Finca mieten Mallorca langzeitmiete: Der ultimative Guide

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Stell dir vor, du öffnest am Morgen die Fensterläden deiner eigenen Finca auf Mallorca, spürst den Duft von Pinien und Orangenblüten, während das Licht über die Terrakottadächer tanzt. Der Traum vieler – doch wer eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete plant, steht schnell vor ganz anderen Fragen als beim Pauschalurlaub: Wie finde ich die richtige Region, was kostet das wirklich, und woran erkenne ich ein faires Angebot? Als jemand, der die Insel nicht nur bereist, sondern sie lebt, kann ich dir versprechen: Wer das Abenteuer Langzeitmiete richtig angeht, entdeckt Mallorca auf eine Weise, die Urlaubern verborgen bleibt. In diesem Guide erfährst du alles – von den besten Gegenden und echten Preisen bis zu den Stolperfallen, über die viele Deutsche Jahr für Jahr stolpern. Mein Ziel: Keine Frage soll offenbleiben, keine Enttäuschung dich erwarten. Denn die schönste Zeit auf Mallorca beginnt mit einer klugen Entscheidung – und dem Wissen, das sonst kaum jemand teilt.

Grüner Obstgarten auf Mallorca mit entfernten Bergen und blauem Himmel, aufgenommen von Víctor Manuel Lázaro Cortés
Ein grüner Obstgarten auf Mallorca mit Bergen im Hintergrund, fotografiert von Víctor Manuel Lázaro Cortés.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Nachfrage nach einer Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete ist hoch – gute Objekte sind selten und werden oft privat vergeben.
  • Rechne je nach Lage und Ausstattung mit 2.000 bis 6.000 Euro Monatsmiete (plus Nebenkosten), Luxusobjekte kosten deutlich mehr.
  • Beliebte Regionen für Langzeitmiete: Südwesten (Santa Ponça, Andratx), Zentrales Inselinnere (Santa Maria, Sencelles), Osten (Santanyí, Artà).
  • Viele Fincas werden in den Wintermonaten günstiger angeboten; die Verfügbarkeit im Sommer ist stark eingeschränkt.
  • Verträge laufen meist für 11 Monate (“temporada”), seltener als reguläre Dauermiete (“larga duración”).
  • Einige Vermieter verlangen 2-3 Monatsmieten Kaution und einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen oder Referenzen.
  • Die meisten Fincas sind möbliert, aber Qualität und Stil variieren stark – vorher persönlich besichtigen!
  • Unbedingt auf legale Vermietung achten: Viele Objekte haben keine offizielle Lizenz und bieten daher keine rechtliche Sicherheit.
  • Strom, Wasser und Gärtner sind oft nicht inklusive – diese Nebenkosten können bis zu 400 Euro monatlich ausmachen.
  • Insider-Tipp: Im Herbst (September bis November) ist die Auswahl am größten und die Preise sind verhandelbar.
  • Vorsicht bei unseriösen Portalen und Maklern – persönliche Kontakte und lokale Empfehlungen sind Gold wert.
  • Respektiere die mallorquinische Nachbarschaft: Ruhezeiten (“horas de descanso”) und Wasserverbrauch sind heikle Themen.

Warum eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete mehr ist als nur ein Umzug in die Sonne

Wer eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete plant, sucht weit mehr als eine Unterkunft – es geht um einen Lebensstil, der die Insel in ihrer Tiefe erfahrbar macht. Anders als bei kurzfristigen Ferienvermietungen tauchst du in Nachbarschaften ein, lernst lokale Feste, den Rhythmus der Jahreszeiten und das Inselleben kennen. Doch diese Erfahrung bringt Herausforderungen mit sich, die viele unterschätzen: Von der Suche nach einer legalen, gut ausgestatteten Finca bis zu versteckten Kosten und regionalen Eigenheiten gibt es einiges zu beachten. Viele glauben, im Internet einfach “die perfekte Finca” zu finden – die Realität ist komplexer, aber mit den richtigen Tipps durchaus machbar. Authentische Langzeitmiete bedeutet auch, sich auf eine neue Kultur einzulassen und den Alltag neu zu entdecken. Wer offen ist, wird reich belohnt – mit Freundschaften, Einblicken und einem Mallorca, das abseits der Klischees lebt.

Die Entscheidung für Langzeitmiete statt Kauf bietet Flexibilität, weniger Verpflichtungen und die Möglichkeit, verschiedene Orte auszuprobieren. Gerade für Familien, digitale Nomaden oder Ruhesuchende eröffnet sich so ein Stück Freiheit, das weit über den Sommer hinausgeht. Doch ohne fundierte Vorbereitung kann die Finca-Suche schnell zum Nervenkrieg werden. Mein Ratschlag: Lass dich nicht von Hochglanzfotos blenden – die besten Fincas werden selten online gefunden, sondern über lokale Netzwerke, persönliche Kontakte oder Makler, die wirklich auf der Insel verankert sind.

Welche Regionen eignen sich am besten für Langzeitmiete auf Mallorca?

Die Wahl der richtigen Region ist entscheidend, wenn du eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete planst. Jede Gegend besitzt ihren eigenen Charakter, Preisniveau und Vor- wie Nachteile. Im Südwesten – rund um Santa Ponça, Port Andratx und Calvià – findest du zahlreiche hochwertige Fincas mit guter Infrastruktur und internationalen Nachbarn. Hier pendelst du schnell nach Palma, hast Einkaufsmöglichkeiten und viele Schulen in der Nähe. Allerdings sind die Preise hier am höchsten und die Nachfrage entsprechend groß. Wer es exklusiv liebt, findet in Son Vida oder Bendinat spektakuläre Anwesen, zahlt dafür aber auch locker 8.000 Euro und mehr im Monat.

Das Inselinnere (z.B. Santa Maria, Alaró, Sencelles oder Binissalem) bietet authentisches Landleben, größere Grundstücke und oft mehr Ruhe. Die Preise sind hier moderater, viele Fincas sind liebevoll restauriert – aber Mobilität ist Pflicht, denn ohne Auto kommst du selten weit. Ein Geheimtipp unter Expats ist die Gegend um Santa Eugènia: charmant, gut angebunden und mit echter mallorquinischer Nachbarschaft.

Im Osten locken Orte wie Santanyí, Artà oder Felanitx: Hier findest du noch traditionelle Fincas, ursprüngliche Dörfer und eine entspannte Atmosphäre. Die Nähe zu Traumstränden wie Cala Mondragó ist ein großer Bonus. Allerdings sind viele Fincas im Sommer an Touristen vermietet und stehen für Langzeit nur im Winter zur Verfügung. Mein Tipp: Im Frühjahr oder Herbst anfragen, wenn die Eigentümer längerfristige Mieter suchen.

Der Norden (Pollensa, Alcúdia, Campanet) ist landschaftlich spektakulär, aber für Langzeitmiete schwieriger, da der Markt stark auf Feriengäste ausgerichtet ist. Dennoch gibt es auch hier versteckte Juwelen – besonders, wer bereit ist, außerhalb der Saison einzuziehen.

Was viele nicht wissen: Fincas in der Serra de Tramuntana (z.B. Deià, Sóller, Valldemossa) sind begehrt, aber das Klima ist rauer, im Winter oft feucht und kühl. Wer hier mietet, sollte auf eine gute Heizung achten und sich auf gelegentliche “Inselwetter”-Überraschungen einstellen.

Wie läuft die Suche nach einer Finca zur Langzeitmiete wirklich ab?

Im Gegensatz zur klassischen Ferienhausbuchung funktioniert die Suche nach einer Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete meist über lokale Makler, spezialisierte Portale oder private Kontakte. Die großen internationalen Plattformen listen zwar viele Objekte, doch ein Großteil der wirklich attraktiven und legalen Fincas wird diskret vermarktet. Lokale Makler wie Living Blue Mallorca, Kensington oder Porta Mallorquina verfügen über exklusive Angebote, kennen Eigentümer persönlich und können auch bei Vertragsdetails vermitteln. Die Provision beträgt meist 1-2 Monatsmieten, wird aber häufig vom Vermieter getragen – nachfragen lohnt sich.

Ein echter Insider-Tipp: Viele Fincas werden “mund zu mund” vermittelt. Wer sich auf den Dorfmärkten, beim lokalen Immobilienbüro (“Inmobiliaria”) oder im Café umhört, kommt oft an Angebote, die online nie auftauchen. Auch regionale Facebook-Gruppen (“Fincas en alquiler Mallorca”, “Longterm rental Mallorca”) sind eine gute Quelle – aber Vorsicht vor Betrügern, die Anzahlungen ohne Besichtigung verlangen. Auf Mallorca gilt: Erst anschauen, dann unterschreiben!

Die meisten Verträge laufen als “temporada” (11 Monate) oder “larga duración” (ab 1 Jahr). Die Unterschiede sind wichtig: Temporada-Verträge bieten weniger Mieterschutz, sind flexibler, aber nicht verlängerbar. Für längere Aufenthalte empfiehlt sich ein regulärer Langzeitmietvertrag (“contrato de arrendamiento de vivienda habitual”). Wer unsicher ist, sollte einen lokalen Anwalt oder Gestor zur Prüfung hinzuziehen – das kostet zwar 300–500 Euro, bewahrt aber vor teuren Fehlern.

Wichtig zu wissen: Die Nachfrage nach guten Fincas übersteigt das Angebot. Wer spontan sucht oder nur für wenige Monate mieten will, wird es schwer haben. Die besten Chancen hast du im Herbst, wenn die Feriensaison endet und Eigentümer nach verlässlichen Langzeitmietern suchen.

Nahaufnahme einer weißen felsigen Berglandschaft auf Mallorca mit scharfem Fokus, aufgenommen von Pablo Hermoso
Felsige Berglandschaft auf Mallorca in Nahaufnahme, fotografiert von Pablo Hermoso

Preise, Nebenkosten und was wirklich auf dich zukommt

Die Kosten für eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete variieren enorm: Größe, Lage, Ausstattung und Saison bestimmen den Preis. Für eine gut ausgestattete Finca mit Pool und 3–4 Schlafzimmern im Inselinneren solltest du mindestens 2.000–3.000 Euro pro Monat einplanen. In den gefragten Küstenregionen, etwa rund um Port Andratx, Santa Ponça oder Santanyí, sind 4.000–6.000 Euro die Norm. Luxusfincas mit Meerblick, großem Garten und hochwertiger Ausstattung starten oft erst ab 8.000 Euro – nach oben offen.

Was viele unterschätzen: Die meisten Fincas werden inklusive Möbel vermietet, aber die Qualität reicht von Ikea-Basic bis hin zu Design-Unikaten. Vor Vertragsunterschrift solltest du eine genaue Inventarliste verlangen und die Ausstattung persönlich prüfen. Ein weiterer Kostenfaktor sind die Nebenkosten: Strom (besonders bei Elektroheizung), Wasser (teuer und knapp!), Gärtner (oft Pflicht bei größeren Grundstücken), Poolpflege und Müllabfuhr kommen fast immer oben drauf. Rechne mit 200–400 Euro monatlich, bei großen Anwesen oder Poolheizung auch mehr.

Einige Fincas besitzen eigene Brunnen (“pozo propio”) – das spart Wasserkosten, aber die Versorgung ist nicht überall garantiert. Eine Zisterne (“aljibe”) muss regelmäßig mit Tankwagen befüllt werden – das kann im Hochsommer teuer werden. Strom aus Solaranlagen ist selten, aber auf abgelegenen Fincas manchmal Standard. Mein Tipp: Lass dir aktuelle Abrechnungen zeigen und frage gezielt nach den durchschnittlichen Nebenkosten der letzten Jahre.

Kautionen (2–3 Monatsmieten), Maklerprovision und die erste Monatsmiete werden meist im Voraus fällig. Wer zur Miete auch Haustiere mitbringen will, sollte dies unbedingt vorher klären – nicht jeder Vermieter erlaubt Hunde oder Katzen, und für Schäden haftet immer der Mieter.

Was du über Verträge und rechtliche Sicherheit wissen musst

Die Vertragsgestaltung bei einer Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete unterscheidet sich oft deutlich von Deutschland. Viele Eigentümer bevorzugen den 11-Monats-Vertrag (“contrato de temporada”), da dieser flexibler ist und weniger Mieterschutz bietet. Für den Mieter bedeutet das: Nach Ablauf kann problemlos gekündigt werden, eine Verlängerung ist nicht garantiert. Wer Planungssicherheit braucht, sollte auf einen regulären Langzeitmietvertrag (“larga duración”) bestehen, der nach spanischem Recht mehr Schutz bietet und meist auf 5 Jahre ausgelegt ist.

Ein häufiger Fehler: Vertragsabschlüsse ohne genaue Prüfung. Achte darauf, dass das Mietobjekt im Vertrag korrekt bezeichnet ist, die Eigentumsverhältnisse klar sind (Stichwort: Eigentümerausweis/Catastro-Nummer) und alle Nebenkosten geregelt werden. Lass dir eine Kopie der Bewohnbarkeitsbescheinigung (“cédula de habitabilidad”) zeigen – nur so ist eine legale Vermietung möglich. Ohne diese Bescheinigung riskierst du, im Streitfall keine Rechte zu haben.

Die meisten Verträge werden auf Spanisch verfasst. Wer kein Spanisch spricht, sollte eine Übersetzung anfordern oder einen lokalen Anwalt zur Prüfung beauftragen. Mündliche Absprachen zählen nicht – alles schriftlich fixieren! Und: Der Mieterschutz (“LAU”, Ley de Arrendamientos Urbanos) gilt nur für reguläre Langzeitverträge, nicht für temporada.

Bei Zahlungen ist Barzahlung unüblich und riskant. Überweise die Miete immer auf das im Vertrag genannte Konto und bewahre alle Quittungen auf. Manche Eigentümer verlangen einen Einkommensnachweis oder Referenzen, gerade bei hochwertigen Fincas.

Insider-Tipps: Wie du die perfekte Finca findest und teure Fehler vermeidest

Die erfolgreichsten Finca-Mieter auf Mallorca sind die, die sich Zeit nehmen, Netzwerke aufbauen und keine Angst vor der lokalen Bürokratie haben. Ein echter Geheimtipp: Viele Dörfer haben eigene, kleine Immobilienbüros (“Inmobiliaria local”), die Objekte vermitteln, die online nie auftauchen. Hier reicht ein kurzer Plausch auf Mallorquín (“Bon dia, cerc una finca per lloguer llarg termini”) und schon öffnen sich Türen, die sonst verschlossen bleiben.

Ein weiteres Detail, das viele übersehen: Die Lage der Finca im Verhältnis zum nächsten Ort. Fincas, die “a las afueras” (außerhalb) liegen, bieten viel Privatsphäre, aber im Winter können die Zufahrtswege (“camí”) nach Regen unpassierbar werden. Im Sommer ist Wasserknappheit ein Thema – besonders im Süden und Osten der Insel. Lass dir immer zeigen, wie die Wasserversorgung geregelt ist und wie weit die nächste Einkaufsmöglichkeit entfernt ist.

Vermeide Fincas, die offensichtlich nur als Ferienhaus genutzt werden und im Winter leer stehen – oft fehlt es dann an Heizung, Isolierung oder zuverlässigem Internet. Gerade im Herbst und Winter kann es in alten Steinhäusern klamm werden – prüfe, ob eine Zentralheizung (“calefacción central”) oder zumindest ein guter Kamin (“chimenea”) vorhanden ist.

Vergiss nicht: Auf Mallorca gelten andere Regeln für Nachbarschaft und Lärm. Die meisten Dörfer haben feste Ruhezeiten (“horas de descanso”), und laute Partys sind nicht gern gesehen. Wasser ist ein sensibles Thema – sparsam sein und die lokalen Vorschriften respektieren, sonst gibt es schnell Ärger mit der Gemeinde (“Ajuntament”).

Mein Extra-Tipp: Wer flexibel ist, bekommt im Herbst (September bis November) die besten Angebote, da viele Eigentümer nach der Sommersaison leerstehende Häuser vermieten. Wer dann direkt zuschlägt, kann oft den Preis verhandeln und sich eine Finca sichern, bevor die Konkurrenz zuschlägt.

Wann ist die beste Zeit, um eine Finca auf Mallorca zur Langzeitmiete zu finden?

Der Zeitpunkt der Suche entscheidet oft über Erfolg oder Frust. Ab Oktober bis Dezember ist das Angebot an Fincas zur Langzeitmiete am größten – viele Eigentümer möchten ihre Häuser nach der Ferienvermietung nicht leer stehen lassen und sind zu Zugeständnissen bereit. Im Frühjahr (März/April) werden einige Objekte wieder frei, aber die Auswahl ist kleiner und die Preise steigen mit der Nachfrage.

Wer im Sommer sucht, hat das Nachsehen: Die meisten Fincas sind dann an Touristen vermietet oder werden zu Höchstpreisen angeboten. Wer langfristig plant, sollte mindestens 3–6 Monate Vorlauf einplanen und sich vor Ort Zeit nehmen, verschiedene Objekte zu besichtigen. Viele Vermieter bevorzugen Mieter, die sich für ein Jahr oder länger binden – das schafft Vertrauen und bessere Konditionen.

Ein weiterer Insidertipp: Manche Eigentümer vergeben ihre Finca für den Zeitraum von Oktober bis Mai zu einem deutlich günstigeren Preis (“alquiler de temporada de invierno”). Wer keine Sommerferien auf Mallorca braucht, kann so echtes Geld sparen und die Insel in ihrer ruhigsten und schönsten Zeit erleben.

Kulturelle Besonderheiten und lokale Etikette: Was du wissen musst

Das Leben auf Mallorca folgt eigenen Regeln – und die solltest du kennen, wenn du eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete planst. Im Dorf kennt jeder jeden, und Diskretion (“discreción”) wird geschätzt. Ein freundlicher Gruß (“Bon dia!” morgens, “Bona tarda!” nachmittags) öffnet viele Türen – gerade bei Nachbarn, Handwerkern oder im Rathaus.

Ruhezeiten (“horas de descanso”) sind heilig: Zwischen 14 und 17 Uhr sowie ab 22 Uhr sollte es leise sein, besonders im Sommer. Wer regelmäßig Partys feiert oder laut Musik hört, wird schnell als “guiri” (Fremder) abgestempelt – und das ist kein Kompliment. Wasser ist knapp, daher ist exzessives Gießen von Gärten oder das Befüllen großer Pools im Hochsommer verpönt, teils sogar verboten (“restricciones de agua”).

Ein echtes Mallorca-Phänomen: Viele Gemeinden feiern im Sommer große Feste (“festes patronals”). Wer eingeladen wird, sollte unbedingt teilnehmen – so lernst du Menschen kennen und wirst Teil der Gemeinschaft. Wer Tiere hält, sollte sich an die lokalen Vorschriften halten (z.B. Hundesteuer, Leinenpflicht im Dorf).

Kleiner, aber wichtiger Tipp: Viele Fincas haben ihren eigenen Müllcontainer (“contenedor privado”). Die Müllabholung wird oft privat organisiert – frage den Vermieter nach dem Rhythmus und der richtigen Trennung (“reciclaje”). Wer den Müll einfach am Wegesrand abstellt, zieht schnell Ärger auf sich.

Empfohlene Finca-Regionen und konkrete Objekt-Tipps für Langzeitmiete

Um dir die Suche zu erleichtern, habe ich drei Regionen ausgewählt, die sich besonders für Langzeitmiete eignen – samt konkreten Beispielen, auf was du achten solltest:

  • Santanyí und Umgebung (Osten): Hier findest du Fincas wie die “Finca Can Torres” (ca. 2.800 Euro/Monat, 4 SZ, Pool, 5 Min. nach Santanyí). Ruhige Lage, moderne Ausstattung, aber im Winter auf Feuchtigkeit achten. Supermärkte und Wochenmarkt in Santanyí, Schulen und Ärzte in der Nähe. Viele Eigentümer bevorzugen Langzeitmiete von Oktober bis Mai.
  • Santa Maria del Camí (Zentrales Inselinnere): Die “Finca Sa Vinya” (rund 3.200 Euro/Monat, 3 SZ, großer Garten, Weitblick) liegt fußläufig zum Dorf, bietet Anschluss an Palma (15 Min. mit dem Auto) und eine authentische Nachbarschaft. Viele Objekte hier sind ideal für Familien und bieten gute Infrastruktur.
  • Port Andratx (Südwesten): Die “Finca Son Font” (ab 4.500 Euro/Monat, 4 SZ, Meerblick, hochwertiger Poolbereich) richtet sich an Mieter mit gehobenen Ansprüchen. Achtung: Hier sind Nebenkosten und Kaution besonders hoch – aber die Lebensqualität ist entsprechend.

Diese Beispiele stehen stellvertretend für die Bandbreite an Möglichkeiten. Mein Rat: Lass dir immer mehrere Objekte zeigen, vergleiche Preise und Nachbarschaften, und scheue dich nicht, mit dem Vermieter über Vertragslaufzeit und Preis zu verhandeln. Günstige Schnäppchen findet man manchmal in weniger bekannten Dörfern wie Sencelles, Santa Eugènia oder Porreres – hier kostet eine solide Finca oft 20–30 % weniger als an der Küste.

Person steht vor weißen Blumenfeldern auf Mallorca, aufgenommen von Pablo Hermoso
Die Aufnahme zeigt eine Person vor weißen Blumenfeldern auf Mallorca, fotografiert von Pablo Hermoso.

Finca mieten Mallorca Langzeitmiete: Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Zu den größten Fehlern gehört es, Verträge ohne Besichtigung zu unterschreiben oder sich von Fotos blenden zu lassen. Viele Fincas sehen online traumhaft aus, sind aber schlecht isoliert, feucht oder technisch veraltet. Ein weiterer Fallstrick: Illegale Vermietungen. Ohne Bewohnbarkeitsbescheinigung riskierst du, im Streitfall schutzlos zu sein – darauf achten viele Deutsche aus Unwissenheit nicht. Lass dir immer alle Unterlagen zeigen und prüfe, ob die Finca offiziell als Wohnraum vermietet werden darf.

Ein häufiger Denkfehler: Nebenkosten werden unterschätzt oder gar nicht eingeplant. Gerade bei Elektroheizungen oder eigenem Brunnen können die Kosten schwanken – frage nach Durchschnittswerten und fordere Belege. Auch das Thema Internet ist entscheidend: Ländliche Fincas haben oft nur langsames DSL oder mobiles Internet – für Homeoffice unbedingt vorher testen.

Vermeide es, direkt an der Landstraße (“carretera”) zu mieten, auch wenn der Preis verlockend ist – der Verkehrslärm trübt schnell das Idyll. Und: Viele Fincas liegen in der Einflugschneise des Flughafens, besonders im Süden. Auch das solltest du vorab prüfen, am besten zu verschiedenen Tageszeiten.

Zuletzt: Unterschätze nie die mallorquinische Bürokratie. Melde dich rechtzeitig beim Einwohnermeldeamt (“empadronamiento”) an, kümmere dich um Strom- und Wasserverträge (die oft auf den Mieter laufen) und halte Kontakt zur Hausverwaltung oder zum “Gestor”, der bei Papierkram hilft.

Fazit: Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete – der kluge Weg zum echten Insel-Leben

Eine Finca mieten auf Mallorca zur Langzeitmiete ist weitaus mehr als ein Wohnort auf Zeit: Es ist der Schlüssel zu einer Lebensweise, die dich Mallorca mit all seinen Facetten erleben lässt – fernab der Touristenströme, nah am Puls der Insel und an ihren Menschen. Wer sich gut vorbereitet, regionale Unterschiede kennt und auf legale, faire Verträge achtet, wird belohnt mit Ruhe, Freiheit und echter Integration. Es gilt, Geduld und Offenheit mitzubringen, sich auf Neues einzulassen und die Feinheiten des Insellebens zu respektieren.

Mit den richtigen Tipps, etwas lokaler Unterstützung und einem wachen Blick für Details findest du nicht nur ein Haus, sondern ein Zuhause auf Mallorca. Und vielleicht, so wie viele vor dir, willst du dann gar nicht mehr weg. Wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu gehen – beginne deine Suche mit Neugier, Respekt und einem offenen Herzen. Mallorca wartet auf dich – und die beste Zeit auf der Insel beginnt genau jetzt.

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