtung: Regen kann Wanderwege rutschig machen.
- Markttage wie in Sineu (mittwochs) oder Santa Maria (sonntags) sind weniger überlaufen und angenehm authentisch.
- Ein Mietwagen ist im November fast Pflicht, da Busverbindungen ausgedünnt sind.
- Insider-Tipp: In den Bodegas rund um Binissalem starten jetzt die neuen Weine. Weinproben ohne Touristenandrang!
- Stadtbummel in Palma? Perfekt im November – keine Kreuzfahrtschiffe, keine Warteschlangen, beste Shopping-Angebote.
- Achtung: Viele Fincas und Apartments haben keine Heizung – unbedingt vorher nachfragen, falls frieren keine Option ist.
November Wetter auf Mallorca: Was erwartet dich wirklich?
Das November Wetter auf Mallorca ist so facettenreich wie die Insel selbst. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich tagsüber um 18 bis 20 Grad, aber es gibt Ausreißer: Manchmal überrascht der Föhnwind (“Xaloc” oder “Migjorn”) mit Wärme, sodass T-Shirt-Tage keine Seltenheit sind. Genauso schnell kann ein “Gota Fría” (Kaltlufteinbruch mit Starkregen) für stürmische Stunden sorgen – besonders im Norden und Osten.
Anders als der milde Oktober zeigt sich der November auf Mallorca wechselhafter. Die Sonne steht tiefer, das Meer gibt seine gespeicherte Wärme langsam ab. Das sorgt für angenehme Momente auf Café-Terrassen, aber auch für feuchte Abende, an denen die Luft plötzlich klamm wirkt. Morgens kann Nebel in den Tälern liegen – ein magischer Anblick rund um Orient oder Valldemossa.
Mit rund 50–70 mm Niederschlag im Monatsmittel ist der November einer der regenreichsten Monate auf Mallorca. Aber: Die Schauer sind meist kurz und intensiv, selten tagelang anhaltend. Wer flexibel bleibt und sich nach dem Wetter richtet, erlebt trotzdem viele sonnige Stunden.
Ein echter Vorteil: Die Luft ist jetzt besonders klar, die Sicht reicht oft bis Menorca oder zur Serra de Llevant. Fotografen und Naturliebhaber schwören auf das Licht im November – das satte Grün der Felder und die goldgelben Blätter der Platanen sind typisch für diese Zeit.
Temperaturen, Regen und Meer: Klima-Statistiken auf einen Blick
Im November auf Mallorca kannst du dich auf ein mildes, aber launisches Klima einstellen. Die Tageshöchstwerte liegen im Schnitt bei 18–20 Grad, wobei es an der Südküste rund um Palma oft etwas wärmer bleibt als im windigen Nordwesten. Nachts sinkt das Thermometer regelmäßig auf 10–12 Grad, in der Tramuntana sogar bis 6–8 Grad.
Die Wassertemperatur hält sich hartnäckig bei knapp 19 Grad, vor allem an flachen Stränden wie Playa de Muro. Wer im Oktober noch schwimmen war, kann das im November zumindest an windstillen Tagen fortsetzen – allerdings sind die meisten Chiringuitos (Strandbars) dann schon geschlossen.
Mit etwa 7–10 Regentagen und gelegentlichen Unwettern (“tormentas”) solltest du rechnen. Besonders Anfang November ist das Risiko für Gewitter am höchsten. Die West- und Nordküste (Deià, Sóller) bekommen meist mehr Regen ab als der Süden.
Das Tageslicht schrumpft von etwa 10 Stunden Anfang November auf knapp 9 Stunden am Monatsende. Deshalb lohnt es sich, Ausflüge und Aktivitäten früher zu starten – wer spät losgeht, steht eventuell plötzlich im Dunkeln auf einem Wanderpfad.
Ein Punkt, den kaum jemand auf dem Schirm hat: Die hohe Luftfeuchtigkeit. Gerade in alten Steinhäusern oder Fincas ohne Heizung fühlt sich 14 Grad im November auf Mallorca schnell kühler an als erwartet. Eine kleine elektrische Heizung (calefactor) ist Gold wert – in vielen Unterkünften aber nicht Standard.

November auf Mallorca erleben: Was geht, was nicht?
Der November auf Mallorca ist ein Monat für Genießer – aber nicht für klassische Strandurlauber. Die meisten Beachclubs, wie der berühmte Purobeach oder der Mhares Sea Club, verabschieden sich Ende Oktober in die Winterpause. Wer trotzdem ans Meer will, findet menschenleere Buchten, etwa die Cala Mondragó oder Cala Pi. Hier triffst du höchstens ein paar Spaziergänger und Einheimische mit Hunden.
Die perfekte Zeit für Wanderungen: Die Tramuntana lockt mit milden Temperaturen und spektakulären Lichtverhältnissen. Klassiker wie der Weg von Sóller nach Deià oder die Route zum Puig de Galatzó sind jetzt besonders reizvoll. Aber: Nach Regenfällen können die Steine extrem rutschig werden – gute Wanderschuhe und ein bisschen Trittsicherheit sind Pflicht.
Stadtleben? Palma ist im November ein echter Geheimtipp. Die Altstadt gehört wieder den Mallorquinern, Cafés wie das “Cappuccino San Miguel” oder “Ca’n Joan de S’Aigo” laden zum Verweilen ein. Die Shoppingmeilen (Avinguda Jaume III, Passeig del Born) bieten erste Rabatte – und du musst weder anprobieren noch anstehen.
Ein unterschätztes Highlight im November auf Mallorca sind die lokalen Wochenmärkte. In Sineu, Santanyí oder Inca kannst du jetzt in aller Ruhe stöbern, probieren und mit den Standbetreibern plaudern. Viele Produkte – etwa frische “Setas” (Pilze) oder die ersten “Cítricos” (Mandarinen, Orangen) – gibt es nur zu dieser Zeit in bester Qualität.
Was du dir sparen kannst: Bootsfahrten. Die meisten Anbieter stellen den Betrieb ein, das Meer ist oft zu rau. Und die groß angekündigten Herbstfeste (“Fires”) sind bis auf wenige Ausnahmen (wie das Dijous Bo in Inca) deutlich kleiner als im Oktober.
Wohin im November? Drei Orte, die jetzt besonders lohnen
1. Binissalem und Umgebung – Weinherbst pur: Die berühmte Weingegend rund um Binissalem ist im November ein Muss für Genießer. Viele Bodegas wie “José L. Ferrer” oder “Binigrau” bieten Führungen und Verkostungen – teils sogar spontan, da der Andrang gering ist. Tipp: Unbedingt nach dem neuen Jahrgang (“vino nuevo”) fragen, der jetzt frisch ins Glas kommt. Preise für Weinproben starten ab 10 € pro Person.
2. Deià – Künstlerdorf in der goldenen Jahreszeit: Deià wirkt im November fast entrückt: Die Gässchen sind leer, die Aussichtsterrassen des “Sa Fonda” oder “Café Miró” bieten einen Traumblick auf das Meer, und die Sonnenuntergänge sind spektakulär. Wer mag, wandert auf dem “Camí dels Pintors” Richtung Llucalcari – ein Weg, der im Sommer viel zu heiß ist.
3. Palma – Urbanes Flair ohne Touristenstress: Die Inselhauptstadt ist jetzt authentisch mallorquinisch. Die Markthallen “Mercat de l’Olivar” und “Santa Catalina” verführen mit lokalen Spezialitäten. In den Museen (Es Baluard, Museu Fundación Juan March) gibt es keine Warteschlangen. Wer Kultur und Gastronomie sucht, ist hier im November goldrichtig – auch, weil viele Restaurants ihre “Menú del día”-Angebote günstig halten (oft 12–18 € für drei Gänge).
Was die meisten Touristen im November auf Mallorca nicht wissen
Viele unterschätzen, wie schnell und wie früh es abends dunkel wird. Bereits um 17:30 Uhr beginnt die blaue Stunde, um kurz nach 18 Uhr ist es stockdunkel. Wer abseits der Städte unterwegs ist, sollte immer eine Taschenlampe im Rucksack haben – auf Wanderungen oder bei Fahrten durch die Dörfer der Tramuntana ohnehin Pflicht.
Ein weiterer Punkt: Die Infrastruktur fährt im November spürbar runter. Viele Buslinien – etwa Richtung Cap Formentor oder zu den entlegenen Calas – verkehren nur noch sporadisch oder gar nicht mehr. Wer flexibel bleiben will, braucht einen Mietwagen. Die Preise sind jetzt oft sensationell niedrig, aber die Nachfrage an Wochenenden kann plötzlich anziehen, etwa rund um lokale Feiertage wie den “Dia de Todos los Santos” (Allerheiligen, 1.11.).
Noch ein Geheimnis: In vielen Dörfern öffnen jetzt die “Casals” – das sind lokale Vereinsheime, die oft regionale Küche anbieten. Hier gibt es deftige Suppen (“Sopa Mallorquina”), Wildgerichte oder frisch gebackene “Ensaimadas” zu kleinen Preisen. Nachfragen lohnt sich – und ist oft der beste Weg, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.
Und was kaum jemand auf dem Schirm hat: Im November auf Mallorca sind die Chancen auf spektakuläre Sonnenaufgänge und -untergänge besonders hoch. Nicht verpassen: Der Blick von der Festung San Carles in Palma oder vom Mirador Es Colomer bei Pollença.
Praktische Tipps: So sparst du Zeit, Geld und Nerven im November
Flexibilität ist das A und O: Das November Wetter auf Mallorca wechselt schnell. Wer morgens spontan entscheidet, ob heute Wanderstiefel oder Strandtuch angesagt sind, ist klar im Vorteil. Regenradar-Apps wie “AEMET” oder “El Tiempo” sind zuverlässiger als die meisten internationalen Wetterdienste – und helfen, Schauer zu umkurven.
Wer eine Unterkunft bucht, sollte gezielt nach Heizung fragen – “calefacción” auf Spanisch, “calefacció” auf Mallorquín. Gerade traditionelle Fincas sind oft schlecht isoliert. In Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie ist Heizung Standard, in Apartments oder ländlichen Häusern aber keineswegs.
Für Restaurantbesuche: Viele Lokale reduzieren im November ihre Öffnungszeiten oder schließen ganz. Ein Anruf oder Blick auf die Website lohnt sich, besonders in kleinen Dörfern. Wer Wert auf frische, saisonale Küche legt, findet in der Markthalle von Santa Catalina oder im “Mercat de l’Olivar” die besten Zutaten – ideal für Selbstversorger.
Ein echter Spartipp: Viele Museen (z.B. Es Baluard in Palma) und Sehenswürdigkeiten bieten im November reduzierte Eintrittspreise oder freien Eintritt an bestimmten Tagen (meist Sonntagsnachmittag). Auch Parkplätze in Palma und an Stränden sind jetzt oft gratis oder deutlich günstiger als im Sommer.
Und noch ein Zeitgewinn: Am Flughafen und bei Mietwagenstationen gibt es kaum Warteschlangen. Wer clever ist, bucht trotzdem vorab online und spart sich mögliche Überraschungen bei der Fahrzeugwahl.
Kultur, Feste und lokale Eigenheiten im November
Der November auf Mallorca ist ein Monat der Feste im Kleinen. Das wichtigste Ereignis: Der “Dijous Bo” in Inca, im November eines der größten Volksfeste der Insel. Hier dreht sich alles um Landwirtschaft, Kunsthandwerk und die ersten Produkte des Herbstes. Unbedingt probieren: “Bunyols” – kleine Hefekrapfen, die es nur zu dieser Zeit gibt.
Viele Gemeinden feiern außerdem den “Dia de Todos los Santos” (Allerheiligen) am 1. November. Die Friedhöfe (“cementeris”) sind dann festlich geschmückt, und es gibt spezielle Gebäcksorten wie “Panellets” (süße Mandelbällchen). Wer abseits der großen Städte unterwegs ist, bekommt einen authentischen Einblick in mallorquinische Traditionen.
Ab Mitte November beginnt auf Mallorca die Zeit der “Matances” – traditionelle Hausschlachtungen, bei denen Familien und Freunde zusammenkommen. In vielen Dörfern gibt es zu diesem Anlass Feste mit Musik und typischen Gerichten wie “Sobrasada” (Paprikawurst) oder “Botifarró” (Blutwurst). Als Außenstehender ist die Teilnahme selten möglich, aber in einigen Restaurants gibt es Menüs mit frischen Matances-Produkten.
Ein weiterer kultureller Tipp: Die Theater- und Konzertsaison startet jetzt – etwa im “Teatre Principal” in Palma oder in den Kulturzentren der Insel. Karten sind meist kurzfristig erhältlich und deutlich günstiger als im Hochsommer.
Und noch eine Eigenheit: Im November auf Mallorca ist der Umgangston entspannter, Einheimische haben endlich wieder Zeit für ein Schwätzchen. Wer höflich grüßt (“Bon dia!” auf Mallorquín) und sich respektvoll verhält, wird überall herzlich aufgenommen.
Häufige Fehler im November auf Mallorca – und wie du sie vermeidest
Der größte Irrtum: Zu glauben, dass Mallorca im November komplett sonnig und warm ist. Wer nur T-Shirts und Flip-Flops einpackt, friert garantiert – vor allem abends oder bei Ausflügen in die Berge. Zwiebellook ist Pflicht: leichte Jacken, Pullis und ein Regencape gehören ins Gepäck.
Viele unterschätzen das Risiko von Starkregen. Bei Unwetterwarnungen (“alerta naranja”) gilt: Flussbetten (“torrents”) und tiefliegende Straßen meiden. Straßen wie die MA-10 zwischen Sóller und Lluc sind bei Erdrutschgefahr teils gesperrt – aktuelle Infos gibt es bei der lokalen Polizei (“Policía Local”) oder über die App “InfoMallorca”.
Ein häufiger Fehler: Blindlings auf Navigationssysteme zu vertrauen. Manche Straßen, besonders in der Tramuntana, sind wegen Bauarbeiten oder Steinschlag gesperrt. Im November werden viele Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, weil weniger Verkehr herrscht. Hinweise und lokale Umleitungen (“desviación”) unbedingt beachten.
Und zum Schluss: Wer das Nachtleben sucht, wird enttäuscht sein. Viele Clubs und Bars, vor allem in den Partyhochburgen wie Magaluf oder El Arenal, haben längst zu. Das Leben spielt sich jetzt in kleinen Tapasbars oder bei privaten Feiern ab – ein guter Moment, um das echte Mallorca kennenzulernen.

Fazit: November Wetter Mallorca – für wen lohnt sich die Reise wirklich?
Das November Wetter auf Mallorca ist ein Abenteuer für offene Gemüter: mild, aber nicht planbar, voller Überraschungen und stiller Schönheit. Wer Flexibilität und Neugier mitbringt, wird mit leeren Stränden, authentischen Begegnungen und einer Insel belohnt, die ganz anders wirkt als im Sommer. Es ist kein Monat für klassische Badeurlauber oder Nachtschwärmer, sondern für Genießer, Wanderfreunde, Kulturhungrige – und alle, die Mallorca von seiner echten Seite erleben wollen.
Wenn du dich auf das wechselhafte Klima einstellst, die lokalen Eigenheiten respektierst und bereit bist, dich auch mal treiben zu lassen, erlebst du auf Mallorca im November magische Momente zum kleinen Preis. Für mich persönlich sind es genau diese Wochen, in denen die Insel ihr wahres Gesicht zeigt und man den Rhythmus der Einheimischen spürt. Also: Lass dich nicht vom Wetter abschrecken. Packe klug, plane flexibel – und freu dich auf ein Mallorca, das du so schnell nicht vergessen wirst.







