Pedruscada Mallorca: Der ultimative Guide

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Wer auf Mallorca nach einem Ort sucht, der das seltene Gleichgewicht zwischen Ursprünglichkeit, Meerblick und entspanntem Alltag hält, stößt früher oder später auf Pedruscada Mallorca – ein kleines Viertel, das viele übersehen, aber kaum jemand vergisst. Hier gehe ich regelmäßig zum Schwimmen, trinke manchmal einen Morgenkaffee mit Blick auf die Bucht und kenne die stillen Winkel, an denen Fischerboote im Wasser schaukeln, während das große Trubel nur zwei Straßen weiter tobt. Pedruscada ist kein klassischer Urlaubsort und gerade das macht seinen Zauber aus: Wer echte mallorquinische Momente sucht, kommt hier auf seine Kosten – vorausgesetzt, man weiß, wie man sich vor Ort richtig bewegt. In diesem Guide verrate ich alles, was du über Pedruscada Mallorca wissen musst: Wo du badest wie die Einheimischen, welche Restaurants wirklich lohnen, wie du dich nicht blamierst, welche Fehler (und Abzockerfallen) du unbedingt meiden solltest – und warum dieses Viertel mehr mit dem echten Mallorca zu tun hat als viele berühmte Hotspots. Willkommen zu einer Entdeckungstour abseits der üblichen Pfade – direkt aus dem Herzen von Pedruscada, garantiert authentisch.

Berg und Straße auf Mallorca, aufgenommen von Michael Heuser, zeigt die abwechslungsreiche Landschaft der Insel.
Berg und Straße auf Mallorca, aufgenommen von Michael Heuser, spiegeln die beeindruckende Natur und die ruhige Atmosphäre der Insel wider.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Pedruscada Mallorca liegt an der Ostküste, am nördlichen Rand von Cala Ratjada – ruhig, charmant und fast immer unterschätzt.
  • Die kleine Badebucht “Sa Pedruscada” ist ein Geheimtipp: flach, felsig, glasklares Wasser, selten voll, keine Liegenvermietung – Natur pur.
  • Perfekt für Schwimmen, Schnorcheln und frühe Morgenstunden – aber Badeschuhe sind Pflicht wegen Felsen und Seeigeln.
  • Lokale Institution: Das Restaurant “Sa Pedruscada” – fangfrischer Fisch direkt am Wasser, Reservierung unbedingt empfohlen (Tel. +34 971 563 488).
  • Parken kann tricky sein: Kostenlose Seitenstraßen oder weiter südlich an der großen Allee – in der Hochsaison früh anreisen.
  • Keine touristische Infrastruktur wie Sonnenschirmverleih oder Shops am Strand – alles selbst mitbringen.
  • Authentischer geht’s kaum: Hier trifft man Fischer, mallorquinische Familien und Zugezogene, die den Trubel meiden.
  • Vorsicht vor überteuerten Ferienwohnungen direkt am Wasser – lieber ein, zwei Straßen zurück ausweichen.
  • Der Spazierweg nach Cala Ratjada entlang der Küste ist besonders bei Sonnenaufgang magisch – aber kaum ausgeschildert.
  • Beste Reisezeit: Mai, Juni und September – warm, aber nicht überlaufen, das Meer besonders klar.
  • Unbedingt beachten: Diskrete Atmosphäre, keine laute Musik oder Picknickpartys – Respekt vor der Nachbarschaft wird hier großgeschrieben.

Was macht Pedruscada Mallorca so besonders? Insider-Blick auf ein unterschätztes Viertel

Pedruscada Mallorca ist kein eigenständiges Dorf, sondern ein ruhiges Wohn- und Fischerquartier am nördlichen Rand von Cala Ratjada, direkt an der felsigen Küste. Wer hierher kommt, sucht nicht nach Hotelpools oder Animation, sondern nach echtem mallorquinischem Lebensgefühl: kleine Steinhäuser mit bunten Fensterläden, Fischerboote, die auf dem Wasser dümpeln, und Nachbarn, die sich mit “Bon dia” grüßen. Die Atmosphäre ist fast dörflich, obwohl Cala Ratjada mit seinem Trubel in Fußweite liegt.

Der Name “Pedruscada” leitet sich von “pedres” (mallorquín für Steine) ab – ein Hinweis auf die felsige Küste, die dem Viertel ihren Charme und ihre Natürlichkeit verleiht. Touristische Infrastruktur sucht man hier vergeblich, dafür erlebt man einen Alltag, wie er auf Mallorca selten geworden ist. Wer einen Ort sucht, um wirklich anzukommen, findet in Pedruscada Mallorca ein kleines Refugium, das auch in der Hochsaison authentisch bleibt.

Viele Urlauber fahren an Pedruscada achtlos vorbei – und das ist vielleicht das größte Geschenk dieses Ortes. Die wenigen, die sich Zeit nehmen, entdecken eine Küstenlinie, wie sie früher überall auf Mallorca war: rau, echt und voller kleiner Geheimnisse, die sich nur dem aufmerksamen Besucher offenbaren.

Die Badebucht Sa Pedruscada: Wo die Einheimischen ins Wasser gehen

Das Herzstück von Pedruscada Mallorca ist ohne Zweifel die gleichnamige Badebucht – von den Einheimischen einfach “Sa Pedruscada” genannt. Sie ist winzig, unscheinbar und wird deshalb von den großen Strömen verschont. Kein Sandstrand, sondern flache Felsen, die langsam ins türkisblaue Meer abfallen. Über ein paar steinerne Treppen gelangt man direkt ins Wasser – im Sommer ein Paradies für Schwimmer und Schnorchler, abseits der lauten Strände.

Hier tummeln sich morgens Fischer, die ihre Boote vorbereiten, und Nachbarn, die rasch ein paar Bahnen schwimmen, bevor der Tag beginnt. Es gibt keine Strandbar, keine Liegen, kein Gedränge. Wer kommt, bringt sein Handtuch, seinen Sonnenschutz und vielleicht einen kleinen Picknickkorb mit – und genießt eine Stille, die auf Mallorca selten geworden ist.

Ein echter Insider-Tipp: Die Wasserqualität ist hier meist überdurchschnittlich, weil die Bucht offen zum Meer liegt und es keine Hotelabwässer gibt. Wer schnorchelt, entdeckt kleine Fische, Seeigel und manchmal sogar Oktopusse. Allerdings sind Badeschuhe zu empfehlen, da die Felsen teilweise scharf und rutschig sind – und Seeigel sind keine Seltenheit.

Für Familien mit kleinen Kindern ist die Bucht nur bedingt geeignet, da es keinen Sand zum Buddeln gibt. Dafür finden Paare, Alleinreisende oder Naturfans hier ein seltenes Stück ungestörten Mallorcas. Wer den Sonnenaufgang liebt, sollte unbedingt früh kommen – dann färbt das Licht die Felsen golden und die Szenerie wirkt fast surreal.

Restaurant Sa Pedruscada: Wo Fisch wirklich noch fangfrisch ist

Direkt am Wasser, keine fünf Meter von der Bucht entfernt, liegt eine der kulinarischen Institutionen auf Mallorca: Das Restaurant “Sa Pedruscada” (Adresse: Carrer de Sa Pedruscada, 1, Tel. +34 971 563 488). Hier sitzt du auf einer schlichten, überdachten Terrasse, so nah am Meer, dass oft noch die Fischer ihre Boote unter deinen Augen anlanden. Seit Jahrzehnten wird das Lokal von einer mallorquinischen Familie geführt, die konsequent auf Regionalität und Qualität setzt.

Die Spezialität sind fangfrische Fische und Meeresfrüchte – oft morgens am Hafen gekauft oder direkt von den kleinen Fischerbooten übernommen. Wer Glück hat, bekommt noch einen “Cap Roig” (Roter Drachenkopf) oder eine “Llampuga” (Goldmakrele), je nach Saison. Die Preise sind fair für das Gebotene, aber kein Schnäppchen: Für einen Hauptgang rechnet man je nach Marktlage mit 25–40 Euro, der Hauswein ist solide und bodenständig.

Reservierungen sind in der Saison fast Pflicht – spontane Plätze sind selten, vor allem abends. Mein Tipp: Wer mittags kommt, hat mehr Ruhe und häufig die beste Auswahl – und das Licht auf der Terrasse ist einfach grandios. Besonders empfehlenswert sind die Pa amb Oli mit Fisch, die “Caldereta” (Fischeintopf, unbedingt vorbestellen) und die einfachen, aber genialen gegrillten Sepia.

Achtung: Im Sommer sind viele Touristen unterwegs, aber das Lokal bleibt sich selbst treu. Wer laute Gruppen und “Paella-Party” erwartet, ist hier falsch – die Atmosphäre ist entspannt, aber respektvoll. Trinkgeld wird geschätzt, aber nicht erwartet. Und: Die Kellner sprechen meist Spanisch und Mallorquín, Englisch funktioniert zur Not, aber ein paar Worte auf Spanisch (“Una mesa para dos, por favor”) öffnen viele Türen.

Motorradfahrer in rotem und weißem Anzug fährt auf Mallorca auf der Straße bei Tageslicht
Motorradfahrer in rotem und weißem Anzug unterwegs auf Mallorca, aufgenommen von Eugene Zhyvchik

Wohnen in Pedruscada Mallorca: Traumlage mit Tücken und ehrliche Tipps

Wer länger bleiben möchte, findet in Pedruscada Mallorca einige der exklusivsten Ferienhäuser und Apartments der Region – viele mit direktem Meerblick, manche mit eigenem Zugang zum Wasser. Die Architektur ist traditionell: weiß gekalkte Fassaden, grüne Fensterläden, Terrassen mit Bougainvillea. Aber: Die schönsten Häuser wechseln selten den Besitzer, und die Preise für Ferienwohnungen sind in der ersten Reihe oft gesalzen.

Ein echter Insider-Tipp: Wer zwei, drei Straßen ins Landesinnere ausweicht, zahlt oft ein Drittel weniger, hat dafür aber mehr Ruhe und den gleichen Charme. Überteuerte Angebote direkt am Wasser sind häufig auf internationale Kundschaft zugeschnitten, oft fehlt lokale Betreuung. Wer Wert auf Service legt, sollte bei der Buchung auf mallorquinische Anbieter (“agència immobiliària”) setzen – sie kennen die Eigentümer, sprechen die Sprache und helfen bei Problemen meist schneller als große Online-Plattformen.

Wichtig zu wissen: Pedruscada ist ein Wohnviertel, keine Touristenhochburg. Laute Feiern, nächtliches Grillen oder Musik sind hier ein No-Go – die Nachbarn sind freundlich, aber erwarten Rücksicht. Wer sich unauffällig verhält, wird oft schnell integriert und bekommt von älteren Anwohnern sogar mal Gemüse aus dem eigenen Garten geschenkt. Ein kleiner Gruß am Morgen (“Bon dia!”) wirkt Wunder.

Parkplätze sind rar, besonders zur Hochsaison. Es gibt keine öffentlichen Parkhäuser, nur Seitenstraßen. Wer spät kommt, parkt oft weit entfernt und läuft ein Stück. Mein Tipp: Miete ein Rad oder komme zu Fuß von Cala Ratjada, das spart Nerven und ist entspannter.

Praktische Tipps für Alltag, Anreise und Parken – Was du wirklich wissen musst

Pedruscada Mallorca ist zwar kein abgeschottetes Dorf, aber eine Ecke, in der sich Ortskenntnis schnell auszahlt. Die Anfahrt erfolgt am bequemsten über Cala Ratjada – wer von Artà oder Capdepera kommt, fährt einfach die Küstenstraße bis zum nördlichen Rand von Cala Ratjada und folgt den Schildern nach “Sa Pedruscada”. Die letzten Meter sind schmal, manchmal von parkenden Autos blockiert – also am besten langsam und geduldig fahren.

Parken: Die wenigen Parkplätze direkt am Meer sind schnell belegt, vor allem an Wochenenden. Wer kann, sollte auf den größeren Parkplätzen an der Avenida Joan Servera Camps parken und die letzten 5–10 Minuten zu Fuß gehen. Das spart Stress und schont die Nerven. Wer ein Hotel in Cala Ratjada gebucht hat, erreicht Pedruscada bequem zu Fuß oder mit dem Rad – ein schöner Spaziergang entlang der Promenade.

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Buslinie L411 verbindet Cala Ratjada mit Capdepera und Artà – von der Haltestelle “Cala Ratjada Son Moll” sind es etwa 15 Minuten zu Fuß. Taxis sind verfügbar, aber in der Hochsaison zu Stoßzeiten knapp.

Alltag: Es gibt keinen Supermarkt, Bankautomaten oder Souvenirshops direkt in Pedruscada. Alles Notwendige findet man im Zentrum von Cala Ratjada, etwa 10–15 Minuten zu Fuß entfernt. Ein kleiner Bäcker (“Forn”) liegt auf halbem Weg Richtung Zentrum und bietet frühes Frühstück – aber nur bis mittags offen.

Geld spart, wer Getränke und Snacks vorher einkauft. Die Restaurants in Pedruscada sind nicht billig, aber preiswert für das Gebotene. Wer abends essen will, sollte spätestens gegen 20 Uhr erscheinen – ab 21 Uhr wird es schwierig mit spontanen Plätzen.

Der Spazierweg nach Cala Ratjada: Ein Geheimtipp für Genießer

Zwischen Pedruscada Mallorca und dem Zentrum von Cala Ratjada verläuft einer der schönsten, aber wenig bekannten Spazierwege der Region. Direkt an der Küste entlang, vorbei an alten Bootshäusern (“escars”), schroffen Felsen und duftenden Pinien, gelangt man in etwa 25 Minuten zu Fuß ins Herz von Cala Ratjada. Besonders in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang ist dieser Weg ein echtes Highlight – das Licht, das Meer und die Ruhe sind einzigartig.

Viele Einheimische nutzen den Weg für ihre morgendliche Joggingrunde oder einen Abendausflug. Unterwegs gibt es immer wieder kleine Zugänge zum Wasser, perfekt für spontane Badepausen oder ein Picknick mit Aussicht. Wer aufmerksam ist, entdeckt unterwegs versteckte Felsgravuren, die an die lange Geschichte des Viertels erinnern, und manchmal sogar einen lokalen Künstler, der Landschaften direkt am Meer malt.

Ein Tipp, den kaum ein Reiseführer verrät: Halte Ausschau nach den “escars” – den alten, überdachten Bootsgaragen. Sie sind typisch für diesen Küstenabschnitt und heute oft liebevoll restauriert. In manchen Sommernächten sitzen hier die Nachbarn, spielen Karten (“jugar a cartes”) und genießen die kühle Brise – ein echtes Stück mallorquinischer Lebensart.

Vorsicht: Der Weg ist nicht überall befestigt und nach Regen kann es rutschig werden. Gutes Schuhwerk lohnt sich, besonders, wenn man weiter Richtung Cala Gat laufen möchte. Wer den Sonnenaufgang liebt, wird mit einer unvergesslichen Kulisse belohnt.

Was die meisten über Pedruscada Mallorca nicht wissen: Zwei echte Geheimnisse

Was viele nicht ahnen: Pedruscada Mallorca war früher ein reines Fischerquartier – und noch heute gibt es einige alte Familien, die seit Generationen von der Küste leben. Im Spätsommer, etwa Anfang September, findet manchmal ein kleines, inoffizielles Nachbarschaftsfest (“revetla”) statt. Dann werden Tische und Stühle auf die Promenade gestellt, es gibt Musik, selbstgemachte Empanadas und “Pa amb Oli”, und Besucher sind willkommen – solange sie sich respektvoll verhalten. Das Fest wird nicht öffentlich beworben und ist ein echter Glücksfall für alle, die zufällig vor Ort sind.

Ein zweites Detail, das nur wenige kennen: Im Winter – besonders nach Stürmen – spülen die Wellen manchmal alte, von den Fischerbooten verlorene Anker, Haken und Muscheln an die Felsen. Wer früh unterwegs ist, kann mit etwas Glück kleine maritime Schätze finden. Aber bitte: Keine Korallen oder geschützte Arten sammeln, das ist auf Mallorca streng verboten und wird kontrolliert (“Guardia Civil” schaut hier gelegentlich vorbei).

Und noch ein praktischer Tipp: Die Bucht ist ein hervorragender Spot für Sternschnuppen. In klaren Nächten im August (Perseiden) ist der Himmel hier besonders dunkel – bring eine Decke mit, lege dich auf die Felsen und genieße das kosmische Schauspiel. Es sind kleine Momente wie diese, die Pedruscada Mallorca so einzigartig machen.

Was du vermeiden solltest: Fehler, Fallen und No-Gos in Pedruscada Mallorca

Auch in Pedruscada Mallorca gibt es einige typische Fehler, die viele Besucher machen – und die leicht zu vermeiden sind. Erstens: Parke niemals direkt vor Einfahrten oder auf schmalen Straßen, auch wenn es “nur kurz” ist. Die Nachbarn rufen ohne Vorwarnung die Polizei, und Falschparken wird auf Mallorca gnadenlos mit bis zu 200 Euro geahndet.

Zweitens: Laute Musik, Grillpartys oder größere Gruppen sind in diesem Viertel unerwünscht. Pedruscada lebt von seiner Diskretion und dem Respekt unter Nachbarn. Wer auffällt, bekommt schnell Ärger – und im schlimmsten Fall Ärger mit der Gemeinde Capdepera.

Drittens: Überteuerte Ferienwohnungen direkt am Wasser sind oft ihr Geld nicht wert. Viele Objekte werden zu Höchstpreisen angeboten, weil die Aussicht spektakulär ist – aber Ausstattung und Service hinken oft hinterher. Unbedingt vorher Bewertungen lesen und lieber einen lokalen Makler fragen als auf große Portale vertrauen.

Viertens: Wer die Bucht nutzt, sollte keinen Müll hinterlassen, keine Muscheln oder Tiere mitnehmen und sich an die Badezeiten halten. In den Sommermonaten patrouilliert die Polizei (“Policia Local”) regelmäßig, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.

Und schließlich: Auch wenn die Versuchung groß ist – das Betreten privater Bootsanleger oder “escars” ist tabu. Viele werden liebevoll gepflegt und sind Privatbesitz. Ein freundlicher Gruß reicht, aber Respekt vor dem Eigentum der Anwohner ist Pflicht.

Beste Reisezeit, Wetter und saisonale Besonderheiten – Wann lohnt sich Pedruscada Mallorca besonders?

Pedruscada Mallorca hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz, aber die Monate Mai, Juni und September sind für viele Kenner die beste Wahl. Dann ist das Wetter stabil, das Meer angenehm warm und die großen Touristenströme von Cala Ratjada noch (oder schon wieder) fern. Im Hochsommer kann es heiß und voller werden, aber selbst dann bleibt die Bucht vergleichsweise ruhig.

Im Winter verwandelt sich der Küstenabschnitt: Starke Wellen, spektakuläre Stürme und eine fast melancholische Ruhe bestimmen das Bild. Wer Ruhe sucht, findet sie hier – aber baden ist dann meist nur für Hartgesottene möglich. Die meisten Restaurants reduzieren ihre Öffnungszeiten zwischen November und Februar, das “Sa Pedruscada” macht oft Betriebsferien.

Ein echtes Highlight ist der Frühling: Die Mandelblüte färbt das Hinterland rosa, die Luft ist klar und frisch, und auf den Märkten (“mercat”) in Capdepera und Artà gibt es die ersten lokalen Produkte der Saison. Ein Spaziergang entlang der Küste ist dann besonders schön, weil die Natur explodiert und die Sonne noch nicht zu heiß ist.

Wer flexibel ist, sollte sich nach lokalen Festen erkundigen (“festes locals”): Im Juli feiern viele Orte auf Mallorca ihre Schutzheiligen, und auch in Capdepera gibt es beeindruckende Umzüge – ein authentisches Erlebnis, das weit weg vom Massentourismus stattfindet.

Person fotografiert den Seitenspiegel eines Autos auf Mallorca, aufgenommen von Eugene Zhyvchik.
Auf Mallorca fotografiert Eugene Zhyvchik einen Autospiegel, der die Reflexion der Umgebung zeigt.

Kultur, Nachbarschaft und Etikette: Wie du dich auf Mallorca in Pedruscada richtig verhältst

Pedruscada Mallorca ist kein Ort für lautes Auftreten oder auffällige Selbstdarstellung. Die Nachbarschaft ist gemischt: Alte mallorquinische Familien leben hier genauso wie Zugezogene aus ganz Europa. Wer sich respektvoll verhält, wird freundlich aufgenommen. Ein paar einfache Regeln helfen, Fettnäpfchen zu vermeiden:

Begrüße Nachbarn mit “Bon dia” oder “Bona tarda” (mallorquín für Guten Tag/Guten Abend). Wer Spanisch kann, punktet, aber die lokale Sprache wird besonders geschätzt. Bedanke dich mit “Gràcies” statt nur “Gracias” – das zeigt Respekt für die Inselkultur.

Laute Gespräche, Musik am Strand oder auffälliges Verhalten sind hier unerwünscht. Wer grillen möchte, fragt besser vorher den Vermieter oder Nachbarn – offene Feuer sind in der Nähe der Pinien übrigens verboten, besonders im Sommer (Brandgefahr!).

Wer eingeladen wird, bringt eine Kleinigkeit mit: Eine Flasche lokalen Wein (“vi de la terra”) oder Gebäck aus dem Bäcker sind immer willkommen. Und: In Pedruscada achtet man darauf, die Umgebung sauber zu halten – Müll wird getrennt, Glassammelstellen (“vidre”) gibt es am Ortsrand.

Alternativen & Ausflüge rund um Pedruscada Mallorca – Was lohnt sich wirklich?

Wer länger bleibt, findet rund um Pedruscada Mallorca zahlreiche lohnende Ziele. Die Cala Agulla, einer der bekanntesten Strände auf Mallorca, ist in etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar – aber im Sommer oft sehr voll. Wer es ruhiger mag, sucht kleinere Buchten wie Cala Lliteres oder Cala Gat, beide zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Die Wasserqualität ist hier hervorragend, das Publikum meist gemischt, die Atmosphäre entspannt.

Ein Muss für Kulturinteressierte: Der Wochenmarkt in Capdepera (mittwochs), wo es lokale Produkte, Handwerk und echtes mallorquinisches Leben gibt. Oder ein Ausflug zur Burg von Capdepera, die einen spektakulären Panoramablick bietet.

Wer gerne wandert, findet rund um Pedruscada abwechslungsreiche Routen: Von leichten Küstenspaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Pfaden durchs Hinterland Richtung Artà. Im Frühling und Herbst ist das Klima ideal dafür, und man trifft viele Einheimische auf den Wegen.

Für Gourmets empfiehlt sich ein Besuch im “Andreu Genestra” (bei Capdepera, Michelin-Stern, Reservierung erforderlich) – moderne mallorquinische Küche auf höchstem Niveau. Wer es bodenständig mag, probiert die Tapas-Bar “Sa Cova” in Cala Ratjada, bekannt für ihre hausgemachten “croquetes” und ehrlichen Service.

Noch ein Tipp: Die Umgebung ist ideal für Radtouren – von entspannten Strecken entlang der Küste bis zu sportlichen Ausflügen ins hügelige Hinterland. Radverleih gibt es in Cala Ratjada, viele Anbieter liefern das Rad direkt nach Pedruscada.

Fazit: Pedruscada Mallorca – Authentizität, Meerblick und ein Stück echtes Inselgefühl

Pedruscada Mallorca ist kein Ort für jeden – und gerade das macht seinen Reiz aus. Wer Authentizität, Ruhe und echte Nachbarschaft sucht, findet hier ein Stück Mallorca, das viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Die kleine Badebucht, das bodenständige Restaurant, die entspannten Spazierwege und die stille, aber herzliche Atmosphäre machen Pedruscada zu einem Geheimtipp für alle, die mehr wollen als nur Sonne und Strand.

Mit den richtigen Tipps – von Badeschuhen bis zur Restaurantreservierung, vom respektvollen Umgang mit Nachbarn bis zur Wahl des idealen Reisezeitpunkts – wird der Aufenthalt hier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Pedruscada Mallorca steht für das, was die Insel jenseits aller Klischees ausmacht: Lebensfreude, Natur und ein Gefühl von Zuhause. Wer einmal da war, kommt meist wieder.

Vielleicht treffen wir uns ja eines Morgens an der Bucht – beim ersten Sprung ins Wasser oder auf einen Kaffee mit Blick aufs Meer. Bis dahin: Genieße die Entdeckungstour und bleib neugierig auf das echte Mallorca!

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