Ein Besuch in der Glasbläserei Gordiola ist weit mehr als ein Ausflug in die Vergangenheit – es ist ein lebendiges Eintauchen in ein uraltes Handwerk, das auf Mallorca seit Jahrhunderten tief verwurzelt ist. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen möchte, erlebt echtes mallorquinisches Traditionshandwerk, das zwischen knisternden Öfen, funkelnden Kunstwerken und ehrlicher Werkstattatmosphäre noch immer genauso gelebt wird wie vor Generationen. Kaum ein Ort auf der Insel verbindet Authentizität, Kunst und Geschichte so greifbar miteinander. Ich habe unzählige Male Freunde und Familie dorthin begleitet – und jedes Mal entdecke ich neue Facetten. Wer denkt, es handle sich hier um eine reine Touristenattraktion, irrt gewaltig: Die Gordiola ist ein Stück echtes Mallorca, voller überraschender Details, für Kinder wie Erwachsene ein faszinierender (und erstaunlich entspannter) Zwischenstopp. In diesem Artikel erfährst du alles, was du für deinen Besuch wissen musst – von versteckten Werkstattwinkeln bis zu den besten Zeiten, um dem Trubel zu entgehen. Plus: Insider-Tipps, wie du dir ein echtes Gordiola-Glas als Erinnerung sicherst, ohne in die Souvenirfalle zu tappen.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Glasbläserei Gordiola befindet sich direkt an der MA-15 nahe Algaida, zentral auf Mallorca gelegen.
- Eintritt kostet 9 € für Erwachsene, Kinder (6–14 Jahre) zahlen 6 €, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei (Stand 2024).
- Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9:00–19:00 Uhr, Sonntag 9:30–13:30 Uhr; am ruhigsten ist es werktags vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr.
- Vorführung der Glasbläser findet ganztägig statt – du siehst den Handwerkern direkt bei der Arbeit zu.
- Im angeschlossenen Shop gibt es sowohl erschwingliche Gläser als auch echte Kunstwerke – Vorsicht vor Massenware aus Fernost in anderen Läden!
- Geheimtipp: Im Innenhof befindet sich ein kleiner, schattiger Café-Bereich (mit mallorquinischem Mandelgebäck), ideal für eine Pause mit Kindern.
- Wer Glasbläserei Gordiola besuchen möchte, sollte mindestens 60–90 Minuten einplanen – mit Kindern auch länger.
- Großparkplatz vorhanden, Buslinie ab Palma hält direkt vor der Tür (Linie 401, Richtung Manacor).
- Viele Ausflügler unterschätzen das Museum: Es zeigt nicht nur Glas, sondern auch Werkzeuge, Skizzen und Unikate aus drei Jahrhunderten.
- Saisontipp: Im Juli/August ist es mittags in der Werkstatt sehr heiß – morgens oder spätnachmittags ist der Besuch angenehmer.
- Wer eine echte Gordiola-Vase oder ein Weinglas kaufen will: Nachfragen, ob es handgefertigt ist – und sich das Gordiola-Siegel zeigen lassen.
Glasbläserei Gordiola besuchen: Geschichte, Handwerk und Bedeutung auf Mallorca
Die Geschichte der Glasbläserei Gordiola reicht zurück bis ins Jahr 1719 – damit ist sie nicht nur die älteste Glasmanufaktur auf Mallorca, sondern eine der traditionsreichsten Spaniens. Bis heute wird das Handwerk größtenteils nach überlieferten Techniken ausgeübt; vieles, was du in der Werkstatt siehst, hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Der Name Gordiola steht auf der Insel für Qualität, Authentizität und ein Stück lokaler Identität. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen möchte, bekommt weit mehr als eine Vorführung: Das weitläufige Gelände kombiniert Werkstatt, Museum, Ausstellungsräume und Shop unter einem Dach, wobei der Werkstattbereich das Herzstück bildet.
Was viele nicht wissen: Ursprünglich stammt das Glasbläserhandwerk auf Mallorca aus Italien – venezianische Meister kamen im 18. Jahrhundert auf die Insel und gaben ihre Kunst an mallorquinische Familien weiter. Die Familie Gordiola ist bis heute Eigentümerin der Manufaktur; es arbeiten immer noch mehrere Generationen gemeinsam am Ofen. Die Produktion erfolgt in kleinen Chargen, oft auf Bestellung – und jedes Stück ist ein Unikat. Neben klassischen Formen wie Weingläsern, Vasen oder Kronleuchtern entstehen auch moderne Designobjekte, die regelmäßig internationale Auszeichnungen erhalten.
Ein Besuch in der Gordiola lässt verstehen, warum mallorquinisches Glas so beliebt ist: Es verbindet Robustheit mit filigraner Schönheit und oft mit kleinen Unregelmäßigkeiten, die jedes Stück unverwechselbar machen. Hier siehst du, wie aus einem glühenden Tropfen Sand und Soda ein funkelndes Kunstwerk entsteht – und bekommst einen seltenen Einblick in das echte, manchmal raue Werkstattleben auf Mallorca. Das ist Handwerk, das man riechen und spüren kann.
So läuft der Besuch ab: Von der Werkstatt bis zum Museum
Gleich nach dem Betreten der Anlage umfängt dich der markante Geruch von heißem Glas, Asche und feuchtem Stein – ein Duft, der für mich sofort Kindheitserinnerungen wachruft. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen will, landet meist zuerst im großen, lichtdurchfluteten Werkstattraum. Hier stehen die riesigen Schmelzöfen, umringt von Werkzeugen, Eisengestellen und halbfertigen Gläsern. Die Glasbläser arbeiten ohne Absperrungen, du bist nur wenige Meter vom Geschehen entfernt. Besonders beeindruckend: das Zusammenspiel aus Präzision, Teamarbeit und scheinbar müheloser Bewegung, wenn das glühende Glas in wenigen Sekunden geformt wird.
Die Vorführungen laufen durchgehend – es gibt keine festen Zeiten, du kannst jederzeit zuschauen. Kinder sind meist völlig fasziniert (mein Tipp: etwas abseits stehen, es kann heiß werden!). Die Bläser beantworten manchmal Fragen, sofern sie kurz Zeit haben – höflich nach dem „proceso“ fragen („¿Cómo se hace?“) öffnet oft Türen zu spannenden Anekdoten. Danach geht es weiter ins angeschlossene Museum: Hier findest du Exponate aus drei Jahrhunderten, von ersten Gordiola-Gläsern bis zu opulenten Leuchtern und kuriosen Experimenten.
Was viele Besucher übersehen: Im Obergeschoss gibt es eine kleine Galerie mit Skizzen, Werkzeugen und historischen Fotos, die viel über den Alltag in der Manufaktur erzählen. Und im Innenhof findest du einen versteckten Café-Bereich – ideal für eine kurze Pause unter alten Bäumen. Wer mag, kann von dort aus noch einen Blick in die Verpackungsräume werfen, wo die Gläser für den Versand vorbereitet werden. Mein Rat: Nimm dir Zeit, nicht nur für die Vorführung, sondern auch für die kleinen, unspektakulären Ecken.

Was macht echtes Gordiola-Glas aus? Qualitätsmerkmale und typische Fehler beim Kauf
Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen möchte, wird schnell merken: Nicht jedes buntes Glas auf Mallorca stammt tatsächlich von hier. Viele Läden auf der Insel verkaufen „mallorquinisches Glas“, das in Wahrheit aus industrieller Fertigung stammt, oft sogar aus Fernost. Das echte Gordiola-Glas erkennst du an mehreren Merkmalen: Es ist vergleichsweise schwer, hat kleine Lufteinschlüsse, und die Farben – vor allem das typische „Verde Mallorquín“ (ein grünlicher Farbton, der früher durch Eisenoxide im Sand entstand) – wirken nie künstlich grell. Jedes Stück trägt ein Siegel oder ist am Fuß graviert.
Insider-Tipp: Wenn du im Shop etwas kaufen möchtest, lass dir das Gordiola-Siegel zeigen („¿Tiene sello de Gordiola?“). Nur so hast du die Gewissheit, ein echtes Stück mallorquinischer Handwerkskunst mitzunehmen. Besonders beliebt sind die klassischen Wasser- und Weingläser, aber auch Lampen und Schalen. Wer auf der Suche nach einem erschwinglichen Souvenir ist, wird bei kleinen Tieren oder Schmuckanhängern fündig. Große Objekte können gegen Gebühr weltweit verschickt werden – nachfragen lohnt sich.
Ein häufiger Fehler: Viele Besucher greifen zu „zu perfekten“ Gläsern. Kleine Blasen, minimal schiefe Ränder oder unregelmäßige Böden sind kein Makel, sondern Zeichen echter Handarbeit. Wer Wert auf Symmetrie legt, sollte das beim Kauf ansprechen – es gibt auch Serienfertigungen, die gleichmäßiger sind. Aber: Die Schönheit liegt hier im Unperfekten!
Wann und wie lohnt sich der Besuch am meisten? Saisontipps und Zeitplanung
Die Glasbläserei Gordiola besuchen lohnt sich zu jeder Jahreszeit – aber der Charakter des Besuchs verändert sich mit den Jahreszeiten spürbar. Im Hochsommer (Juli/August) kann es in der Werkstatt durch die glühenden Öfen schnell 35 Grad und mehr erreichen. Mein Tipp: Wer mit Kindern oder empfindlichen Personen unterwegs ist, kommt am besten vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr. Im Frühling und Herbst ist der Besuch besonders angenehm – dann sind auch weniger Besuchergruppen unterwegs.
Ein echter Geheimtipp: In den Wintermonaten, wenn auf Mallorca insgesamt weniger los ist, wirken Werkstatt und Museum viel intimer. Du hast die Gelegenheit, mit den Handwerkern ins Gespräch zu kommen, und kannst oft beobachten, wie neue Entwürfe ausprobiert werden. Viele Mallorquiner nutzen genau diese Zeit für einen Besuch, um Geschenke oder Einzelstücke auszusuchen.
Was die Dauer angeht: Plane mindestens 60, besser 90 Minuten ein – inklusive Werkstatt, Museum, Shop und einer Pause im Café. Wer tiefer eintauchen möchte, kann auch einen halben Tag verbringen, etwa bei einem der speziellen Workshops (auf Voranmeldung, meist ab 30 € pro Person). Die Gordiola ist kein Ort zum schnellen „Abhaken“, sondern lädt zum Staunen und Entdecken ein.
Praktische Tipps: Anfahrt, Parken, Eintritt und Kombi-Ausflüge
Die Glasbläserei Gordiola liegt strategisch günstig direkt an der Hauptstraße MA-15 zwischen Palma und Manacor, etwa 20 Autominuten von Palma entfernt. Parkplätze sind reichlich und kostenlos vorhanden – auch für größere Fahrzeuge oder Reisebusse. Wer öffentlich kommen möchte, nimmt die Buslinie 401 ab Palma (Richtung Manacor), Ausstieg direkt vor der Tür („Gordiola“).
Die Eintrittspreise sind fair und tragen zur Finanzierung des Handwerks bei: Erwachsene zahlen 9 €, Kinder (6–14 Jahre) 6 €, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Familien erhalten auf Nachfrage oft einen kleinen Rabatt. Im Eintritt enthalten ist der komplette Zugang zu Werkstatt, Museum und Galerie. Wer einen Workshop buchen möchte, sollte mindestens zwei Wochen vorher anfragen – spontane Teilnahme ist selten möglich.
Mein Ausflugstipp: Kombiniere den Besuch mit einem Abstecher nach Algaida oder zum Santuari de Cura auf dem Puig de Randa. In Algaida gibt es einige hervorragende Restaurants mit typischer mallorquinischer Küche (z. B. das „Es 4 Vents“ oder „Cal Dimoni“). Wer mit Kindern unterwegs ist, kann auf dem Rückweg einen Stopp am Spielplatz im Dorfzentrum einlegen. Für Radfahrer ist die Gordiola eine beliebte Etappe auf der Strecke Richtung Osten.
Das erwartet dich im Shop: Von Souvenirs bis zu echten Sammlerstücken
Der Verkaufsraum der Glasbläserei Gordiola ist eine Schatzkammer voller Farben, Formen und Lichtreflexe. Hier findest du vom preiswerten Trinkglas (ab etwa 7 €) bis zum aufwendig gearbeiteten Kronleuchter (mehrere Tausend Euro) alles, was das Herz begehrt. Besonders beliebt sind die klassischen, bauchigen Wassergläser („Vasos Gordiola“), aber auch Lampenschirme, Schalen und dekorative Tiere.
Worauf achten? Lass dich nicht von der Masse an Produkten überwältigen. Frag gezielt nach Unikaten („pieza única“) und lass dir erklären, wie das jeweilige Stück entstanden ist. Wer ein Sammlerstück sucht, sollte nach limitierten Serien oder Sonderanfertigungen fragen. Achtung: In vielen Souvenirshops auf Mallorca werden vermeintliche Gordiola-Gläser angeboten, die jedoch nicht aus der Manufaktur stammen – das originale Siegel ist der beste Beweis.
Praktischer Tipp: Wer mit dem Flugzeug anreist, kann sich gekaufte Gläser sicher verpacken lassen. Die Mitarbeiter haben Erfahrung mit Versand und Transport – auf Wunsch wird das Glas auch direkt nach Hause geschickt (gegen Aufpreis, aber zuverlässig). Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann im Shop gezielt nach Recycling-Glas („vidrio reciclado“) fragen – eine Spezialität der Gordiola, die seit Jahren konsequent umgesetzt wird.
Kinder, Gruppen und Workshops: Für wen lohnt sich der Besuch besonders?
Die Glasbläserei Gordiola besuchen ist für Familien ein echtes Erlebnis: Kinder dürfen den Handwerkern hautnah zuschauen, lernen spielerisch, wie Glas entsteht, und bekommen im Museum altersgerechte Erklärungen (auf Deutsch, Spanisch, Englisch, teils auch auf Mallorquín). Für Gruppen gibt es spezielle Führungen; Schulklassen aus ganz Mallorca kommen regelmäßig, um das Handwerk kennenzulernen.
Ein besonderes Highlight sind die Workshops, die auf Anfrage angeboten werden (meist ab 8 Personen). Hier kannst du unter Anleitung ein eigenes Glasobjekt blasen – das ist nicht nur für Kinder faszinierend, sondern auch für Erwachsene eine echte Herausforderung. Die Plätze sind begrenzt, Reservierung ist Pflicht. Wer einen Geburtstag oder ein Firmenevent plant, kann die Gordiola exklusiv buchen – inklusive Catering aus der lokalen Bäckerei („Forn“).
Wer mit Kleinkindern kommt: Die Werkstatt ist kein Streichelzoo – es gibt heiße Öfen, offenes Werkzeug und viel Glas. Ein bisschen Vorsicht ist angebracht, aber das Team ist freundlich und hilfsbereit. Im Shop gibt es kleine Glastiere als Mitbringsel, die auch für Kinder erschwinglich sind. Mein Tipp: Einmal im Jahr findet ein Tag der offenen Tür statt, bei dem Kinder unter Anleitung kleine Glasobjekte gestalten dürfen – unbedingt rechtzeitig informieren!
Worauf du achten solltest: Fallen, überfüllte Zeiten und was man besser meidet
So sehr ich die Glasbläserei Gordiola schätze, gibt es auch ein paar Dinge, auf die du achten solltest. Erstens: In der Hochsaison (insbesondere Juli/August sowie an Regentagen) kann es im Shop und der Werkstatt sehr voll werden. Es empfiehlt sich, dann früh zu kommen oder später am Tag. Zweitens: Im angeschlossenen Shop gibt es auch importierte Gläser – diese sind meist günstiger, haben aber nicht die Qualität oder den Charme der handgemachten Stücke. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen will, sollte gezielt nach den Originalen fragen und sich nicht vom Preis blenden lassen.
Ein häufiger Fehler: Viele Besucher unterschätzen die Hitze in der Werkstatt und kommen in langer Kleidung oder mit prall gefüllten Taschen – weniger ist mehr, und eine Wasserflasche im Sommer ist Gold wert. Vorsicht mit Kinderwägen in der Werkstatt: Der Platz ist begrenzt, und es gibt Stufen. Die Parkplatzsituation ist zwar gut, aber an Feiertagen kann es zu Engpässen kommen, besonders wenn Busgruppen ankommen.
Was ich persönlich meide: Die typischen „Mallorca-Glas“-Mitbringsel auf Märkten oder in Souvenirläden, die mit der Gordiola nichts zu tun haben. Wer Wert auf Authentizität legt, kauft direkt vor Ort – so unterstützt du das Handwerk und bekommst ein echtes Stück Mallorca. Und noch ein Wort zur Etikette: In der Werkstatt wird konzentriert gearbeitet. Wer Fotos machen möchte, sollte dies vorher kurz anfragen („¿Puedo hacer una foto?“) – meistens sind die Glasbläser sehr entspannt, freuen sich aber über Rücksichtnahme.

Kultur, Handwerk und Identität: Warum Glasbläserei Gordiola ein echtes Stück Mallorca ist
Die Glasbläserei Gordiola ist viel mehr als eine Sehenswürdigkeit: Sie ist ein lebendiges Denkmal mallorquinischer Identität. Seit über 300 Jahren prägt die Familie Gordiola das Handwerk auf der Insel, und bis heute ist die Manufaktur ein Treffpunkt für Künstler, Sammler und Einheimische. Das Handwerk selbst ist ein Spiegel mallorquinischer Werte: Geduld, Teamarbeit, Liebe zum Detail, aber auch eine gewisse Robustheit und Bodenständigkeit. Die typischen grünen Gläser stehen mittlerweile in den meisten traditionellen „Casas Mallorquinas“ – sie sind Teil der Alltagskultur.
Was viele Gäste nicht wissen: Die Gordiola beliefert nicht nur Restaurants und Hotels auf Mallorca, sondern auch internationale Auftraggeber. Viele Designobjekte entstehen in Zusammenarbeit mit Künstlern von der Insel („artesanos“), und jedes Jahr werden neue Kollektionen vorgestellt. Die Verbindung von Tradition und Innovation macht die Gordiola einzigartig – und erklärt, warum sich ein Besuch immer wieder lohnt.
Mein persönlicher Tipp: Wer tiefer einsteigen will, fragt im Shop nach aktuellen Projekten oder Ausstellungen. Oft gibt es temporäre Galerien mit Werken lokaler Künstler, die man sonst nirgends sieht. Und für alle, die Mallorquinisch lernen: Ein „Bon dia, podeu mostrar-me el taller?“ (Guten Tag, könnt ihr mir die Werkstatt zeigen?) zaubert fast immer ein Lächeln aufs Gesicht.
Alternativen und weitere Glasbläser auf Mallorca: Lohnt der Vergleich?
Natürlich ist die Gordiola nicht die einzige Glasbläserei auf Mallorca, aber sie ist die bekannteste und traditionsreichste. Es gibt noch einige kleinere Werkstätten, zum Beispiel „Lafiore“ bei Esporles oder „Menestralia“ bei Campanet. Beide bieten ebenfalls Vorführungen und Shops, sind jedoch moderner und stärker auf Gruppen ausgerichtet. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen will, bekommt das ursprünglichste Erlebnis – aber wer speziell nach bunten Designs sucht, kann bei Lafiore fündig werden. Menestralia ist bekannt für größere Serienproduktionen und weniger für Einzelstücke.
Mein Rat: Wer auf der Suche nach echter Handwerkskunst ist, sollte sich ruhig auch die anderen Werkstätten anschauen – aber Qualität, Atmosphäre und Geschichte der Gordiola bleiben auf Mallorca unerreicht. Die meisten Einheimischen bevorzugen die Gordiola, wenn es um Hochzeiten, Taufen oder besondere Geschenke geht. Der Vergleich lohnt sich, aber die Gordiola bleibt das Original.
Und noch ein Tipp: Es gibt regelmäßig Märkte („Mercadillos“), auf denen Glasbläser von der Insel ihre Werke präsentieren – besonders in Inca, Sineu oder Santanyí. Wer gezielt sucht, findet dort manchmal Einzelstücke, die direkt von jungen Künstlern stammen, aber die Gordiola bleibt in Sachen Tradition, Authentizität und Auswahl weiterhin die erste Adresse.
Fazit: Warum die Glasbläserei Gordiola ein unverzichtbares Erlebnis auf Mallorca ist
Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen möchte, taucht ein in ein ganz eigenes Universum aus Hitze, Farbe, Geschichte und echter mallorquinischer Leidenschaft. Weit entfernt von seelenlosen Touristenattraktionen spürst du hier die Kraft des Handwerks, die Verbundenheit zur Insel und den Stolz einer Familie, die seit Generationen ihre Kunst weitergibt. Ob als Ziel für Familienausflüge, Kulturinteressierte oder alle, die Mallorca abseits der Klischees kennenlernen möchten – die Gordiola bietet einen ehrlichen, tiefen Einblick in das, was Mallorca wirklich ausmacht.
Mein abschließender Rat: Nimm dir Zeit, geh mit offenen Augen durch Werkstatt und Museum, und lass dich auf die kleinen Geschichten ein, die in jedem Glasobjekt stecken. Wer die Glasbläserei Gordiola besuchen will, nimmt nicht nur ein Souvenir mit nach Hause, sondern ein Stück mallorquinischer Seele. Und vielleicht auch die Erkenntnis, dass wahre Schönheit manchmal im Unperfekten liegt – genauso wie auf Mallorca selbst.
Viel Freude beim Entdecken – und vielleicht begegnen wir uns ja zwischen Ofen, Werkbank und gläsernem Funkeln.







