Yachts Mallorca: Infos, Tipps & Empfehlungen

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Stell dir vor, du gleitest frühmorgens über das spiegelglatte Meer vor der Küste von Port Andratx, während die ersten Sonnenstrahlen das Wasser in flüssiges Gold verwandeln – und das ganz privat auf deiner eigenen Yacht. Yachts Mallorca ist für viele der Inbegriff von Freiheit, Luxus und dem ganz besonderen Lebensgefühl, das nur diese Insel hervorbringt. Doch was steckt wirklich hinter dem Glanz der Charterangebote, den Instagram-tauglichen Buchten und den scheinbar unendlichen Möglichkeiten auf Mallorca? In diesem Guide bekommst du nicht nur den ehrlichen Blick hinter die Kulissen, sondern auch handfeste Tipps, Insider-Adressen und alles, was du wissen musst, bevor du auf Mallorca eine Yacht mietest, kaufst oder einfach nur einen unvergesslichen Tag auf See erleben möchtest. Ich zeige dir, wo die versteckten Ankerplätze liegen, wann du am besten buchst, welche Fehler du als Landratte unbedingt vermeiden solltest – und welche Erlebnisse du auf keinen Fall verpassen darfst. Yachts Mallorca ist mehr als Hochglanzbroschüren: Es ist ein Stück echtes Inselflair, mit all seinen Vorzügen und Fallstricken. Begleite mich auf eine Reise, bei der du am Ende garantiert mehr weißt als die meisten, die das Thema nur von außen betrachten.

Palmen über einem Hafen auf Mallorca mit Segelbooten und einem Schiff im Hintergrund, aufgenommen von Susana Bartolome.
Palmen über dem Hafen auf Mallorca mit Segelbooten und einem Schiff, aufgenommen von Susana Bartolome.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Yachtcharter auf Mallorca ist das ganze Jahr über möglich – die Hauptsaison reicht von Mai bis Oktober, mit den besten Bedingungen im Juni und September.
  • Die beliebtesten Häfen für Yachts Mallorca sind Port de Sóller, Port Adriano, Port d’Andratx und die Marina von Palma – aber echte Ruhe findest du in kleineren Häfen wie Porto Colom oder Cala d’Or.
  • Für einen Tagescharter einer 12-Meter-Motoryacht kalkuliere 1.000–2.000 Euro, exklusive Sprit und Verpflegung; Segelyachten sind oft günstiger.
  • Viele Charterfirmen verlangen einen Bootsführerschein (mindestens den Sportbootführerschein See) – Skipper können aber fast überall dazugebucht werden (ca. 200–300 Euro/Tag).
  • Unbedingt vorab Wetter und Wind (z.B. Tramuntana) prüfen – ab Windstärke 4–5 wird es auf kleinen Booten schnell ungemütlich.
  • Die schönsten, wenig bekannten Ankerplätze liegen an der Ostküste: Cala Magraner, Cala Sa Nau und die Cala Varques sind echte Geheimtipps – aber teilweise nur bei ruhigem Wetter sicher anzulaufen.
  • Vorsicht vor „All-inclusive“-Lockangeboten im Internet: Oft sind Sprit, Endreinigung oder Versicherungen extra – Preise genau prüfen.
  • Beliebte Events wie die Copa del Rey oder die Palma Superyacht Show sorgen für ausgebuchte Häfen – rechtzeitig reservieren!
  • Lokale Marineros (Hafenmitarbeiter) kennen die besten Tipps zu Liegeplätzen und Restaurants – höfliches „Bon dia, que tal?“ öffnet Türen.
  • Für echtes Inselflair: Einfache Barcos de Llaüt (traditionelle mallorquinische Holzboote) lassen sich in Portocolom oder Puerto de Pollença chartern – authentisch, charmant und günstiger als viele Motoryachten.

Yachts Mallorca: Was steckt dahinter und warum ist es so besonders?

Yachts Mallorca ist weit mehr als nur ein Synonym für Luxus oder Jetset. Auf Mallorca gehört das Leben am und auf dem Wasser zur DNA der Insel – von den traditionellen Fischerbooten in den kleinen Calas bis zu den imposanten Superyachten in den mondänen Marinas. Diese Mischung macht den Reiz aus: Hier treffen jahrhundertealte Seefahrertradition und moderne Yachting-Standards aufeinander. Nicht umsonst ist die Insel eines der wichtigsten Yachtzentren im Mittelmeerraum. Was viele nicht wissen: Mallorca ist für Einheimische und Residenten genauso ein Paradies für Bootsausflüge wie für Urlauber – und die echte Magie erlebt man oft abseits der ausgetretenen Routen. Wer mit Yachts Mallorca liebäugelt, findet hier die perfekte Mischung aus Variabilität, Infrastruktur und natürlicher Schönheit, die so kaum ein anderer Ort im Mittelmeer bietet.

Die Dichte an Charterfirmen, Werften und Servicebetrieben sucht ihresgleichen. Von der kleinen Segelyacht mit zwei Kojen bis zur 60-Meter-Superyacht mit Crew ist alles möglich – doch der wahre Wert liegt im lokalen Know-how: Wer sich auf Mallorca auskennt, findet selbst in der Hochsaison noch versteckte Ankerbuchten oder weiß, wann welche Route am wenigsten befahren ist. Ein Detail, das in keinem Prospekt steht, aber für ein gelungenes Yachterlebnis entscheidend ist.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Insel ist ein ideales Revier sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Skipper. Die kurzen Distanzen zwischen den Häfen, die Vielzahl geschützter Buchten und die meist moderaten Windbedingungen machen Yachts Mallorca auch für Familien oder entspannte Genießer zur sicheren Wahl. Trotzdem gilt: Ohne Grundkenntnisse in Navigation und Wetterkunde sollte man sich nicht überschätzen – die mallorquinischen Winde (z.B. der „Mestral“ im Westen oder der „Xaloc“ aus Südost) können schnell herausfordernd werden.

Welche Arten von Yachten und Booten kannst du auf Mallorca chartern?

Die Auswahl an Booten und Yachten auf Mallorca ist riesig – und nicht immer ist die größte oder teuerste Option die beste. Die Charterlandschaft reicht von klassischen Segelyachten (Monohulls und Katamarane), Motoryachten, RIBs (Schlauchboote mit festem Rumpf), bis hin zu traditionellen mallorquinischen Llaüts.

Segelyachten sind besonders beliebt für mehrtägige Törns rund um die Insel oder zu den Nachbarinseln wie Cabrera und Menorca. Sie bieten entspanntes Dahingleiten, wenig Lärm und ein authentisches Segelerlebnis. Motoryachten punkten mit Geschwindigkeit und Komfort – sie sind ideal, wenn du an einem Tag möglichst viele Buchten ansteuern oder größere Distanzen (z.B. zur Insel Dragonera oder nach Menorca) zurücklegen willst.

Wer es besonders authentisch mag, sollte sich einen Llaüt mieten – diese traditionellen Holzboote sind das maritime Kulturgut Mallorcas und werden heute oft liebevoll restauriert. Sie sind perfekt für einen gemächlichen Ausflug entlang der Küste, zum Angeln oder für einen romantischen Abend auf dem Wasser. In Orten wie Portocolom oder Puerto de Pollença gibt es spezialisierte Anbieter, die solche Boote zu fairen Preisen vermieten (ab ca. 150 Euro/Tag).

RIBs sind ideal für spontane Spritztouren, kleine Gruppen und versteckte Buchten, die größere Yachten nicht anlaufen können. Beachte: Für die meisten Boote über 15 PS brauchst du einen Bootsführerschein – oder du buchst einen lokalen Skipper dazu, der meist auch als Guide fungiert und Geheimtipps kennt.

Die Superyacht-Szene auf Mallorca ist eine eigene Welt: Wer einmal eine 30-Meter-Yacht mit Crew, Wasserspielzeug und Gourmet-Küche erleben will, findet auf Mallorca einige der renommiertesten Anbieter im Mittelmeer. Hier solltest du aber mit Tagesraten ab 5.000 Euro rechnen – nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Die besten Häfen und Marinas auf Mallorca: Wo lohnt sich der Start wirklich?

Die Insel bietet eine Vielzahl an Häfen, die sich sowohl in Größe, Preis, Infrastruktur als auch im Charme massiv unterscheiden. Die Wahl des Heimathafens für dein Yachts-Mallorca-Abenteuer hat großen Einfluss auf dein Erlebnis.

Marina Moll Vell (Palma): Zentral, mondän und mit bester Infrastruktur (Restaurants, Shops, Servicebetriebe). Perfekt, wenn du das Stadtleben mit Yachterlebnis verbinden möchtest. Für Tagescharter praktisch, aber im Sommer oft voll und etwas teurer (Liegeplätze ab ca. 100 Euro/Tag für kleinere Yachten).

Port d’Andratx: Der Klassiker im Südwesten: Malerisch, umgeben von exklusiven Villen, exzellente Gastronomie direkt am Steg (mein Tipp: Das „Romeos“ für fangfrischen Fisch). Im Hochsommer ist der Hafen sehr gefragt, Reservierung Pflicht. Idealer Ausgangspunkt für Törns zur Isla Dragonera oder entlang der wilden Südwestküste. Geheimtipp: Wer früh am Morgen startet, findet oft noch einen freien Gästesteg.

Portocolom: Authentisch, ruhig und mit viel mallorquinischem Flair. Der größte Naturhafen der Insel ist weniger überlaufen als die Marinas im Westen und bietet eine entspannte Atmosphäre. Charterangebote sind oft günstiger, und in den kleinen Werften trifft man noch echte Bootsbauer bei der Arbeit. Tipp: Nach dem Törn im „Sa Llotja“ einkehren – fangfrischer Pulpo wie bei Oma.

Weitere erwähnenswerte Häfen: Port Adriano (modern, luxuriös, mit spektakulärer Architektur von Philippe Starck), Cala d’Or (perfekt für Ostküsten-Entdecker und Familien), Puerto de Sóller (einmalige Lage in den Bergen, besonders schön zum Sonnenuntergang).

Insider-Detail: In den kleineren Häfen wie Porto Cristo oder Colònia de Sant Jordi findest du oft noch kurzfristig verfügbare Liegeplätze – und das zu Preisen, die in Palma längst Geschichte sind.

Blick auf das ruhige Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Max Leveridge, zeigt die friedliche Wasserlandschaft der Insel.
Das Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Max Leveridge, zeigt die ruhige und natürliche Wasserlandschaft der Insel.

Die schönsten Routen und Ankerplätze: Wo lohnt sich der Tag auf See wirklich?

Mallorcas Küste ist ein wahres Paradies für Bootsausflüge, aber nicht jede Bucht ist für Yachten geeignet – einige sind schwer zugänglich, andere bei bestimmten Windrichtungen gefährlich. Mit Yachts Mallorca solltest du dir vorab überlegen, was du erleben willst: Schnorcheln, Beach-Hopping, ruhige Ankerbuchten oder ein Abstecher zu einer der Nachbarinseln?

Route 1: Südwestküste & Isla Dragonera
Starte früh in Port d’Andratx, umrunde die Steilküste Richtung Sant Elm und setze Kurs auf die Isla Dragonera. Das Naturschutzgebiet ist ein echtes Highlight – Ankern ist nur in den ausgewiesenen Zonen erlaubt, Schwimmen mit Blick auf die Dracheninsel ist ein Erlebnis. Achtung: In der Hochsaison sind die Bojenplätze schnell vergeben. Am besten am späten Nachmittag zurück, wenn die Tagesausflügler abziehen.

Route 2: Ostküste – die stillen Buchten
Von Portocolom Richtung Süden warten die Calas Magraner, Sa Nau und Varques – karibikgleiches Wasser, ruhige Ankerplätze und (außer im Juli/August) überraschend wenig los. Unbedingt Schnorchelzeug einpacken! Wichtig: Bei Ostwind meiden, da dann die Brandung gefährlich werden kann.

Route 3: Norden & Formentor
Von Puerto de Pollença Richtung Cap Formentor – spektakuläre Felskulisse, kristallklares Wasser und traumhafte Ankerplätze. Mein Tipp: Die kleine Cala Murta ist oft leerer als die berühmte Cala Figuera. In der Bucht von Alcúdia kannst du abends im Restaurant „Can Gavella“ direkt am Strand frische Meeresfrüchte genießen.

Was viele nicht wissen: In den meisten Buchten ist das Ankern nur auf Sand erlaubt – Seegraswiesen (Posidonia) sind streng geschützt. Wer dagegen verstößt, riskiert hohe Bußgelder (ab 200 Euro aufwärts) und Ärger mit den Behörden. Ein Fernglas hilft, den Untergrund zu erkennen – im Zweifel lieber an einer offiziellen Boje festmachen.

Yachtcharter auf Mallorca: Preise, Buchung, Führerschein & Skipper

Die Kosten für Yachts Mallorca variieren stark je nach Saison, Größe, Ausstattung und Anbieter. Für eine 12-Meter-Motoryacht mit Tagescharter solltest du in der Hauptsaison mit 1.200–2.000 Euro rechnen, exklusive Sprit (ca. 80–150 Liter pro Stunde, je nach Modell) und Nebenkosten wie Endreinigung oder Kautionsversicherung. Segelyachten sind günstiger (ab ca. 600 Euro/Tag), bei Katamaranen liegt der Einstieg meist bei 1.000 Euro/Tag.

Viele Anbieter verlangen einen international gültigen Bootsführerschein (z.B. Sportbootführerschein See). Wer keinen hat, kann fast überall einen Skipper dazu buchen. Die Kosten liegen meist bei 200–300 Euro pro Tag. Vorteil: Ein lokaler Skipper kennt nicht nur die besten Buchten, sondern hilft auch bei Hafenmanövern und gibt gerne Restauranttipps. Wichtig: Sprich bei der Buchung offen ab, wer für Verpflegung und Trinkgeld des Skippers aufkommt (üblich sind 10–15 % Trinkgeld bei Zufriedenheit).

Online-Portale wie SamBoat, Click&Boat oder lokale Anbieter wie „easyboats“ in Port d’Andratx oder „Nautic Fun“ in Portocolom bieten eine breite Auswahl. Mein Rat: Lieber bei einer etablierten lokalen Firma buchen statt über internationale Plattformen, da du so im Ernstfall schneller Hilfe bekommst. Die besten Preise gibt es meist außerhalb der Ferienzeiten – Frühbucher (3–6 Monate im Voraus) sichern sich die attraktivsten Boote.

Vorsicht bei Lockangeboten mit „All-inclusive“: Oft sind Sprit, Endreinigung oder Versicherungen nicht enthalten, was am Ende teuer werden kann. Seriöse Anbieter geben alle Nebenkosten transparent an – im Zweifel immer nachfragen!

Wichtiger Tipp: Wer nur kurz auf Mallorca ist, kann auch eine Mitsegelgelegenheit buchen – so lernst du Land und Leute kennen und brauchst keine Lizenz. Angebote findest du im Hafen an den schwarzen Brettern („Tablón de anuncios“) oder auf Websites wie HandGegenKoje.net.

Wetter, Saison & lokale Besonderheiten: Wann ist Yachting auf Mallorca am schönsten?

Das Klima auf Mallorca macht Yachting fast das ganze Jahr möglich. Die beste Zeit für Yachts Mallorca ist von Mai bis Mitte Oktober. Im Juni und September sind die Bedingungen oft ideal: Warmes Wasser, wenig Wind, moderate Preise und noch nicht überlaufene Buchten.

Im Hochsommer (Juli/August) sind die Häfen und Ankerplätze schnell voll, die Preise hoch und das Wasser in den Hotspots entsprechend belebt. Wer flexibel ist, sollte auf die Nebensaison ausweichen – schon ab April gibt es oft perfekte Bedingungen, und im Oktober kann man mit etwas Glück noch baden und segeln.

Die Winde auf Mallorca haben ihren eigenen Charakter: Der „Mestral“ aus Nordwesten kann schnell auffrischen, der „Xaloc“ bringt warme, feuchte Luft aus Südost. Besonders im Frühjahr und Herbst empfiehlt es sich, täglich die lokalen Wetterdienste wie „AEMET“ oder „Windy“ zu checken. Bei Windstärken ab 4–5 kann es auf kleinen Booten sehr ruppig werden – dann lieber einen Hafentag einlegen und das Inselleben genießen.

Ein saisonaler Geheimtipp: Im Spätsommer (Ende August/Anfang September) leeren sich die Strände und Buchten, das Wasser ist noch warm und die Stimmung auf See deutlich entspannter. Für Fotografen: Sonnenaufgangstouren an der Ostküste bieten das schönste Licht und meist spiegelglattes Wasser.

Kultur, Etikette und lokale Regeln: Was sollte man als Chartergast wissen?

Yachting auf Mallorca ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Miteinanders. In den Marinas und Buchten herrschen ungeschriebene Regeln, die man kennen sollte, um nicht als peinlicher Tourist aufzufallen.

Begrüße Hafenmitarbeiter, Marineros und andere Bootsbesitzer freundlich – ein „Bon dia“ (Guten Morgen) oder „Bona tarda“ (Guten Nachmittag) auf Mallorquín öffnet viele Türen und sorgt für ein entspanntes Miteinander. Beim Anlegen hilft man sich gegenseitig – ein Lächeln und ein „Gràcies“ (Danke) werden erwartet.

Respektiere die Ruhe in den Ankerbuchten, vor allem am Abend. Partys und laute Musik sind in vielen Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete wie Cabrera) strikt untersagt, teils drohen hohe Bußgelder. Müll gehört grundsätzlich wieder mit an Land – die Behörden kontrollieren das zunehmend streng, und auch die Einheimischen achten sehr auf Sauberkeit.

Ein absolutes No-Go: Das Ankern auf Seegraswiesen (Posidonia). Diese sind streng geschützt, und Verstöße werden hart bestraft. Achte auf Hinweisschilder und nutze die offiziellen Bojenfelder, die es mittlerweile in vielen Buchten gibt. So schützt du die Natur und vermeidest Ärger.

Trinkgeld für Skipper und Crew ist üblich, aber kein Muss. Bei Zufriedenheit sind 10–15 % die Norm – in bar, am besten am Ende des Törns. In Restaurants an den Häfen wird ein kleiner Obolus (5–10 %) ebenfalls geschätzt, ist aber kein Muss.

Was kaum ein Guide verrät: In vielen kleinen Fischerhäfen gibt es einfache „Bar de Pescadores“, in denen du mit Glück den fangfrischen Tagesfang probieren kannst – aber: Nur mit Respekt gegenüber den Einheimischen, und ein paar Worte Spanisch oder Mallorquín wirken oft Wunder.

Häufige Fehler und Touristenfallen beim Yachting auf Mallorca – und wie du sie vermeidest

So schön Yachts Mallorca ist, so schnell kann ein unbedarfter Chartergast in klassische Fallen tappen. Die größten Fehler sind oft vermeidbar – hier die wichtigsten Warnungen und meine Tipps aus der Praxis:

Viele unterschätzen die Nebenkosten: Sprit, Endreinigung, Versicherung und Liegegebühren können den vermeintlichen Schnäppchenpreis schnell verdoppeln. Immer alle Posten vorab klären, im Zweifel ein komplettes Angebot schriftlich geben lassen.

Beim Ankern wird oft auf Posidonia geankert – aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit. Bußgelder sind empfindlich, und die Behörden kontrollieren inzwischen sogar per Drohne. Lieber an einer Boje festmachen oder mit dem Fernglas gezielt den Sandgrund suchen.

Fake-Angebote im Internet sind ein wachsendes Problem: Wer nur nach dem billigsten Preis sucht, landet schnell bei unseriösen Anbietern. Prüfe immer die Bewertungen, frage nach Gewerbeanmeldung („Licencia de actividad“) und sei skeptisch bei Vorauszahlungen ohne Absicherung. Lokale Anbieter mit festen Büros auf Mallorca sind meist die sicherere Wahl.

Viele verpassen die schönsten Momente, weil sie zu spät starten: Die Buchten sind vormittags meist leer, ab 11 Uhr füllt es sich rasant. Wer früh losfährt, hat die Calas fast für sich allein und kann später entspannt zurückkehren.

Zu guter Letzt: Überschätze nie deine eigenen Fähigkeiten. Das Revier ist zwar anfängerfreundlich, aber Wind, Welle und Verkehr können schnell anspruchsvoll werden. Wer unsicher ist, bucht besser einen Skipper dazu – das schont Nerven und sorgt für mehr Genuss.

Empfehlenswerte Anbieter, echte Geheimtipps und authentische Alternativen

Die Wahl des richtigen Charteranbieters oder Bootsverleihs kann den Unterschied zwischen Traumtag und Frust ausmachen. Hier meine persönlich getesteten Empfehlungen, die sich auf Mallorca bewährt haben – ehrlich, fair und mit echtem Inselflair.

easyboats (Port d’Andratx): Kleine, inhabergeführte Firma mit exzellentem Service, gepflegten Yachten und ehrlicher Beratung. Auch kurzfristige Buchungen möglich, Skipper sprechen Deutsch, Spanisch und Englisch. Mein Tipp für individuelle Törns im Südwesten.

Nautic Fun (Portocolom): Spezialist für Llaüt-Charter, Segel- und Motorboote. Der Inhaber kennt jeden Winkel der Ostküste und gibt gerne Geheimtipps zu Ankerplätzen. Perfekt für alle, die abseits der Massen unterwegs sein wollen. Preise transparent, keine versteckten Kosten.

Barcos de Alquiler Mallorca (Cala d’Or): Große Auswahl an Yachten und Motorbooten, auch für Tagescharter ohne Führerschein (bis 15 PS). Freundlicher, unkomplizierter Service, faire Stornobedingungen – ideal für Familien oder Gruppen.

Wer das ganz Besondere sucht: Die „Mallorquinische Bootswerft“ in Portocolom bietet liebevoll restaurierte Llaüts mit Skipper für private Ausfahrten an – authentischer geht’s kaum. Und: Viele Anbieter bieten in der Nebensaison attraktive Rabatte – nachfragen lohnt sich.

Alternativen zum klassischen Yachting: Wer es sportlich mag, kann auf Mallorca auch SUP-Boards, Kajaks oder kleine Segelboote direkt am Strand mieten. Am Platja de Muro oder der Playa de Palma gibt es seriöse Verleiher, oft stundenweise zu mieten (ab 15 Euro/Stunde für SUP oder Kajak).

Weißes Boot auf Mallorca auf dem Meer bei Tageslicht, aufgenommen von Jacob Meissner
Ein weißes Boot auf Mallorca während des Tages auf dem Meer. Foto von Jacob Meissner, aufgenommen für Mallorca Magazin.

Abschließender Tipp: Wer auf Langzeit-Urlaub ist oder sogar über einen Kauf nachdenkt, findet auf Mallorca zahlreiche kompetente Makler (wie „Princess Yachts“ oder „Marina Estrella“) – aber hier gilt: Geduld mitbringen, Inspections persönlich machen und vor allem das Revier gut kennenlernen, bevor man sich bindet.

Fazit: Yachts Mallorca – Freiheit, Erlebnis und Inselflair mit Insider-Bonus

Yachts Mallorca ist nicht nur ein Schlagwort für Luxus, sondern steht für ein Lebensgefühl, das die Insel wie kaum etwas anderes prägt. Wer gut vorbereitet ist, sich an die lokalen Regeln hält und nicht auf die offensichtlichen Touristenfallen hereinfällt, erlebt die Küste Mallorcas von ihrer schönsten Seite – ob auf einer eleganten Motoryacht, einem traditionellen Llaüt oder einer sportlichen Segelyacht. Der Schlüssel zum perfekten Tag auf See liegt im lokalen Wissen, im respektvollen Umgang mit der Natur und in der Wahl der richtigen Partner vor Ort.

Es lohnt sich, die kleinen Häfen abseits der Massen zu entdecken, früh zu starten und sich auch mal auf ein einfaches Barco de Llaüt einzulassen. Yachts Mallorca ist für jeden möglich – mit dem richtigen Know-how, realistischen Erwartungen und einer Prise Abenteuerlust. Wenn du die Tipps aus diesem Guide beherzigst, wirst du auf Mallorca unvergessliche Stunden auf dem Wasser erleben und die Insel von einer Seite kennenlernen, die vielen verborgen bleibt. Vielleicht sehen wir uns ja bald auf dem Wasser – „Bon vent i bona mar“, wie man auf Mallorquín sagt: Guten Wind und eine ruhige See!

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