Strand cala dor: Der komplette Strand-Guide

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Stell dir vor, du stehst früh am Morgen mit nackten Füßen im noch kühlen Sand, das Licht glitzert auf dem türkisblauen Wasser, und um dich herum liegt eine der charmantesten Buchten auf Mallorca: der strand cala dor. Du fragst dich, ob das berühmte “Goldene Cala” wirklich hält, was die Postkarten versprechen – und wie du den Tag hier am besten genießen kannst, ohne in die üblichen Touristenfallen zu tappen? Genau das erfährst du in diesem Guide. Als jemand, der jede Ecke von Cala d’Or und seinen Stränden kennt – vom versteckten Zugang bis zur besten Bar für den Sundowner – verrate ich dir alles, was du wissen musst: Wo du wirklich baden solltest, welche Buchten sich lohnen, wie du Parkfrust umgehst, welche Restaurants ihr Geld wert sind und warum manche Tipps im Internet dich eher enttäuschen werden. Freu dich auf einen ehrlichen, umfassenden und tiefen Einblick, der weit über die üblichen Broschüren hinausgeht. Ein Tag am strand cala dor kann magisch sein – wenn du weißt, wie.

Blick auf einen Strand mit Booten im Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Konstantin Chemeris
Ein Blick auf den Strand mit Booten auf Mallorca, fotografiert von Konstantin Chemeris.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der strand cala dor steht nicht für einen einzelnen Strand, sondern für mehrere kleine Buchten (“Calas”) rund um das gleichnamige Resort an der Südostküste Mallorcas.
  • Die beliebtesten Strände: Cala Gran, Cala Esmeralda, Cala Ferrera, Cala Serena, Cala d’Or (Zentrum) und die kleine Cala Petita – alle fußläufig erreichbar, aber unterschiedlich in Atmosphäre und Ausstattung.
  • Früh kommen lohnt sich: Ab 10 Uhr füllen sich die Parkplätze schnell, gerade in der Hochsaison ist das ein echter Engpass.
  • Die Wasserqualität ist durchweg sehr gut, am klarsten ist das Wasser meist am Morgen und an windstillen Tagen.
  • Liegen und Sonnenschirme kosten 18–22 Euro pro Tag (2 Liegen + Schirm), eigene Schirme sind erlaubt und oft die bessere Wahl.
  • Die besten Tapas gibt es an der Promenade von Cala d’Or im “Restaurante Diferent” – reservieren empfohlen!
  • Viele Strände bieten Duschen und Toiletten, aber nicht alle. Cala Serena ist besonders ruhig, hat aber keine Infrastruktur.
  • Vorsicht vor teuren Supermarkt-Snacks in Strandnähe, ein Einkauf im Spar am Ortsrand spart bares Geld.
  • Schnorcheln lohnt sich besonders entlang der Felswände der Cala Esmeralda und Cala Ferrera.
  • Ab 18 Uhr leeren sich die Strände spürbar – die beste Zeit für ein entspanntes Abendbad oder einen Spaziergang ohne Trubel.
  • Kein “Playa-Feeling”: Wer breite, lange Sandstrände wie Es Trenc sucht, wird enttäuscht – die Calas sind klein, intim und eingerahmt von Felsen.

Was macht den strand cala dor aus? Die Besonderheiten der Calas im Überblick

Wer zum ersten Mal nach “Cala d’Or” reist und vom strand cala dor spricht, meint meist nicht einen einzelnen Strand, sondern die charakteristischen kleinen Buchten, die sich wie Perlen aneinanderreihen. Cala d’Or, was auf Katalanisch “Goldene Bucht” bedeutet, besteht aus mehreren Calas mit feinem Sand, türkisfarbenem Wasser und steilen Felswänden. Das Besondere: Jede Bucht hat ihren eigenen Charakter, mal quirlig und belebt, mal versteckt und fast privat. Die Bauweise der weißen Häuser im ibizenkischen Stil, das viele Grün und die autofreien Promenaden sorgen für ein entspanntes, fast schon mediterran-urbanes Flair – weit entfernt vom Ballermann-Gefühl.

Die Strände hier sind keine klassischen, kilometerlangen Playas wie auf anderen Teilen von Mallorca. Stattdessen findest du intime, oft windgeschützte Buchten, die sich hervorragend für Familien, Paare oder Schnorchler eignen. Durch die geschützten Lagen sind die Calas meist sicher und eignen sich auch für weniger geübte Schwimmer. Einheimische und Kenner nutzen die Morgenstunden oder den späteren Nachmittag für einen Besuch, wenn das Licht besonders schön ist und die Tagesgäste langsam verschwinden.

Wichtig zu wissen: In der Hauptsaison kann es an den Buchten sehr voll werden, da viele Hotels und Ferienanlagen direkt an den Calas liegen. Wer einen ruhigen Platz sucht, sollte entweder sehr früh kommen oder gezielt die etwas abgelegeneren Buchten ansteuern – dazu gleich mehr. Einmalig ist die Mischung aus natürlicher Schönheit, gepflegter Infrastruktur und einem Hauch von mondäner Eleganz, die Cala d’Or von anderen Badeorten auf Mallorca unterscheidet.

Die wichtigsten Strände rund um Cala d’Or – Unterschiede, Vorteile & Insider-Tipps

Die Vielfalt der strand cala dor zeigt sich in den einzelnen Calas. Hier ein Überblick über die wichtigsten Buchten, ihre Besonderheiten und meine persönlichen Empfehlungen:

Cala Gran: Die größte und zentralste Bucht, bekannt für ihren feinen Sand und das flache Ufer. Hier pulsiert das Strandleben: Familien breiten ihre Handtücher aus, Kinder toben im seichten Wasser, und am Rand gibt es Beachbars (“Chiringuitos”) mit kühlen Getränken. Liegen- und Sonnenschirmverleih ist hier Standard, ebenso wie Duschen, Toiletten und ein Rettungsschwimmer. Nachteil: In der Hochsaison oft sehr voll, vor allem nachmittags kaum noch ein freier Platz.

Cala Esmeralda: Mein persönlicher Favorit für Schnorchler und Ruhesuchende. Die Bucht ist etwas kleiner, eingerahmt von Pinien und Felsen, das Wasser schimmert bei Sonne fast smaragdgrün – daher der Name. Hier gibt es Liegen, eine kleine Bar und meist weniger Trubel als an der Cala Gran. Tipp: Direkt links von der Treppe führen Felsen ins Wasser, dort lassen sich viele Fische beobachten. Wer ein ruhiges Bad mag, sollte vor 10 Uhr kommen oder den Sonnenuntergang nutzen.

Cala Ferrera: Eine größere Bucht im Nordosten, beliebt bei Familien, da der Zugang flach ist und das Wasser ruhig bleibt. Es gibt viel Infrastruktur: Liegen, Schirme, eine Snackbar und Tretbootverleih. Die umliegenden Hotels bringen allerdings auch viele Gäste direkt an den Strand. Geheimtipp: Der kleine felsige Abschnitt am rechten Rand ist oft wenig besucht und perfekt zum ungestörten Sonnenbaden.

Cala Serena: Für alle, die es ruhiger mögen, ist diese kleine, naturbelassene Bucht ein Muss. Sie liegt etwas abgeschieden, hat keine Infrastruktur, aber dafür feinsten Sand und glasklares Wasser. Keine Liegen, keine laute Musik – nur das sanfte Rauschen der Wellen. Ideal für Paare und Individualisten. Achtung: Wegen fehlender Schattenplätze unbedingt Sonnenschutz mitbringen – oder, noch besser, einen eigenen Sonnenschirm.

Cala Petita (“Es Caló de ses Egos”): Die kleinste und am wenigsten bekannte Bucht, oft nur von Einheimischen genutzt. Der Zugang ist etwas versteckt hinter dem Hotel “AluaSoul”, aber der Abstecher lohnt sich: Hier findest du fast immer ein ruhiges Plätzchen, besonders am späten Nachmittag. Keine Infrastruktur, aber viel Ruhe und ein echtes Stück authentisches Mallorca.

Mein Tipp: Wer alle Strände erleben möchte, kann sie an einem Tag zu Fuß ablaufen. Die Wege sind gut ausgeschildert und von Kiefern beschattet – perfekt für eine kleine “Strandhopping”-Tour mit Pausen für Tapas oder einen Café con leche.

Luftaufnahme einer felsigen Bucht mit Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Alex Kulikov
Luftaufnahme einer felsigen Bucht auf Mallorca, fotografiert von Alex Kulikov für authentische Einblicke in die Inselnatur.

Wie finde ich den perfekten Platz? Parken, Zugänge & Timing – so klappt’s ohne Stress

Ein unterschätztes Thema am strand cala dor ist die Parkplatzsuche. Das Zentrum von Cala d’Or ist bewusst autofrei gehalten, was zwar zum entspannten Ambiente beiträgt, aber in der Hochsaison zur echten Geduldsprobe werden kann. Wer mit dem Mietwagen kommt, sollte die öffentlichen Parkplätze am Ortsrand nutzen (z. B. “Aparcament Cala Gran” oder “Parking Cala Ferrera”). Von dort sind es zu Fuß meist nur 5–10 Minuten bis zur Wunschbucht. Wer nach 10 Uhr kommt, muss oft mit längerer Suche oder einem teuren Platz im Hotelparkhaus rechnen.

Wer auf öffentliche Verkehrsmittel setzen möchte: Die Buslinie 501 verbindet Cala d’Or regelmäßig mit Santanyí, Felanitx und Palma. Die Haltestellen liegen meist zentral, sodass alle Calas gut erreichbar sind.

Ein echter Insider-Tipp: Wer flexibel ist, sollte den frühen Morgen oder den späten Nachmittag wählen. Vor 9 Uhr sind die Strände fast leer, das Licht ist wunderschön, und die Einheimischen holen sich ihren ersten Schwimmzug. Nach 18 Uhr leert sich alles wieder – dann ist die Stimmung besonders entspannt und das Wasser oft spiegelglatt.

Die Zugänge zu den einzelnen Calas sind unterschiedlich: Während Cala Gran und Cala Ferrera breite, barrierearme Wege bieten, führen zu Cala Serena und Cala Petita Treppen und schmale Pfade. Mit Kinderwagen oder für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen empfehle ich daher Cala Gran oder Cala Ferrera.

Vorsicht vor “Abkürzungen” durch Hotelanlagen: Obwohl viele Wege offen sind, ist das Durchqueren privat markierter Bereiche offiziell nicht gestattet. Freundlich fragen (“Perdón, ¿por dónde se va a la playa?”) wird aber meist mit einem freundlichen “Por ahí” (dort entlang) beantwortet – die Mallorquiner sind entspannt, solange man höflich bleibt.

Was erwartet mich am strand cala dor? Infrastruktur, Preise, Verpflegung & Atmosphäre

Die Ausstattung an den Stränden rund um Cala d’Or ist insgesamt sehr gut, aber nicht überall gleich. Fast alle Calas – mit Ausnahme von Cala Serena und Cala Petita – bieten Liegen- und Schirmverleih. Die aktuellen Preise liegen bei ca. 18–22 Euro pro Tag für ein Set (2 Liegen + 1 Schirm), bezahlt wird direkt beim Strandwart (“Socorrista” oder “Vigilante”). Wer sparen will, bringt einen eigenen Schirm und Handtücher mit – das ist ausdrücklich erlaubt und wird von vielen Locals so gemacht.

Duschen und Toiletten gibt es an Cala Gran, Cala Ferrera und Cala Esmeralda, jedoch nicht an den kleinen Buchten. Die Sauberkeit ist meist gut, aber in den Nachmittagsstunden kann es bei großem Andrang schon mal knapp werden. Müll gehört selbstverständlich in die bereitgestellten Container – die Strände hier werden von der Gemeinde Santanyí regelmäßig gereinigt, aber Eigenverantwortung ist immer gefragt.

Was die Verpflegung angeht, gibt es an Cala Gran und Cala Ferrera klassische Chiringuitos, die einfache Snacks, Kaffee, Bier und Softdrinks anbieten. Die Preise sind höher als im Ortskern, aber für ein kühles Getränk und einen kleinen Snack zahlt man im Schnitt 4–8 Euro. Mein Tipp für alle, die nicht zu viel ausgeben wollen: Direkt am Ortsrand gibt es mehrere gut sortierte Supermärkte (z. B. “Spar” oder “Eroski”), hier lohnt sich ein Einkauf vor dem Strandtag. Die Auswahl an Restaurants reicht von einfacher Tapas-Bar bis zur gehobenen mediterranen Küche – die besten Adressen findest du weiter unten.

Die Atmosphäre variiert deutlich: Während Cala Gran und Cala Ferrera lebendig und familienfreundlich sind, erleben Ruhesuchende an Cala Serena oder Cala Petita echte Entspannung. Abends verwandelt sich die Promenade von Cala d’Or in eine Flaniermeile – perfekt für einen Spaziergang oder den Aperitif mit Meerblick.

Gefahren, Touristenfallen & was du besser vermeidest – Ehrliche Warnungen vom Insider

So idyllisch der strand cala dor auf den ersten Blick erscheint, gibt es einige Fallstricke, die viele Besucher nicht kennen. Die häufigste Enttäuschung: Wer lange, breite Sandstrände erwartet, wird überrascht sein, wie klein und eng die Calas gerade im Sommer wirken können. Die Plätze sind begrenzt, und Handtuch-an-Handtuch ist keine Seltenheit – vor allem an Cala Gran und Cala Ferrera zwischen Juli und August.

Ein weiteres Thema sind die Preise an den Strandbars und in den Supermärkten direkt neben den Calas. Ein einfaches Sandwich für 7–8 Euro oder eine kleine Flasche Wasser für 2,50 Euro sind keine Seltenheit. Auch bei den Liegen lohnt sich das Rechnen: Für eine Familie mit zwei Kindern kommen schnell 40 Euro pro Tag zusammen – hier zahlt sich Eigeninitiative aus.

Ein echter Ärger: Illegale Straßenverkäufer (“Vendedores ambulantes”), die Fake-Designersonnenbrillen oder Massagen anbieten. Die Qualität ist fraglich, und das Risiko, abgezockt zu werden, ist hoch. Mein Rat: Freundlich ablehnen, nicht verhandeln und Wertgegenstände immer im Auge behalten.

Besonders wichtig: Die Parkplätze am Strand werden in der Hochsaison oft von privaten “Einweisern” in Beschlag genommen, die gegen ein “Trinkgeld” auf freie Plätze hinweisen. Das ist kein offizieller Service – wer nicht zahlt, muss aber mit Kratzern rechnen. Lieber einen regulären Parkplatz etwas weiter entfernt wählen und ein paar Minuten Fußweg in Kauf nehmen.

Zuletzt: Achte auf die ausgeschilderten Badezonen und die Flaggen. Bei roter Flagge herrscht absolutes Badeverbot, und die Strömung in den engen Buchten kann nach starken Regenfällen oder Ostwind (Levante) überraschend stark werden. Die Rettungsschwimmer sind aufmerksam, aber Eigenverantwortung zählt immer.

Essen, Trinken & Genuss rund um den strand cala dor – Lokale Empfehlungen, die sich lohnen

Für Genießer bietet Cala d’Or mehr als die üblichen Strandbars. Wer authentische mallorquinische Küche sucht, dem empfehle ich das Restaurante Diferent (Carrer d’Antoni Maria Alcover 19). Hier gibt es kreative Tapas, mallorquinische Klassiker und eine exzellente Weinauswahl – alles in entspannter Atmosphäre, nur wenige Gehminuten von Cala Gran entfernt. Reservieren ist abends Pflicht!

Für den schnellen Snack zwischendurch lohnt sich der Abstecher zur Bäckerei “Pastelería Cala d’Or” (Carrer de s’Espalmador 31). Hier gibt es frische Ensaimadas, Empanadas und Bocadillos zu fairen Preisen. Wer gern frischen Fisch isst, ist im Restaurante Port Petit (direkt am Yachthafen) bestens aufgehoben – nicht günstig, aber die Aussicht und Qualität sind unschlagbar.

Ein echter Geheimtipp: Die kleine Bar “Sa Xarxa” am Rand von Cala Esmeralda. Hier sitzen abends viele Einheimische bei einem Caña (kleines Bier) und Tapas. Die einfachen Gerichte sind ehrlich, günstig und der Sonnenuntergang auf der Terrasse ist spektakulär.

Für Selbstversorger gibt es mehrere Supermärkte mit großer Auswahl an lokalen Produkten. Wer sparen möchte, kauft morgens ein, bevor die Strände voll werden – viele Produkte werden mittags teurer. Und: Leitungswasser ist – wie überall auf Mallorca – zum Trinken nicht zu empfehlen (“Aigua de l’aixeta no és potable”), besser auf Mineralwasser (“Agua embotellada”) setzen.

Saisonalität am strand cala dor: Wann lohnt sich der Besuch besonders?

Die Saison am strand cala dor beginnt meist Anfang Mai und endet Ende Oktober. In diesen Monaten sind die meisten Strandbars, Restaurants und Verleihstationen geöffnet. Die beste Reisezeit ist aus meiner Sicht der Juni und der September: Das Wasser ist angenehm warm, die Strände sind deutlich leerer als im Hochsommer und das Klima ist ideal.

Im Juli und August herrscht Hochbetrieb – dann sind vor allem Cala Gran und Cala Ferrera sehr voll, und die Preise in den Restaurants ziehen spürbar an. Wer kann, sollte diese Monate meiden oder auf die frühen Stunden ausweichen. Im Frühjahr und Herbst zeigt sich Cala d’Or von seiner schönsten Seite: Das Licht ist weich, die Vegetation frisch und die Einheimischen entspannt. Viele Insider schätzen gerade die Nachsaison (Oktober) für ruhige Spaziergänge an leeren Stränden und die besonders klare Sicht beim Schnorcheln oder Tauchen.

Wichtig zu wissen: Nach starken Regenfällen kann Seegras (“Posidonia”) an den Strand gespült werden. Das ist kein Schmutz, sondern ein Zeichen für sauberes Wasser – die Gemeinde räumt es meist zeitnah weg. Wer Wert auf perfekte Bedingungen legt, kann vorher beim örtlichen Tourismusbüro (“Oficina de Turismo”, Plaça Toni Costa 5) nachfragen.

Kulturelle Besonderheiten & Etikette: So fühlst du dich wie ein Local am strand cala dor

Der strand cala dor ist auch ein sozialer Treffpunkt – nicht nur für Touristen, sondern auch für viele Mallorquiner, besonders am Wochenende. Wer sich an ein paar einfache Regeln hält, wird schnell als “sympático” wahrgenommen. Dazu gehört zum Beispiel, keine Musikboxen in voller Lautstärke zu betreiben und den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Das laute Reservieren von Plätzen mit Handtüchern (“Towel Wars”) ist verpönt – Einheimische kommen, bleiben und gehen, ohne die Liege für Stunden zu blockieren.

Der Dresscode ist am Strand entspannt, aber in Restaurants und Cafés wird ein T-Shirt oder Hemd erwartet – das gilt auch für Kinder. Nacktbaden (“nudismo”) ist auf den offiziellen Stränden von Cala d’Or nicht gestattet, wer es dennoch mag, findet in abgelegenen Buchten der Umgebung (z. B. Cala Màrmols) Alternativen. Wer mit Kindern reist, sollte wissen: Die Rettungsschwimmer (“Socorristas”) achten streng auf Sicherheit, und das Springen von Felsen ist offiziell verboten – auch wenn sich nicht alle daran halten.

Ein kleiner Sprachkniff für den Alltag: “Bon dia!” (Guten Tag, Mallorquín) oder “Buenos días” (Spanisch) zaubern schnell ein Lächeln auf die Gesichter. Wer freundlich ist, bekommt auch freundliche Tipps zurück – und darf sich auf kleine Extras freuen, die im Reiseführer nicht stehen.

Schnorcheln, Wassersport & Aktivitäten am strand cala dor – Was lohnt sich wirklich?

Das Wasser am strand cala dor ist nicht nur zum Baden ideal, sondern auch ein Paradies für Schnorchler. Besonders an den Felsrändern von Cala Esmeralda und Cala Ferrera tummeln sich bunte Fischschwärme und mit etwas Glück siehst du sogar eine Oktopus (“pop” auf Mallorquín). Wer keine eigene Ausrüstung hat, kann einfache Sets für 8–12 Euro im Ortskern kaufen – die Qualität ist meist ausreichend.

Tretboote (“Patinetes”), Kajaks und SUP-Boards werden an Cala Gran und Cala Ferrera vermietet (ab 15 Euro pro Stunde). Jetskis sind in den Calas selbst verboten – das sorgt für ruhige Badezonen und mehr Sicherheit. Wer tauchen möchte, findet mehrere Tauchschulen im Ort, z. B. “La Morena Diving” (Carrer de s’Espalmador 21), die auch Schnuppertauchgänge für Anfänger anbieten.

Für Familien gibt es in der Umgebung kleine Spielplätze, Minigolf und Bootsausflüge entlang der Küste. Mein Tipp: Eine einstündige Glasboden-Bootstour (ab 20 Euro p. P.) – so siehst du die schönsten Calas der Region vom Wasser aus und bekommst einen Eindruck von der felsigen Küstenlandschaft.

Wanderfreunde kommen auf ihre Kosten: Der Küstenweg (“Cami de la Mar”) verbindet die wichtigsten Strände miteinander und führt durch Pinienwälder und vorbei an spektakulären Aussichtspunkten. Gute Schuhe sind Pflicht, denn die Wege sind zwar gepflegt, aber teilweise steinig und rutschig.

Alternativen zum strand cala dor – Für alle, die mehr entdecken wollen

Obwohl die Calas von Cala d’Or viel zu bieten haben, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Zwei der schönsten Alternativen in der Nähe:

Cala Sa Nau: Nur 10 Autominuten nördlich von Cala d’Or liegt diese naturbelassene Bucht mit feinem Sand, türkisfarbenem Wasser und einer legendären Strandbar. Hier treffen sich Locals zum Sundowner, und im Sommer finden gelegentlich kleine Konzerte statt. Der Parkplatz ist begrenzt, also lieber früh da sein.

Cala Mondragó: Ein Naturpark, etwa 15 Minuten südlich, mit zwei spektakulären Stränden (S’Amarador und Cala Mondragó). Hier findest du Pinienwälder, Wanderwege und eine besonders entspannte Atmosphäre – perfekt für alle, die es gerne etwas ruhiger und naturnaher mögen. Das Parken kostet 6 Euro am Tag, der Eintritt ist frei.

Mein Tipp: Wer länger bleibt, sollte auch das Städtchen Santanyí mit seinem authentischen Wochenmarkt (mittwochs und samstags) besuchen – hier gibt es lokale Spezialitäten und ein echtes Stück mallorquinisches Leben.

Menschen entspannen sich auf Mallorca am Strand und genießen die Aussicht auf das Meer, fotografiert von Victor Rosario.
Menschen relaxen am Strand auf Mallorca und genießen die Aussicht, aufgenommen von Victor Rosario.

Fazit: Lohnt sich ein Tag am strand cala dor? Das solltest du mitnehmen

Der strand cala dor ist weit mehr als nur ein Postkartenmotiv – er ist eine vielseitige, lebendige Küstenregion auf Mallorca, die mit ihren charmanten Buchten, dem türkisblauen Wasser und dem entspannten Lebensgefühl begeistert. Wer sich auf die Eigenheiten der Calas einlässt, die besten Zeiten und Wege kennt und nicht auf teure Touristenfallen hereinfällt, erlebt einen der schönsten Strandtage der Insel. Die Mischung aus gepflegter Infrastruktur, lokaler Gastronomie und der besonderen Atmosphäre macht Cala d’Or einzigartig – vorausgesetzt, du weißt, wo du hinmusst und was du besser meidest.

Ob du mit Familie, als Paar oder allein unterwegs bist: Die Calas bieten für jeden das passende Erlebnis. Mit den richtigen Tipps findest du deinen Lieblingsplatz, genießt authentisches Essen und entdeckst vielleicht sogar Ecken, die vielen Besuchern verborgen bleiben. Und wenn du am Abend noch einmal ins warme Wasser steigst, während die Sonne langsam hinter den weißen Häusern verschwindet, weißt du: Ein Tag am strand cala dor ist immer eine gute Idee – vor allem, wenn du ihn wie ein Local angehst.

Wenn du noch mehr echte Geheimtipps zu Stränden auf Mallorca suchst, lohnt es sich, auch die weniger bekannten Calas im Südosten zu entdecken – die Insel hat noch viele Schätze für dich parat.

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