Salziger Wind im Gesicht, türkisfarbenes Wasser unter dem Brett und die Serra de Tramuntana als Kulisse: Wer einmal das echte Windsurfen auf Mallorca erlebt hat, weiß, warum die Insel in der Szene längst kein Geheimtipp mehr ist. Die Mischung aus konstanten Winden, abwechslungsreichen Buchten und überraschend authentischer Surferkultur macht das Windsurfen auf Mallorca zu einem Erlebnis, das weit über touristische Klischees hinausgeht. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Gleitmoment an der Bucht von Pollensa – ein Gefühl von Freiheit, das süchtig macht. In diesem Guide findest du nicht nur die besten Windsurf-Spots auf Mallorca, sondern auch echte Insider-Tipps, wie du das Maximum aus deinem Tag auf dem Wasser holst, was du unbedingt vermeiden solltest und wann du die besten Bedingungen erwischst. Versprochen: Nach diesem Artikel weißt du, wo und wie du auf Mallorca wirklich windsurfen solltest – und wo du dein Geld und deine Zeit lieber sparst.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Windsurfen auf Mallorca ist an über einem Dutzend Spots möglich, aber nur wenige bieten konstant gute Bedingungen und authentische Atmosphäre.
- Die Top-Spots sind die Bucht von Pollensa, Playa de Muro und die Bucht von Alcúdia – alle mit unterschiedlichen Wind- und Wasserbedingungen.
- Beste Windsurf-Zeit auf Mallorca: Mai bis Oktober, mit zuverlässigem Thermalwind zwischen 12–18 Knoten an guten Tagen.
- Leihmaterial kostet ab 35–50 € pro Stunde, Tagesmieten ab 80–120 € – Frühbucher erhalten oft Rabatte, spontane Mieter zahlen meist drauf.
- Die meisten Schulen sind auf Anfänger und Fortgeschrittene eingestellt, Kurse starten ab 60 € pro 2-Stunden-Einheit.
- Viele vermeintliche “Geheimtipps” sind entweder überlaufen oder windschwach – lieber auf bewährte Spots setzen.
- Lokale Etikette: Immer Rücksicht auf andere Wassersportler nehmen, besonders in gemischten Surf-/Kite-Zonen (oft ausgeschildert: “Zona de Windsurf”).
- Zwischen 12 und 16 Uhr entstehen die stabilsten Winde – morgens und abends ist oft Flaute oder ablandiger Wind.
- Wer auf authentische Surfer-Vibes Wert legt, sollte den Hochsommer meiden und im Mai, Juni oder September kommen.
- Vorsicht: In Palma und an der Playa de Palma lohnt sich Windsurfen kaum – zu böig, zu voll, oft verboten.
Warum Windsurfen auf Mallorca so besonders ist
Windsurfen auf Mallorca lebt von der einzigartigen Verbindung aus mediterranem Lebensgefühl, spektakulärer Natur und zuverlässigen Windbedingungen. Anders als auf vielen Festland-Spots ist der Wind hier selten zu stark, sondern meist angenehm konstant – ideal für Einsteiger, aber auch spannend für Fortgeschrittene, die an ihrer Technik feilen möchten. Die Infrastruktur ist bestens: Von urigen Windsurf-Schulen mit echten Locals über moderne Materialverleihe bis hin zu kleinen Chiringuitos am Strand ist alles vorhanden, was das Surferherz höher schlagen lässt.
Was viele nicht wissen: Mallorca war schon in den 80er Jahren eine der wichtigsten Windsurf-Inseln im Mittelmeer. Noch heute trifft man an den Hotspots auf eine bunte Mischung aus spanischen, deutschen und mallorquinischen Surfern – ein echtes Miteinander, fernab von Jetset und Partymeilen. Wer nach dem Surfen in der Bar “Embat” in Pollensa ein “pa amb oli” bestellt, spürt schnell, dass Windsurfen hier mehr ist als nur Sport: Es ist Teil der lokalen Kultur.
Ein weiteres Plus: Die Insel ist groß genug, um je nach Windrichtung flexibel zu wechseln. Während im Norden meist der “Embat” (der typische Seewind, der zwischen Mittag und Nachmittag aufkommt) bläst, kann man im Südwesten an windigen Tagen auf den “Mistral” hoffen. Das macht Mallorca zu einem der vielseitigsten Reviere im westlichen Mittelmeer.
Die Top 3 Windsurf-Spots auf Mallorca – und was sie auszeichnet
Es gibt viele Orte zum Windsurfen auf Mallorca, aber nur wenige bieten wirklich konsistente Bedingungen und ein authentisches Erlebnis. Hier die drei besten Spots aus lokaler Sicht – mit allen Details, die du kennen solltest.
1. Bucht von Pollensa (Bahía de Pollença)
Im Norden der Insel liegt die weitläufige Bucht von Pollensa, die als “Mekka” für Windsurfer auf Mallorca gilt. Der Thermalwind setzt hier meist ab 12 Uhr ein und bleibt bis 17 Uhr stabil – oft 12 bis 18 Knoten, bei Nordwind auch mal mehr. Das Wasser ist flach und relativ sicher, da es kaum Strömung gibt. Anfänger wie Profis kommen auf ihre Kosten. Die beste Zone: Der Abschnitt zwischen dem Club Pollensa und dem kleinen Hafen. Hier findest du auch die renommierteste Surf-Schule der Insel (“Pollensa Watersports”, Adresse: Passeig Saralegui 134, 07470 Port de Pollença). Achtung: In der Hochsaison wird es ab 13 Uhr voll; Frühaufsteher haben mehr Platz.
2. Playa de Muro
Nur wenige Kilometer östlich von Pollensa liegt die Playa de Muro – ein kilometerlanger Sandstrand mit kristallklarem Wasser. Perfekt für alle, die Wert auf Platz und Komfort legen. Die Windbedingungen ähneln denen in Pollensa, aber der Einstieg ist leichter, das Wasser noch flacher und die Welle minimal. Hier findet sich die “Wind&Friends”-Station (Carretera Artà-Alcúdia, km 27,5), die für ihre persönliche Betreuung bekannt ist. Geheimtipp: Wer abseits des Hauptstrands (Abschnitt “Sector II”) startet, surft fast allein. Besonderheit: In der Nebensaison (Mai/Juni und September) ist das Licht am frühen Abend magisch – ideal für Fotosessions und entspannte Sundowner.
3. Bucht von Alcúdia
Die große Schwester der Pollensa-Bucht bietet ähnliche Bedingungen, aber etwas mehr Platz und weniger Wellengang. Die “Alcúdia Watersports”-Station (Avinguda de la Platja, 07400 Alcúdia) ist besonders für Familien und Anfänger geeignet, da der Uferbereich lange stehtief bleibt. Tipp: Wer mit Kindern reist, findet hier den entspanntesten Einstieg ins Windsurfen auf Mallorca. Was viele nicht wissen: Am Nordende der Bucht gibt es oft stärkere Winde, während der Süden windärmer ist – einfach per Auto oder Fahrrad flexibel wechseln.
Wind, Wasser, Wetter: Wann sind die Bedingungen fürs Windsurfen auf Mallorca ideal?
Das Wetter auf Mallorca ist Windsurfer-Glück und Geduldsprobe zugleich. Die beste Zeit fürs Windsurfen auf Mallorca liegt zwischen Mai und Oktober, wobei der Juni und der September die stabilsten Verhältnisse bieten. Im Hochsommer (Juli/August) ist der Wind zwar zuverlässig, aber auch die Strände sind voller. Wer es ruhiger mag, sollte den Mai oder den frühen Herbst wählen – dann sind nicht nur die Temperaturen angenehm, sondern auch die Windsurfschulen entspannter.
Typisch für Mallorca ist der thermische Seewind “Embat”, der fast täglich ab Mittag einsetzt. Morgens ist es meist windstill, gegen 12 Uhr beginnt der Wind aufzubauen und erreicht zwischen 13 und 16 Uhr sein Maximum. Mit 12–18 Knoten ist der Embat perfekt für Freerider und Freestyler, aber auch für ambitionierte Anfänger. An wenigen Tagen im Jahr bringt der “Mistral” aus Nordwesten stärkeren Wind mit Böen über 20 Knoten – dann wird’s sportlich und fortgeschrittene Surfer kommen auf ihre Kosten.
Wichtig: Im Winterhalbjahr (November bis März) gibt es zwar gelegentlich starke Winde, aber viele Stationen haben geschlossen, das Wasser ist deutlich kühler (14–16°C) und die Wellen sind anspruchsvoller. Wer dann raus will, braucht Neopren, Erfahrung und sollte sich vorab über lokale Regelungen informieren – nicht überall ist das Surfen ganzjährig erlaubt.

Material, Kurse & Preise: So findest du die richtige Windsurf-Schule auf Mallorca
Auf Mallorca gibt es mehr als ein Dutzend Windsurfschulen, aber nur wenige bieten echtes Know-how und faire Preise. Die besten Schulen sind direkt an den genannten Top-Spots zu finden – mit erfahrenen, meist mehrsprachigen Lehrern, aktuellem Material und transparenten Preisen. Die Preise für eine 2-Stunden-Gruppenstunde liegen zwischen 60 und 75 €, Einzelunterricht kostet ab 90 € pro Stunde. Materialmiete bewegt sich ab 35 € pro Stunde, Tagesmieten liegen je nach Boardklasse und Segelgröße bei 80–120 €. Wer mehrere Tage bucht oder in der Nebensaison kommt, erhält oft 10–20 % Rabatt.
Was viele nicht wissen: Einige Schulen wie “Pollensa Watersports” oder “Wind&Friends” bieten Frühbucher-Deals, mit denen man bis zu 30 % sparen kann – aber nur bei Online-Reservierung und vollständiger Vorauszahlung. Spontane Mieter zahlen oft den vollen Preis. Wer eigenes Material mitbringt, sollte sich vorab erkundigen, ob es sichere Abstellmöglichkeiten gibt – Diebstahl ist selten, aber möglich.
Ein ehrlicher Tipp: Meide Schulen, die mit “sensationellen” Anfängerangeboten unter 30 € werben. Hier wird oft an der Sicherheit oder am Material gespart. Seriöse Anbieter erkennt man an kleinen Gruppen (max. 6 Personen), gut gepflegtem Material und klaren Sicherheitsbriefings. Und: Auf Mallorca ist ein freundlicher Umgangston Standard – ein “Bon dia!” (Guten Tag auf Mallorquín) öffnet dir jederzeit Türen.
Insider-Tipps: Was die meisten beim Windsurfen auf Mallorca falsch machen
Viele glauben, Windsurfen auf Mallorca sei überall problemlos möglich. Die Realität sieht anders aus: An zahlreichen Stränden ist das Surfen nur in ausgewiesenen Zonen (“Zona de Windsurf”) erlaubt – außerhalb drohen Bußgelder bis zu 200 €. Diese Zonen sind meist mit gelben Bojen markiert und werden in der Hochsaison streng kontrolliert. Wer es ignoriert, riskiert Ärger – und das lässt sich leicht vermeiden, indem man sich vor Ort kurz informiert oder den Stationsleiter fragt.
Ein weiterer häufiger Fehler: Zu spät am Spot erscheinen. Gerade an windigen Tagen sind die besten Bretter und Segel schnell vergeben. Wer morgens zwischen 10 und 11 Uhr da ist, kann sich Material und Parkplatz sichern, einen Café con leche am Strand genießen und wartet entspannt auf den Embat.
Was nur die Locals wissen: An manchen Tagen (besonders nach Gewittern oder bei starker Tramuntana) kann Seegras in den Buchten treiben – das bremst nicht nur, sondern kann auch das Finnenblatt blockieren. Gute Schulen informieren tagesaktuell, wo die Bedingungen am besten sind. Wer flexibel ist, kann innerhalb von 30 Minuten zwischen Nord und Süd wechseln und so immer das Optimum herausholen.
Noch ein Tipp: Im Hochsommer sind die Strände voll, aber ab Mitte September leert sich Mallorca schlagartig. Dann ist das Wasser noch warm, der Wind bleibt konstant – und du teilst dir die Bucht oft nur mit ein paar Locals und ein paar Fischerbooten.
Was du beim Windsurfen auf Mallorca unbedingt vermeiden solltest
Auch wenn das Angebot verlockend klingt: Windsurfen im Süden der Insel (Palma, Playa de Palma, Arenal) lohnt sich selten. Die Winde sind hier meist böig, das Wasser voller Boote und Party-Touristen, und in der Hauptsaison sind Surfzonen oft gesperrt. Viele Verleiher setzen auf Masse statt Klasse – Material ist oft alt, und die Atmosphäre alles andere als entspannt. Mein ehrlicher Rat: Spare dir Zeit, Geld und Nerven und konzentriere dich auf die Nord- und Nordostküste.
Ein weiterer Fehler: Ohne Sonnenschutz raus aufs Wasser. Die mallorquinische Sonne ist, besonders auf dem Wasser, gnadenlos. Ein Lycra-Shirt, wasserfeste Sonnencreme (mindestens LSF 30) und ein Hut sind Pflicht. Auch ans Trinken denken – viele unterschätzen, wie schnell man beim Windsurfen auf Mallorca dehydriert.
Kulturelle Fettnäpfchen gibt es wenige, aber eines ist wichtig: Immer freundlich grüßen, besonders die Locals (“Bon dia”, “Bona tarda”). Wer sich arrogant oder rücksichtslos verhält, wird schnell ignoriert – Surfen auf Mallorca ist ein Miteinander, kein Konkurrenzkampf.
Windsurfen für Familien und Kinder auf Mallorca: Was ist zu beachten?
Windsurfen auf Mallorca ist auch für Kinder ab etwa 8 Jahren geeignet – vorausgesetzt, sie können schwimmen und haben Lust aufs Wasser. Die besten Bedingungen bieten flache Buchten wie Alcúdia und Playa de Muro, wo das Wasser lange stehtief bleibt und kaum Wellen laufen.
Viele Schulen bieten spezielle Kinderkurse an, oft mit leichten Segeln und kurzen Brettern. Die Gruppen sind klein, die Lehrer geschult und die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Einsteigerkurse kosten ab 50 € pro Kind und dauern meist 1,5 bis 2 Stunden. Tipp: Frühzeitig buchen, besonders in den Ferien, denn die Plätze sind begrenzt.
Was viele nicht wissen: In der Mittagszeit, wenn der Embat aufdreht, sind die Bedingungen oft zu anspruchsvoll für Anfänger und Kinder. Besser vormittags oder am späten Nachmittag starten – dann ist das Wasser ruhiger und die Lehrer haben mehr Zeit für individuelle Betreuung.
Alternativen & Kombis: Was tun, wenn der Wind mal nicht weht?
Auch auf Mallorca gibt es windschwache Tage – aber das muss kein Problem sein. Die meisten Windsurfschulen bieten alternativ Stand Up Paddling (SUP), Kajak oder Katamaran-Segeln an. Besonders SUP ist perfekt, um die Buchten aus einer anderen Perspektive zu erkunden, kleine Calas zu entdecken oder einfach entspannt zu gleiten.
In Pollensa und Alcúdia gibt es zudem einige Anbieter, die geführte SUP-Touren zu den schönsten Ecken der Bucht anbieten. Ein empfehlenswerter Anbieter: “Bellavista SUP” in Alcúdia, der auch Sunset-Touren organisiert (ab 25 € pro Person, Adresse: Carrer Bellavista 1, 07400 Alcúdia).
Manche Schulen bieten Kombi-Pakete an: Wer Windsurf- und SUP-Kurse zusammen bucht, spart oft 10–15 %. Und: An Tagen ohne Wind lohnt sich ein Ausflug auf den lokalen Wochenmarkt (z.B. dienstags in Alcúdia oder sonntags in Pollensa) – dort trifft man nicht selten den ein oder anderen Surfer beim “café amb gel”.
Lokale Etikette, Sicherheit & Umwelt: Was Windsurfer auf Mallorca wissen sollten
Windsurfen auf Mallorca funktioniert nur, weil alle am Strand Rücksicht nehmen – egal, ob Surfer, Kiter oder Schwimmer. In den ausgewiesenen Zonen (“Zona de Windsurf”) hat man Vorfahrt, außerhalb aber nicht. Unbedingt auf die gelben Bojen achten: Sie markieren den Bereich, in dem gesurft werden darf. Bei Unklarheiten hilft der “Socorrista” (Rettungsschwimmer) gern weiter.
Sicherheit steht an erster Stelle: Wer unsicher ist, sollte nie allein aufs Wasser, immer eine Schwimmweste tragen und sich an die Hinweise der lokalen Surfschule halten. In den Buchten gibt es kaum gefährliche Strömungen, aber bei auflandigem Wind kann es vorkommen, dass man abtreibt – dann immer parallel zum Ufer zurückpaddeln oder Hilfe holen.
Ein Wort zur Umwelt: Bitte keinen Müll am Strand oder im Wasser hinterlassen. Plastiktüten, leere Flaschen oder Zigarettenstummel gehören auf Mallorca leider immer noch zu den häufigsten Fundstücken am Ufer. Viele Schulen engagieren sich für “limpieza de playas” (Strandreinigung). Wer mag, kann mitmachen und so zum Erhalt der einzigartigen Natur beitragen.

Fazit: Windsurfen auf Mallorca – echtes Surferglück für alle, die wissen, wo sie suchen müssen
Windsurfen auf Mallorca ist weit mehr als ein Urlaubsvergnügen – es ist die perfekte Mischung aus Sport, Naturerlebnis und mediterraner Lebensart. Wer die besten Spots kennt, weiß, wann der Wind bläst und worauf es kulturell ankommt, erlebt die Insel von ihrer authentischsten Seite. Die Nord- und Nordostküste bieten für jedes Niveau das passende Revier – von familienfreundlichen Flachwasserbuchten bis zu sportlichen Herausforderungen bei Mistral. Die Infrastruktur ist hervorragend, das Angebot ehrlich und die Atmosphäre herzlich. Wer sich auf lokale Regeln, Etikette und die kleinen Geheimtipps einlässt, wird beim Windsurfen auf Mallorca nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bereichert. Probier es aus – und vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Embat auf dem Wasser.







