Bankkonto auf Mallorca eröffnen

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Ein eigenes Bankkonto auf Mallorca zu eröffnen klingt nach einem simplen Schritt – doch wer nicht vor Ort lebt, stößt schnell auf ungeahnte Hürden. Ob für den Immobilienkauf, die Nebenkostenabrechnung, das neue Leben unter der Sonne oder ganz einfach für entspannte Ferien: Ohne ein funktionierendes Konto ist das Inselleben unnötig kompliziert. Ich habe schon zahlreiche Freunde durch den Dschungel der spanischen Bürokratie begleitet – und weiß genau, wo es hakt, wie man clever Zeit und Nerven spart und welche Fallen man besser umgeht. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wirklich brauchst: Von der Auswahl der passenden Bank über typische Gebühren, bis zu Insider-Tipps für die reibungslose Kontoeröffnung auf Mallorca – inklusive praktischer Adressen, Kosten, und der Wahrheit über Online-Banken. Wer hier aufmerksam liest, steht nie mehr ratlos vor einer spanischen Filiale. Versprochen.

Altes Gebäude mit Uhrturm auf Mallorca, fotografiert von Felix, im Zentrum der Insel.
Das alte Gebäude mit Uhrturm auf Mallorca wurde von Felix aufgenommen und zeigt die historische Architektur der Insel.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Bankkonto auf Mallorca ist für Immobilienbesitzer, Residenten und oft auch für längere Aufenthalte unverzichtbar.
  • Ohne spanische Steuernummer (NIE) ist die Kontoeröffnung nahezu unmöglich – diese sollte man vorab beantragen.
  • Die größten Banken auf Mallorca: CaixaBank, Banco Santander, BBVA, Banco Sabadell – aber auch lokale Sparkassen wie Colonya sind eine Alternative.
  • Filialbesuch ist meist Pflicht, reine Online-Eröffnung funktioniert oft nur für Residenten mit spanischer Adresse.
  • Standardgebühren liegen zwischen 60 und 200 Euro jährlich – clever vergleichen lohnt sich, da viele Banken Sonderkonditionen für Residenten bieten.
  • Viele Banken verlangen persönliche Vorsprache und viele Unterlagen – Pass, NIE, Wohnsitznachweis und ggf. Arbeitsvertrag oder Kaufvertrag.
  • Touristenfallen: Deutsche Filialbanken auf Mallorca sind meist teurer und wenig flexibel, lokale Sparkassen bieten oft besseren Service.
  • Online-Banken wie N26 oder Revolut sind praktisch für Alltag und Reisen, erfüllen aber nicht immer alle Anforderungen für Verträge, Behörden und Daueraufträge auf Mallorca.
  • Banken schließen zur Siesta (oft 14 Uhr), Termine frühzeitig online buchen, da Wartezeiten in der Saison lang sind.
  • Die Wahl der Bank entscheidet auch über die Akzeptanz bei Notar, Stromanbietern & Co. – lokale Empfehlungen beachten!

Warum ein Bankkonto auf Mallorca so wichtig ist – und wofür du es wirklich brauchst

Wer denkt, das alte Heimatkonto reicht für das neue Leben auf Mallorca, irrt gewaltig. Viele Transaktionen – von Hauskauf bis Stromrechnung – verlangen zwingend ein spanisches Konto. Die meisten Versorger, Versicherungen und sogar die Steuerbehörden akzeptieren ausschließlich eine IBAN, die auf ES beginnt. Das ist nicht nur eine bürokratische Eigenheit: Ein Bankkonto auf Mallorca ist der Türöffner für alles, was mit Alltag, Eigentum und Behörden zu tun hat. Selbst für eine einfache Handykarte oder das Anmelden eines Internetanschlusses wird häufig ein spanisches Konto verlangt.

Auch wer nur ein Ferienhaus besitzt oder regelmäßig längere Zeit auf der Insel verbringt, kommt kaum daran vorbei. Daueraufträge, Lastschriften für Wasser, Müll oder Community-Gebühren lassen sich nur mit einem lokalen Konto zuverlässig abwickeln. Und: Viele Notare bestehen beim Immobilienkauf auf einen bankbestätigten Scheck einer lokalen Filiale – Überweisungen aus Deutschland sind meist ausgeschlossen. Kurz: Ohne Bankkonto auf Mallorca bleibt vieles kompliziert, teuer und im Zweifel unmöglich.

Diese Banken gibt es auf Mallorca – und worin sie sich unterscheiden

Die Bankenlandschaft auf Mallorca ist vielfältiger, als viele erwarten. Die großen Namen wie CaixaBank, Banco Santander, BBVA und Banco Sabadell sind mit Filialen in allen größeren Orten vertreten. Sie bieten meist umfassende Dienstleistungen, moderne Online-Banking-Apps (wenn auch mit gelegentlichen Übersetzungsabenteuern) und eine gewisse Vertrautheit für Ausländer. Allerdings: Die Gebühren können hoch sein, und der Service schwankt enorm je nach Filiale.

Weniger bekannt, aber oft mit persönlicherem Service, sind die lokalen Sparkassen wie die Caixa Colonya (mit Hauptsitz in Pollença) oder die Caixa Rural. Hier sprechen viele Mitarbeiter Mallorquín – was für Zugezogene eine Erfahrung ist, aber auch eine Tür zu echter Integration. Gerade in kleineren Gemeinden sind diese Banken oft die empfehlenswertere Wahl: Hier kennt man seine Kunden, und kleine Probleme werden unkompliziert gelöst.

Ein Sonderfall sind die Filialen internationaler Banken wie Deutsche Bank oder Banco Mediolanum. Sie richten sich vor allem an Residenten und Zweitwohnsitzler aus Deutschland oder Italien. Die Konditionen sind meist schlechter als bei spanischen Banken, und viele lokale Anbieter akzeptieren diese Konten nicht für Lastschriften oder Vertragsabschlüsse. Mein persönlicher Tipp: Wer wirklich auf Mallorca leben will, wählt eine lokale oder nationale spanische Bank – alles andere ist auf Dauer ein Kompromiss.

Insider-Info: Einige Banken bieten spezielle Kontomodelle für Nicht-Residenten (Cuenta para no residentes), die jedoch teurer sind und regelmäßig einen Nachweis des Wohnsitzes außerhalb Spaniens verlangen. Wer länger auf Mallorca bleibt oder Eigentum besitzt, sollte möglichst bald auf ein Residentenkonto umstellen.

Welche Unterlagen du für die Kontoeröffnung auf Mallorca brauchst – und wie du sie bekommst

Ohne Papier geht auf Mallorca gar nichts. Für die Eröffnung eines Bankkontos auf Mallorca ist die wichtigste Hürde die spanische Ausländeridentifikationsnummer, die sogenannte NIE (Número de Identidad de Extranjero). Sie wird von der Policía Nacional ausgestellt – und ohne sie läuft nichts. Die NIE dient als Steuer- und Identnummer und muss bei jeder finanziellen Transaktion angegeben werden.

Für die Kontoeröffnung brauchst du in der Regel:

  • Gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • NIE-Dokument (Original und Kopie, auch die weiße provisorische Version wird akzeptiert)
  • Nachweis des Wohnsitzes (z.B. aktuelle Strom- oder Wasserrechnung, Miet- oder Kaufvertrag)
  • Ggf. Nachweis der Herkunft der Gelder (bei hohen Einlagen: Gehaltsnachweis, Kontoauszug, Kaufvertrag)
  • Bei Nicht-Residenten: Ein aktueller Wohnsitznachweis aus dem Heimatland (z.B. Meldebescheinigung, nicht älter als 3 Monate, oft mit beglaubigter Übersetzung)

Wichtiger Hinweis: Viele Banken bestehen auf einer aktuellen Empadronamiento (Anmeldung im Einwohnermeldeamt), wenn du dich als Resident anmeldest. Die NIE allein reicht dann nicht mehr. Wer nur ein Ferienhaus besitzt, muss meist alle paar Jahre nachweisen, dass er weiterhin Nicht-Resident ist – ein bürokratischer Spaß, der fest zur Insel dazugehört.

Lokaler Tipp: Die Beantragung der NIE kann in der Hochsaison mehrere Wochen dauern. Wer clever ist, bucht online einen Termin bei der Policía Nacional in Palma (oder in Inca/Manacor, dort geht es oft schneller) – und bringt unbedingt alle Formulare ausgefüllt mit. Die jeweilige Bank kann dir oft eine aktuelle Liste der erforderlichen Unterlagen geben, die sich je nach Filiale und Mitarbeiter überraschend unterscheiden kann.

So läuft die Kontoeröffnung auf Mallorca in der Praxis wirklich ab

Die Theorie klingt einfach, die Praxis verlangt Geduld. Die meisten Banken auf Mallorca bestehen auf eine persönliche Vorsprache. Ein Termin kann (vor allem in den Sommermonaten) mehrere Wochen Wartezeit bedeuten, spontan hineinzuspazieren ist selten von Erfolg gekrönt. Wer kein Spanisch spricht, sollte vorab telefonisch klären, ob ein deutsch- oder englischsprachiger Mitarbeiter vor Ort ist – viele Filialen in Palma, Santa Ponsa oder Port d’Andratx sind auf internationale Kundschaft eingestellt.

Vor Ort werden alle Unterlagen geprüft, der Kontoantrag ausgefüllt und häufig gleich die ersten Fragen zu Daueraufträgen, Online-Banking und Kreditkarten gestellt. Die Mitarbeiter nehmen sich oft Zeit, erklären aber nicht immer alles von selbst. Hier lohnt es sich, genau nachzufragen: Gibt es monatliche Mindestgeldeingänge? Sind Bargeldeinzahlungen gebührenfrei? Wie läuft die Aktivierung des Online-Bankings ab? Gerade letztere kann je nach Bank überraschend kompliziert sein, da viele Banken auf SMS-TANs oder App-Codes setzen, die auf ausländische Handynummern nicht immer funktionieren.

Insider-Tipp: Die meisten Banken auf Mallorca schließen spätestens um 14 Uhr, viele sogar schon um 13:30 Uhr – und freitags ist oft schon um 13 Uhr Schluss. Wer einen Termin vereinbart, sollte pünktlich sein und ausreichend Zeit einplanen. In der Nebensaison (November bis März) sind die Filialen deutlich leerer und Termine kurzfristiger verfügbar.

Nach der Eröffnung dauert es in der Regel ein bis zwei Werktage, bis das Konto aktiv ist. Die EC-Karte (tarjeta de débito) wird meist per Post geschickt, Kreditkarten sind optional und oft mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Die Zugangsdaten fürs Online-Banking gibt es teils sofort, teils erst nach Freischaltung durch einen zweiten Mitarbeiter. Wer regelmäßig größere Summen ein- oder auszahlt, sollte dies vorab ankündigen – sonst kann es zu Nachfragen wegen Geldwäscheprävention kommen.

Gebäude mit Palmen vor der Fassade auf Mallorca, aufgenommen von Felix
Das Bild zeigt ein Gebäude mit Palmen im Vordergrund auf Mallorca, fotografiert von Felix.

Gebühren, Kontomodelle und das liebe Kleingedruckte – worauf du achten musst

Die Gebührenstruktur spanischer Banken ist deutlich komplexer als bei vielen deutschen Instituten. Ein Bankkonto auf Mallorca kostet fast immer Geld – kostenlose Girokonten für Nicht-Residenten gibt es praktisch nicht mehr. Die Standardgebühr für ein einfaches Konto liegt zwischen 60 und 200 Euro pro Jahr, abhängig von Bank, Kontomodell und Zusatzleistungen. Kreditkarten werden meist separat abgerechnet, häufig mit 30–50 Euro jährlich.

Worauf du achten solltest:

  • Monatliche Mindestgeldeingänge: Viele Banken verlangen, dass regelmäßig Einkommen eingeht, sonst werden Zusatzgebühren fällig.
  • Bargeldeinzahlungen und -abhebungen am Schalter sind oft kostenpflichtig, besonders bei Fremdbanken.
  • Online-Banking ist zwar Standard, aber Zusatzservices wie Echtzeitüberweisungen (transferencia inmediata) kosten extra.
  • Wer nur wenige Transaktionen pro Jahr hat (z.B. für Ferienhausbesitzer), sollte gezielt nach Cuenta básica-Modellen fragen – diese sind für den reinen Zahlungsverkehr oft günstiger.

Vorsicht vor vermeintlichen Sonderangeboten: Viele Banken locken mit “gebührenfreien” Konten im ersten Jahr, danach steigen die Kosten drastisch. Auch versteckte Kosten für Überweisungen ins EU-Ausland, Daueraufträge oder den Versand von Kontoauszügen per Post können unangenehm überraschen. Ein ehrlicher Bankberater wird dir die Gebührenstruktur transparent erklären – wer ausweicht, sollte skeptisch sein.

Lokaler Tipp: Einige Banken belohnen Kunden, die ihre Strom-, Wasser- und Telefonrechnungen direkt über das Konto abbuchen lassen, mit Rabatten. Wer mehrere Verträge bündelt, spart teils 20–30 Euro im Jahr – eine Nachfrage lohnt sich.

Online-Banken, Fintechs & Co.: Wann sind sie auf Mallorca wirklich eine Alternative?

Die Versuchung ist groß: Moderne Online-Banken wie N26, Revolut oder Wise machen die Kontoeröffnung zum Kinderspiel – und bieten meist kostenlose Kontoführung, günstige Überweisungen und eine App, die auch mit ausländischer Nummer funktioniert. Klingt perfekt für Mallorca? Nicht ganz. Zwar werden diese Konten auf der Insel akzeptiert, doch bei vielen Behördengängen, Versorgern oder beim Notar reicht eine ausländische IBAN (DE, LT, GB) nicht aus. Ein echtes Bankkonto auf Mallorca mit ES-IBAN ist für offizielle Zwecke oft Pflicht.

Wer nur für den Alltag oder als Urlauber ein flexibles Zweitkonto sucht, fährt mit Fintechs gut. Für den Hauskauf, Aufenthaltsgenehmigungen, Autokauf oder Daueraufträge an spanische Firmen kommt man um ein lokales Konto aber nicht herum. Manche Online-Banken bieten mittlerweile auch spanische IBANs an – doch die Akzeptanz bei traditionellen Dienstleistern ist noch nicht flächendeckend. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt eine klassische Bank auf Mallorca.

Insider-Warnung: Einige Immobilienmakler und Anwälte behaupten, ein deutsches, französisches oder britisches Konto sei ausreichend – das stimmt nur für private Überweisungen, nicht für offizielle Zahlungen oder Verträge. Im Zweifel immer bei der jeweiligen Behörde oder Firma nachfragen, welche IBAN akzeptiert wird.

Praktische Tipps: Zeit, Geld und Nerven bei der Kontoeröffnung sparen

Der vermutlich wichtigste Tipp: Termine online oder telefonisch vereinbaren und alle Unterlagen im Original und als Kopie mitbringen. Wer unvorbereitet in die Filiale geht, muss oft zweimal kommen – und das kann in der Hochsaison mehrere Wochen Verzögerung bedeuten.

Wer noch keine NIE hat, sollte diese vorab beantragen – entweder direkt bei der Policía Nacional auf Mallorca oder schon in Deutschland beim spanischen Konsulat. Die Wartezeiten vor Ort schwanken stark: In Palma sind sie meist am längsten, in Inca oder Manacor geht es oft schneller.

Bareinzahlungen ab 1.000 Euro sind seit 2021 streng limitiert. Wer größere Summen (z.B. für einen Autokauf) einzahlen will, muss die Herkunft des Geldes belegen und dies vorab mit der Bank absprechen. Überweisungen aus Deutschland gehen meist schneller, kosten aber je nach Bank bis zu 12 Euro pro Transfer.

Saisonal wichtig: In den Sommermonaten sind die Filialen stark ausgelastet – am entspanntesten läuft die Kontoeröffnung im Winter oder Frühjahr. Und: Wer nicht selbst vor Ort ist, kann einen Anwalt oder eine Gestoría (spanischer Bürokratie-Dienstleister) mit einer Vollmacht beauftragen – das kostet zwar extra (meist 60–100 Euro), spart aber Zeit und Nerven.

Kultureller Hinweis: Geduld ist bei spanischen Banken eine Tugend. Ein freundliches “Bon dia” (Mallorquín für “Guten Tag”) und ein kurzer Plausch über das Wetter öffnen mehr Türen als jede Eile. Wer die Mitarbeiter respektvoll behandelt, bekommt oft Tipps, die im offiziellen Infoblatt nicht stehen.

Besondere Fälle: Konto für Kinder, Unternehmen oder Gemeinschaften auf Mallorca

Ein Bankkonto auf Mallorca für Minderjährige wird meist von den Eltern (oder Erziehungsberechtigten) eröffnet – mit Vorlage der NIE und Geburtsurkunde. Praktisch: Viele Banken bieten kostenlose Sparkonten für Kinder, die sich ideal für Taschengeld oder kleine Ersparnisse eignen. Wer frühzeitig ein Konto für den Nachwuchs anlegt, erleichtert spätere Behördengänge enorm.

Für Unternehmen, Vermietungen oder Eigentümergemeinschaften gelten andere Regeln. Hier sind zusätzliche Unterlagen wie die Steuernummer (CIF), Gründungsurkunden, Gesellschaftsverträge und Vollmachten nötig. Die Kontoeröffnung dauert länger und ist meist nur mit Termin und ausführlicher Beratung möglich. Mein Tipp: Immer eine Gestoría einschalten – sie kennt die aktuellen Anforderungen und spricht oft direkt mit der Bank.

Gemeinschaftskonten (z.B. für Paare oder WGs) sind möglich, aber nicht bei jeder Bank Standard. Hier sollte man gezielt nachfragen und die Verfügungsberechtigungen schriftlich festlegen lassen. Für Eigentümergemeinschaften (“Comunidad de Propietarios”) ist ein separates Konto sogar gesetzlich vorgeschrieben – meist wird es vom Hausverwalter geführt.

Fallen, Frust und kleine Freuden: Was du auf Mallorca beim Banking wirklich vermeiden solltest

Ein häufig unterschätztes Problem: Sprachbarrieren. Viele Bankangestellte sprechen zwar Englisch, aber Vertragsdetails und Gebühren sind häufig nur auf Spanisch oder Mallorquín verfügbar. Wer sich unsicher ist, sollte einen lokalen Übersetzer oder eine Gestoría zur Unterstützung mitnehmen – das kostet zwar extra, bewahrt aber vor teuren Missverständnissen.

Vorsicht vor “Servicepauschalen” für Kontoauszüge, Kartenversand oder Bargeldabhebungen an Fremdautomaten. Wer viel reist oder zwischen Mallorca und Deutschland pendelt, sollte gezielt nach EC-Karten mit europaweiter Akzeptanz fragen. Und: Viele Banken verlangen für Überweisungen außerhalb der Eurozone hohe Gebühren – hier lohnt sich ein Zweitkonto bei einer günstigen Online-Bank.

Was viele nicht wissen: Die Kündigung eines Bankkontos auf Mallorca ist nicht immer kostenlos. Manche Banken verlangen eine Bearbeitungsgebühr oder eine dreimonatige Kündigungsfrist. Wer das Konto nicht mehr braucht, sollte frühzeitig kündigen – offene Konten verursachen sonst weiterhin Kosten, selbst wenn kein Geld mehr darauf liegt.

Ein Lichtblick: Wer sich auf die lokalen Gepflogenheiten einlässt, wird oft mit überraschend herzlichem Service belohnt. Persönliche Beziehungen zählen viel – ein freundliches Gespräch, ein kleines Dankeschön oder die Einladung zum Patronatsfest der Bankfiliale öffnen Türen, die für reine “Kunden” verschlossen bleiben.

Die besten Banken auf Mallorca – konkrete Empfehlungen mit Insider-Details

Es gibt keine perfekte Bank für alle. Aber drei Anbieter haben sich in den letzten Jahren als besonders zuverlässig und kundenfreundlich erwiesen:

  • CaixaBank – Mit Abstand die größte Bank auf Mallorca, Filialen in fast jedem Ort, modernes Online-Banking (auch englischsprachig), aber hohe Standardgebühren (ab 140 Euro/Jahr). Vorteil: Gute Erreichbarkeit und viele Geldautomaten, oft Sonderkonditionen für Residenten.
  • Banco Sabadell – Sehr beliebt bei Ausländern, englischsprachiger Service in vielen Filialen (z.B. Palma, Santa Ponsa, Port d’Alcúdia), moderate Gebühren (ab 80 Euro/Jahr), unkomplizierte Kontoeröffnung. Nachteil: Online-Banking gelegentlich umständlich, aber solide für den Alltag.
  • Caixa Colonya – Lokale Sparkasse mit viel Herz, besonders in Pollença, Sóller und Umgebung. Persönlicher Service, geringe Gebühren (ab 60 Euro/Jahr), viele Mitarbeiter sprechen Mallorquín und Spanisch, weniger Englisch. Ideal für alle, die echte Inselintegration suchen.

Mein Insider-Tipp: Wer Wert auf schnelle Bearbeitung, persönliche Ansprechpartner und faire Konditionen legt, sollte eine Filiale aufsuchen, die von Einheimischen empfohlen wird. In ländlichen Gemeinden (z.B. Santanyí, Artà, Campos) sind die Banken oft entspannter und kundenfreundlicher als in Palma.

Achtung: Deutsche Bank-Filialen auf Mallorca sind für Daueraufenthalte oder Immobilieneigentum meist nicht geeignet – die Gebühren sind hoch, und viele Behörden akzeptieren die Konten nicht für offizielle Zwecke.

Straße auf Mallorca mit Baumallee und Zaun, fotografiert von Florian Kurrasch
Eine Straße auf Mallorca mit Bäumen und Zaun, aufgenommen von Florian Kurrasch, zeigt die ruhige Seitenstraße der Insel.

Wie geht es nach der Kontoeröffnung weiter? Daueraufträge, Online-Banking & Integration ins Insel-Leben

Nach der erfolgreichen Eröffnung deines Bankkontos auf Mallorca startet der Alltag: Daueraufträge für Strom, Wasser, Internet und Müllgebühren einrichten, die ersten Überweisungen tätigen und das Online-Banking freischalten. Viele Banken bieten Mobile Apps, die in Sachen Benutzerfreundlichkeit sehr unterschiedlich sind – ein Testlauf direkt nach der Kontoeröffnung erspart spätere Panik. Wer ein Haus besitzt, sollte alle Community-Gebühren sowie Versicherungen direkt auf das neue Konto umstellen.

Wichtig: Die meisten spanischen Banken verschicken nur noch digitale Kontoauszüge – wer Papier bevorzugt, zahlt extra. Und: Viele Dienstleister auf Mallorca buchen Rechnungen nur zwischen dem 1. und 10. eines Monats ab – ausreichend Deckung ist in diesem Zeitraum Pflicht, sonst drohen Mahngebühren.

Für die Integration ins Inselleben lohnt es sich, die Filiale regelmäßig zu besuchen. Ein kurzer Plausch, ein “Muchas gracias” oder ein mallorquinisches “Moltes gràcies” schaffen Vertrauen und sorgen dafür, dass kleine Probleme (z.B. verlorene Karte, vergessene PIN) oft mit einem Lächeln gelöst werden. Wer mit offenen Augen und etwas Geduld an die Sache geht, wird schnell merken: Banking auf Mallorca ist mehr als nur Geld – es ist ein Stück echtes Inselleben.

Fazit: Das Bankkonto auf Mallorca als Schlüssel zum entspannten Inselleben

Ein Bankkonto auf Mallorca ist weit mehr als eine Formalität – es ist der Schlüssel zu einem reibungslosen Alltag, egal ob als Resident, Zweitwohnsitzler oder Ferienhausbesitzer. Wer die Bürokratie einmal durchdrungen hat, profitiert von einer Bankverbindung, die alle Türen öffnet: Von Notar und Stromanbieter bis zum kleinen Bäcker im Dorf. Die Kontoeröffnung verlangt Vorbereitung, Geduld und einen Hauch lokaler Gelassenheit – doch mit den richtigen Tipps, etwas Humor und einer Prise Insiderwissen wird aus dem vermeintlichen Hürdenlauf ein gelungener Start ins mallorquinische Leben. Mein Rat: Nimm dir die Zeit, vergleiche Angebote, frag die Einheimischen und geh den Weg Schritt für Schritt. Dann wird das Bankkonto auf Mallorca zur entspannten Brücke zwischen Heimat und Insel – und nicht zum Stolperstein im neuen Alltag. Solltest du jetzt noch offene Fragen haben, findest du in den lokalen Filialen meist offene Ohren – und manchmal sogar einen echten Freund fürs Leben.

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