Kakerlaken Mallorca: Infos, Tipps & Empfehlungen

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Kakerlaken auf Mallorca – der ungebetene Feriengast, den niemand auf der Bucket List hat. Und doch begegnet fast jede:r, der länger als ein paar Tage auf der Insel verbringt, irgendwann einer dieser flinken Krabbler. Ob im Apartment in Cala Millor, auf der Restaurantterrasse in Palma oder spätabends im eigenen Haus – das Thema ist allgegenwärtig und, Hand aufs Herz, mit vielen Mythen, Vorurteilen und Halbwissen behaftet. Als jemand, der schon unzählige Begegnungen mit Kakerlaken auf Mallorca hatte – von der ersten Überraschung im Badezimmer bis zur humorvollen Rettungsaktion mit dem Nachbarn – kann ich versprechen: Panik ist fehl am Platz, aber Ignorieren bringt auch nichts. In diesem Artikel findest du alles, was du wissen musst: Warum es sie gibt, was hilft, was nicht, wie Einheimische wirklich damit umgehen – und welche Fehler dich teuer zu stehen kommen können. Keine Panikmache, keine Verharmlosung, sondern ehrliche, erprobte und komplett lokale Infos. Denn wer weiß, wie man mit Kakerlaken auf Mallorca umgeht, lebt entspannter – ob für eine Woche oder für immer. Und eine kleine Überraschung: Hinter dem Ekel steckt oft mehr Faszination, als man denkt.

Eine Bank sitzt neben einem ruhigen Wasser auf Mallorca, fotografiert von Julian, ideal für Natur- und Ruhe-Suchende.
Eine ruhige Bank am Wasser auf Mallorca, fotografiert von Julian, lädt zum Verweilen in der Natur ein.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kakerlaken auf Mallorca sind kein Zeichen von Unsauberkeit, sondern schlicht Teil des mediterranen Lebens – besonders in den Sommermonaten.
  • Häufigste Arten: Amerikanische Kakerlake (“Cucaracha americana”) und Deutsche Schabe – beide ungefährlich, aber unangenehm.
  • Hauptsaison für Kakerlaken ist Juni bis Oktober, vor allem nach Gewittern und bei hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Verstecke: Abflüsse, Kellerräume, Mauerritzen, Müllplätze, und in der Altstadt oft die alten Kanäle unter den Straßen.
  • Regelmäßiges Lüften, Abfluss-Stöpsel über Nacht und keine Essensreste offen lassen – so schützt du dich am effektivsten.
  • Lokale Mittel: Klassiker sind “Cebo” (Gel-Köder aus der Drogerie) und “Boric Acid” (Borax-Pulver), beides günstig in Supermärkten und Ferreterías erhältlich.
  • Die Stadt Palma sprüht jährlich großflächig gegen Kakerlaken – in ländlichen Gebieten ist Eigeninitiative gefragt.
  • Professionelle Schädlingsbekämpfung (“Desinfección”) kostet ab ca. 80 € pro Einsatz – vor allem bei hartnäckigen Fällen ratsam.
  • Viele Touristen wissen nicht: In Restaurants sind Kakerlaken auf Mallorca kein Skandal – sondern ein fast unvermeidlicher Gast, der meist sofort entfernt wird.
  • Lieber Finger weg von aggressiven Sprays in Innenräumen – sie helfen kurzfristig, können aber Haustiere und Kinder gefährden.
  • Für Eigentümer: Abwasserleitungen jährlich spülen lassen, Silikonfugen kontrollieren und Außenlampen auf gelbes Licht umstellen (lockt weniger Ungeziefer an).

Warum gibt es so viele Kakerlaken auf Mallorca – und warum gerade im Sommer?

Viele, die das erste Mal Kakerlaken auf Mallorca sehen, reagieren mit Schreck oder Ekel. Doch tatsächlich sind sie auf der Insel so normal wie die Pinien und das Zirpen der Grillen. Der Grund: Das warme, feuchte Mittelmeerklima bildet den perfekten Lebensraum für Kakerlaken. Vor allem ab Juni, wenn die Temperaturen steigen und die ersten Sommergewitter die Luftfeuchtigkeit in die Höhe treiben, explodiert die Population förmlich. Dann verlassen die Tiere ihre Verstecke in den alten Kanalsystemen, Abflüssen und Kellerräumen und suchen nach Nahrung – oft in Häusern, Restaurants und Hotels.

Was viele nicht wissen: Die alten Wasser- und Abwassersysteme auf Mallorca, besonders in Palma, bieten ein echtes Paradies für Kakerlaken. Die “Cucaracha americana”, die größte und auffälligste Art, kann problemlos durch Rohre und Ritzen von Haus zu Haus wandern. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Tiere meist nachtaktiv sind – tagsüber sieht man sie selten, nachts tauchen sie plötzlich auf. Besonders nach Starkregen: Dann werden die unterirdischen Gänge geflutet, und die Kakerlaken fliehen nach oben. Das ist der Grund, warum viele Mallorquiner nach Sommergewittern automatisch alle Abflüsse mit Stöpseln verschließen.

Ein lokaler Tipp aus Sóller: Wer in traditionellen Dorfhäusern (“casas antiguas”) wohnt, sollte regelmäßig die alten Mauerritzen kontrollieren und möglichst wenig Feuchtigkeit im Haus dulden. Kakerlaken mögen es feucht und warm – also regelmäßig lüften und nasse Handtücher nicht liegen lassen!

Anders als oft angenommen, sind Kakerlaken auf Mallorca kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Selbst die gepflegteste Finca oder das modernste Hotel kann betroffen sein. Wer das weiß, begegnet dem Thema entspannter – und reagiert richtig, anstatt in Panik zu verfallen.

Welche Kakerlaken-Arten gibt es auf Mallorca und wie gefährlich sind sie wirklich?

Die beiden häufigsten Arten auf Mallorca sind die Amerikanische Kakerlake (“Cucaracha americana”, groß, rotbraun, flugfähig) und die Deutsche Schabe (kleiner, hellbraun, oft in Küchen und Vorratsräumen). Die Amerikanische Kakerlake wird bis zu 4 cm lang und kann sogar kurze Strecken fliegen – was für viele der ultimative Schockmoment ist. Die Deutsche Schabe hingegen bleibt meist am Boden, ist aber mindestens so flink.

Wichtig: Beide Arten sind für gesunde Menschen ungefährlich. Sie übertragen keine gefährlichen Krankheiten wie in tropischen Regionen, können aber als Hygieneproblem gelten, wenn sie in Massen auftreten. Allergiker und Menschen mit schwachem Immunsystem sollten dennoch vorsichtig sein, da Ausscheidungen von Kakerlaken (“excrementos de cucaracha”) Allergien auslösen können.

Was die wenigsten wissen: Die Mallorquiner nennen Kakerlaken oft einfach “cucarachas” oder im mallorquinischen Dialekt “paneroles”. In alten Häusern auf dem Land trifft man manchmal noch auf die Orientalische Schabe, die besonders gern feuchte Keller aufsucht – aber auf Mallorca selten ist.

Ein Mythos, den viele Touristen glauben: Kakerlaken auf Mallorca beißen Menschen. Das stimmt so nicht. In Ausnahmefällen, wenn sie nichts zu fressen finden, können sie an Hautschuppen knabbern – das ist aber extrem selten und kein Grund zur Sorge.

Aus lokaler Sicht: Wer einzelne Kakerlaken auf Mallorca sieht, sollte gelassen bleiben. Problematisch wird es erst, wenn regelmäßig mehrere Tiere auftauchen – dann empfiehlt sich eine gezielte Bekämpfung (siehe unten).

Wo begegnet man Kakerlaken auf Mallorca am häufigsten? Insider-Locations und echte Hotspots

Kaum jemand spricht offen darüber, doch es gibt auf Mallorca echte Kakerlaken-Hotspots, die auch viele Einheimische kennen, aber selten thematisieren. Wer darauf vorbereitet ist, kann viel entspannter damit umgehen.

Erstens: Die Altstadt von Palma, speziell rund um die Plaça Major und die kleinen Gassen in La Lonja. Hier führen unterirdische Kanäle und alte Abwasserleitungen dazu, dass Kakerlaken bei feuchtem Wetter gern auf “Stadttour” gehen. Viele gute Restaurants in Santa Catalina oder Sa Gerreria haben eigene Präventionssysteme, aber eine nächtliche Begegnung auf dem Bürgersteig ist keine Seltenheit.

Zweitens: Apartmentanlagen in Küstennähe, etwa in Cala Millor, S’Arenal oder Can Pastilla. Hier sammeln sich Feuchtigkeit, Essensreste am Pool und offene Müllcontainer – perfekte Bedingungen für Kakerlaken. Mein Tipp: Wer eine Ferienwohnung bucht, sollte bei der Übergabe darauf achten, ob Abflüsse mit Gittern oder Stöpseln versehen sind.

Drittens: Traditionelle mallorquinische Dorfhäuser, etwa in Sóller, Pollença oder Artà. Durch dicke Steinmauern und jahrhundertealte Böden gibt es unzählige Schlupfwinkel. Wer ein Haus kauft oder renoviert, sollte unbedingt die Zwischenräume abdichten und regelmäßig die Kanalisation überprüfen lassen.

Ein echter Geheimtipp: Im Mercado de Santa Catalina gibt es seit Jahren eine Kooperation mit professionellen Schädlingsbekämpfern, die nachts systematisch Köder auslegen. Wer morgens als Erster auf dem Markt ist, kann manchmal noch die Spuren der nächtlichen “Reinigung” sehen. Das sorgt für Hygiene – und ist ein Grund, warum die Händler selbst bei Hitze gelassen bleiben.

Was viele nicht wissen: Besonders nach großen Sommerfesten (etwa Sant Joan oder Nit de l’Art) tauchen in Palma und anderen Städten vermehrt Kakerlaken auf, weil Essensreste und Müll die Tiere anziehen. Wer nachts unterwegs ist, sollte nicht barfuß laufen – das ist zwar selten, aber unangenehm.

Narrow street mit Fenstern auf Mallorca, aufgenommen von Nino A, zeigt die typische Architektur der Insel.
Eine enge Straße auf Mallorca mit kleinen Fenstern, fotografiert von Nino A, vermittelt den authentischen Charme der Insel.

Wie schützt man sich vor Kakerlaken auf Mallorca? Die besten lokalen Tipps und was wirklich wirkt

Prävention ist auf Mallorca das A und O. Viele Fehler entstehen, weil man die Lebensweise der Tiere unterschätzt oder sich auf ungeeignete Mittel verlässt. Hier die Strategien, die sich im Alltag bewährt haben:

1. Abflüsse verschließen: Nachts immer Stöpsel auf Duschen, Waschbecken und Badewannen setzen. Gerade in älteren Gebäuden ohne Rückschlagventil (“válvula antirretorno”) sind das die Haupteintrittspforten.

2. Nahrungsquellen vermeiden: Keine offenen Lebensmittel, Kekse oder Obstschalen stehen lassen. Mülleimer täglich leeren und möglichst mit Deckel versehen. In vielen Supermärkten gibt es günstige “Cebo-Gel” (Ködergel), das unsichtbar in Ecken ausgebracht wird – ein Standard bei vielen Einheimischen.

3. Lüften und trocken halten: Nach dem Duschen oder Kochen gut lüften, Handtücher nicht feucht im Bad liegen lassen. Wer eine Klimaanlage hat, kann sie auf “dry”-Modus stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu senken – Kakerlaken mögen es feucht-warm.

4. Silikonfugen und Ritzen prüfen: Viele Häuser auf Mallorca haben winzige Spalten zwischen Fliesen, an Fensterrahmen oder Türen. Einmal im Jahr abdichten spart Nerven und Kosten.

5. Lichtquellen wechseln: Außenlampen auf gelbes Licht (“luz amarilla”) umstellen – das lockt weniger Insekten an, und damit auch weniger Kakerlaken. Ein Tipp, den viele Touristen nicht kennen: Moderne LED-Lampen mit warmem Licht sind deutlich weniger attraktiv für Ungeziefer.

Was nur wenige wissen: In spanischen Baumärkten (“Ferretería”) gibt es spezielle Borax-Pulver, das als “Ácido Bórico” verkauft wird – ein altes Hausmittel der Mallorquiner und deutlich günstiger als viele Markenprodukte.

Warnung: Viele greifen zu aggressiven Sprays aus dem Supermarkt. Kurzfristig helfen sie, aber für Haustiere, Kleinkinder und Allergiker können sie gefährlich werden. Besser sind Ködergele oder professionelle Hilfe.

Bekämpfung: Was tun, wenn Kakerlaken auf Mallorca zur Plage werden?

Einzelne Kakerlaken sind lästig, aber noch kein Drama. Wenn du jedoch mehrmals pro Woche Tiere siehst, ist schnelles Handeln nötig. Die wichtigsten Schritte:

1. Köder (Cebo-Gel) auslegen: In Apotheken, Supermärkten (Mercadona, Carrefour) oder Ferreterías gibt es kleine Tuben mit Gel-Ködern für 5–10 €. Diese werden in Ecken, unter Spülbecken, hinter Kühlschränken und an Fenstern platziert. Das Gel wirkt langsam, sodass die Tiere es ins Nest tragen – und dort die gesamte Kolonie vernichten.

2. Boric Acid (Borax-Pulver): Ein Klassiker auf Mallorca, seit Generationen im Einsatz. Einfach auf Laufwegen und in Ritzen ausstreuen. Vorsicht: Nicht in Reichweite von Kindern oder Haustieren verwenden.

3. Professionelle Schädlingsbekämpfung (“Desinfección”): Wenn der Befall massiv ist, helfen nur noch Profis. Lokale Firmen wie “Control de Plagas Mallorca” oder “Rentokil” berechnen ab ca. 80–120 € pro Einsatz, je nach Größe der Immobilie. In der Regel reicht ein gezielter Einsatz, manchmal sind Nachbehandlungen nötig.

4. Abwassersystem reinigen lassen: Besonders in älteren Gebäuden lohnt sich eine jährliche Reinigung der Rohre (“vaciado de arquetas”). Viele Gemeinden bieten das im Rahmen von Wartungsverträgen an. Wer das versäumt, riskiert einen teuren Notfalleinsatz im Hochsommer.

Was viele Touristen nicht wissen: In Palma und größeren Orten gibt es eine jährliche, von der Stadt organisierte Sprühaktion gegen Kakerlaken – meist im Juni. In ländlichen Gegenden muss man selbst aktiv werden, sonst breiten sich die Tiere schnell aus.

Ein echter Zeit- und Geldspartipp: Wer von vornherein Köder auslegt und Abflüsse dicht hält, spart sich oft den teuren Kammerjäger-Einsatz.

Was die meisten Touristen falsch machen – und wie du es besser machst

Viele Urlauber und Neuankömmlinge auf Mallorca reagieren mit Panik oder Ekel, wenn sie die erste Kakerlake sehen. Das führt zu zwei klassischen Fehlern: übertriebene Reinigungsaktionen mit aggressiven Chemikalien – oder völliges Ignorieren des Problems. Beides ist wenig hilfreich.

Erstens: Kakerlaken lassen sich durch tägliches Putzen allein nicht verhindern. Sie kommen durch Rohre, Ritzen und von außen – nicht, weil jemand “schmutzig” lebt. Wer dann mit starken Insektensprays nachhilft, schadet oft mehr als er nützt: Viele Sprays vertreiben die Tiere nur kurzfristig, zerstören aber die natürlichen Feinde der Kakerlaken (wie Geckos oder Spinnen).

Zweitens: Viele lassen nachts Fenster und Türen offen, besonders beim Grillen oder beim Feierabend auf der Terrasse. Das ist für Kakerlaken wie eine Einladung. Lokaler Tipp: Insektengitter (“mosquiteras”) sind auf Mallorca Standard und kosten in Baumärkten ab ca. 10 € pro Fenster – eine lohnende Investition.

Drittens: Wer in Restaurants eine Kakerlake sieht, sollte nicht gleich einen Skandal wittern. In den meisten Fällen werden die Tiere sofort entfernt, und die Küchen sind oft sauberer als in Deutschland. Der Unterschied: Das Klima macht es einfach schwer, die Tiere komplett fernzuhalten. Einheimische nehmen es gelassen – und achten darauf, keine Essensreste liegen zu lassen.

Was nur wenige wissen: Geckos (“dragons” auf Mallorquín) sind natürliche Feinde der Kakerlaken und werden von vielen Mallorquinern gerne gesehen. Wer einen Gecko im Haus hat, sollte ihn nicht verscheuchen – er hält die Kakerlaken kostenlos in Schach.

Ein ehrlicher Warnhinweis: Finger weg von dubiosen “Wundermitteln” aus dem Internet. Was in Deutschland gegen Kakerlaken wirkt, ist auf Mallorca oft nutzlos – wegen anderer Arten und Umweltbedingungen. Lieber auf bewährte, lokale Produkte setzen oder nach Tipps in der Ferretería fragen.

Saisonale Besonderheiten: Wann sind Kakerlaken auf Mallorca besonders aktiv?

Die Aktivität der Kakerlaken auf Mallorca folgt einem klaren Rhythmus, den viele Neuankömmlinge unterschätzen. Die Hauptsaison beginnt im späten Frühjahr, sobald die Nächte warm werden (meist ab Anfang Juni), und erreicht ihren Höhepunkt im Hochsommer bis Anfang Oktober. Besonders nach heftigen Sommergewittern sieht man die Tiere vermehrt, weil sie dann aus den überfluteten Kanälen flüchten.

Was viele nicht wissen: Im Winter verschwinden Kakerlaken auf Mallorca nicht komplett, sondern ziehen sich einfach in wärmere, geschützte Bereiche zurück – etwa Kellerräume, Heizungsnischen oder Waschküchen. Wer im Winter renoviert oder umzieht, sollte trotzdem Köder auslegen – so verhindert man eine Überraschung im Frühjahr.

Ein wichtiger Insider-Tipp: Viele Einheimische nutzen die Monate Februar und März für gründliche Reinigungs- und Abdichtarbeiten. Dann ist der Befall am geringsten, und neue Ritzen oder offene Abflüsse lassen sich in Ruhe beseitigen.

Auch die Lage spielt eine Rolle: In feuchten Küstenorten wie Port de Sóller oder Cala d’Or ist die Gefahr höher als im trockeneren Hinterland. Wer in der Nähe eines Bewässerungskanals (“acequia”) wohnt, sollte besonders wachsam sein.

Für Vermieter: Die meisten Beschwerden von Urlaubern kommen zwischen Juli und September. Wer sein Ferienhaus professionell betreuen lässt, sollte den Hausservice auf regelmäßige Kontrollen verpflichten.

Kulturelle Besonderheiten: So gehen Einheimische wirklich mit Kakerlaken auf Mallorca um

Für viele Mallorquiner sind Kakerlaken ein Thema wie der erste Sommerregen – unangenehm, aber kein Grund zur Aufregung. Der Umgang ist pragmatisch: Köder auslegen, Fenster abends schließen, keine Essensreste – und vor allem: keine Panik. In Gesprächen mit Nachbarn (“vecinos”) höre ich immer wieder, dass die Tiere einfach zur Insel gehören. Besonders ältere Mallorquiner schwören auf Borax-Pulver und regelmäßige Kanalisationsreinigung.

Was viele Deutsche überrascht: Geckos gelten als Glücksbringer und “Hauspolizei”, weil sie Kakerlaken jagen. Wer einen “dragonet” an der Wand sieht, sollte ihn also freundlich begrüßen.

Lokaler Brauch: In einigen Dörfern werden bei großen Sommerfesten spezielle Fallen ausgelegt, damit die Tiere sich nicht in die Küche verirren. Und in vielen Familien ist es üblich, Kindern beizubringen, dass Kakerlaken zwar lästig, aber kein Drama sind – und nach einer Begegnung einfach das Fenster zu öffnen.

Ein Tipp, den nur wenige kennen: In einigen traditionellen Cafés auf dem Land wird morgens einmal kurz durchgefegt und die Fenster weit geöffnet – nicht nur für die Frischluft, sondern auch, um etwaige nächtliche Besucher ins Freie zu befördern. Ein Umgang, der entspannt und stressfrei ist – und vielleicht der beste Weg, mit Kakerlaken auf Mallorca zu leben.

Empfohlene Dienstleister & Produkte – Lokal getestet und ehrlich bewertet

Wer professionelle Hilfe braucht, sollte auf erfahrene, lokale Anbieter setzen. Hier drei Empfehlungen, die ich selbst oder Nachbarn genutzt habe:

1. Control de Plagas Mallorca (Palma, Tel: 971 100 101). Schneller Service, transparente Preise, ab 80 € pro Einsatz. Besonders zuverlässig bei dauerhaften Problemen in Altstadthäusern.

2. Rentokil Mallorca (Inselweit, Info: rentokil.es). Internationaler Anbieter mit lokalen Teams; professionelle Beratung auch auf Deutsch möglich. Besonders bei großen Immobilien oder Gewerbe empfohlen.

3. Ferretería Ca’n Mateu (Santa Maria del Camí, Plaça Hostals 2). Hier gibt es die besten Ködergele und Borax-Pulver – und die Besitzerin gibt gerne ehrliche Tipps zur Anwendung. Preise ab 7 € pro Tube.

Was zu meiden ist: Billige Sprays aus dem Discounter, die intensiv riechen und kaum wirken. Auch “Ultraschall-Stecker” sind in den meisten Fällen wirkungslos – das Geld kann man sich sparen.

Ein Spartipp: Wer mehrere Ferienwohnungen betreut, sollte Ködergel im Großpack kaufen (z.B. 5er-Set für 30 €). Das reicht für die ganze Saison und wirkt besser als Einzelsprays.

Stadtansicht auf Mallorca mit Palmen im Vordergrund, aufgenommen von Diego Marín
Stadtansicht auf Mallorca mit Palmen im Vordergrund, fotografiert von Diego Marín.

Häufige Fragen zu Kakerlaken auf Mallorca – Klare Antworten aus dem Alltag

Kann ich Kakerlaken mit Hausmitteln loswerden? Borax-Pulver und Essigwasser helfen gegen einzelne Tiere, aber bei starkem Befall sind professionelle Ködergele oder Schädlingsbekämpfer nötig.

Sind Kakerlaken auf Mallorca gefährlich? Nein, sie übertragen auf Mallorca keine gefährlichen Krankheiten, können aber Allergien auslösen. Regelmäßige Reinigung und Prävention genügen in fast allen Fällen.

Was tun, wenn ich in der Ferienwohnung Kakerlaken entdecke? Sofort den Vermieter informieren, Fotos machen, Köder auslegen und Abflüsse verschließen. Die meisten Vermieter reagieren schnell und professionell – Geduld zahlt sich aus.

Wie bekomme ich keine Kakerlaken mit nach Hause? Kleidung und Koffer vor Abreise gründlich ausschütteln, keine Lebensmittelreste transportieren, und im Zweifel den Koffer draußen auspacken. Kakerlaken reisen selten im Gepäck mit, aber Vorsicht schadet nicht.

Hilft tägliches Putzen gegen Kakerlaken? Es senkt das Risiko, ist aber kein Garant. Entscheidend sind verschlossene Abflüsse, abgedichtete Ritzen und das Vermeiden von Feuchtigkeit.

Fazit: Kakerlaken auf Mallorca – entspannt bleiben, klug handeln

Kakerlaken auf Mallorca sind kein Drama, sondern ein Teil des Insellebens – so unangenehm sie auch sein mögen. Wer ihre Lebensweise versteht, weiß, dass Prävention und Gelassenheit wichtiger sind als Panik oder hektische Chemie-Einsätze. Einheimische nehmen das Thema mit Humor und Pragmatismus: Abflüsse verschließen, Köder auslegen, keine Essensreste offen lassen – und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn doch mal eine Kakerlake durch die Küche huscht. Die wichtigsten Waffen sind Wissen, lokale Produkte und ein entspannter Umgang mit der Situation. Mit den richtigen Tipps, ein wenig Vorbereitung und einem offenen Ohr für die Erfahrungen der Mallorquiner wird aus dem Schreckmoment schnell Alltag – und die Insel bleibt der entspannte Sehnsuchtsort, der sie ist. Wer Mallorca liebt, lernt auch mit den kleinen Herausforderungen wie Kakerlaken umzugehen – und hat am Ende mehr Geschichten zu erzählen, als er erwartet hätte. Wer Fragen hat oder eigene Tipps teilen möchte, findet hier immer ein offenes Ohr – denn auf Mallorca weiß man: Gemeinsam lebt es sich leichter.

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