Dezember auf Mallorca: Das klingt für viele nach Nebensaison, leeren Stränden und geschlossenen Chiringuitos. Aber wer glaubt, die Insel schlafe im Winter, der kennt Mallorca nicht wirklich. Gerade der Dezember zeigt Mallorca von einer Seite, die selbst viele Vielflieger nie erlebt haben: Authentisch, entspannt und voller kleiner Überraschungen. Was erwartet dich, wenn du die Insel jenseits des klassischen Tourismus besuchst? Wie sieht das Leben auf Mallorca im Dezember wirklich aus – und warum lohnt es sich, genau jetzt zu kommen? Ich nehme dich mit zu festlich geschmückten Dörfern, versteckten Wintermärkten, den besten Insidertipps für gutes Essen ohne Touristenzuschlag – und zeige dir, worauf du achten musst, damit dein Dezember auf Mallorca nicht zur kalten Enttäuschung wird. Kleiner Vorgeschmack: Weihnachten bei 18 Grad, Orangen von der Finca und Tapas am Kaminfeuer gehören dazu. Und falls du dich fragst, ob baden im Meer möglich ist, wie viel auf der Insel geöffnet hat oder wie die Mallorquiner wirklich feiern – hier bekommst du die ehrlichen Antworten. Willkommen bei deiner ultimativen Dezember-Checkliste für Mallorca, direkt aus dem Herzen der Insel.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Dezember auf Mallorca bedeutet milde Temperaturen (tagsüber oft 15–20°C), aber kühlere Nächte – Heizung ist kein Luxus.
- Viele authentische Weihnachtsmärkte (“Mercados de Navidad”) finden in Palma, Portals Nous und kleinen Dörfern statt – meist ab 1. Advent bis Anfang Januar.
- Kultur und Gastronomie blühen auf: Lokale Restaurants (“Celler”, “Bodega”, “Ca’s”) bieten saisonale Spezialitäten und faire Preise ohne Hochsaison-Aufschlag.
- Wandern, Radfahren und Ausflüge sind bei frischer, klarer Luft ideal – weniger Touristen, mehr Platz auf den Wegen und in den Bergen.
- Insider-Tipp: Die Finca-Märkte rund um Santa Maria, Sineu und Consell bieten im Winter fantastische Orangen, Mandarinen und Olivenöl frisch von der Ernte.
- Palma leuchtet im Dezember: Die Altstadt wird abends zur Lichterkulisse – das solltest du nicht verpassen, vor allem rund um Plaça Mayor und Passeig del Born.
- Viele Strände sind menschenleer, doch das Meer bleibt frisch (ca. 16–18°C) – Baden ist für Mutige möglich, aber nicht selbstverständlich.
- Autovermietungen und Fincas sind oft günstiger als im Sommer, aber einige Hotels und Cafés schließen – vorher reservieren oder lokale Empfehlungen einholen.
- Feiertage wie der 6. und 8. Dezember (“Día de la Constitución”, “Immaculada Concepción”) bringen geänderte Öffnungszeiten – Supermärkte und Märkte prüfen!
- Dezember ist die Zeit für “torró”, “bunyols” und heiße Schokolade – probiere sie am besten in traditionellen Cafés abseits der Rambla.
Wie ist das Wetter im Dezember auf Mallorca wirklich?
Der Dezember auf Mallorca hat mit dem grauen, nasskalten Winter Mitteleuropas wenig gemeinsam. Die Tageshöchstwerte liegen meist zwischen 15 und 20 Grad, in der Sonne wirkt es oft wärmer. Regen gibt es, aber selten tagelang am Stück – meist wechseln sich Sonne und kurze Schauer ab. Das Licht ist klar, die Farben der Landschaft intensiver als im Sommer. Wichtig zu wissen: Nach Sonnenuntergang kühlt es rasch ab, gerade in den Tramuntana-Dörfern kann es nachts einstellig werden. In alten Landhäusern (“possessió”) fehlt oft eine echte Heizung, stattdessen gibt es kleine Holzöfen (“estufa de leña”) – Romantik ja, aber frieren will man nicht. Wer empfindlich ist, sollte eine Unterkunft mit Klimaanlage (für Wärme!) oder Zentralheizung wählen. Insider-Tipp: Die beste Zeit für Outdoor-Aktivitäten ist meist zwischen 10 und 16 Uhr – danach wird es recht schnell frisch.
Das Meer hat im Dezember auf Mallorca noch etwa 16 bis 18 Grad. Für viele zu kühl zum Schwimmen, doch einige Einheimische schwören auf das morgendliche Bad – “bany de Nadal” nennt man das hier. Wer’s ausprobieren will: Am besten an windarmen Tagen in windgeschützten Buchten wie Cala Blava, Illetes oder Sant Elm. Handtuch und Thermoskanne mit heißem Tee nicht vergessen!
Weihnachtsmärkte und Feste: Wo ist es im Dezember auf Mallorca am schönsten?
Das Herz der mallorquinischen Weihnachtszeit schlägt eindeutig in Palma. Die Altstadt verwandelt sich ab Ende November in ein Lichtermeer, die berühmte Weihnachtsbeleuchtung (“il·luminació de Nadal”) auf dem Passeig del Born zieht jedes Jahr viele Insulaner an. Der Weihnachtsmarkt an der Plaça Major (“Fira de Nadal i Reis”) ist täglich geöffnet und bietet Kunsthandwerk, lokale Leckereien wie “turrón”, Marzipanfiguren und handgefertigte Weihnachtsdekoration – viel traditioneller als die Plastikware in den Touristenzonen.
Ein echter Geheimtipp ist der Weihnachtsmarkt in Portals Nous: Er ist zwar kleiner, aber liebevoll gemacht, mit regionalen Produkten, Glühwein und Live-Musik. Für Familien lohnt sich ein Abstecher ins Pueblo Español, wo ein Adventsdorf aufgebaut wird – inklusive Eislaufbahn (mit Kunstschnee) und mallorquinischer Krippentradition (“betlems”).
Was viele nicht wissen: In Sóller, Alaró oder Sineu finden kleine, authentische Adventsmärkte statt, meist nur an den Wochenenden und oft nur für ein paar Stunden. Hier trifft man die Nachbarn, probiert “bunyols” (frittierte Teigringe mit Zucker) und kauft Honig oder lokale Marmelade als Weihnachtsgeschenk. Termine am besten beim jeweiligen Rathaus (“ajuntament”) oder auf lokalen Aushängen checken – das Internet ist nicht immer aktuell.
Vorsicht: Viele der großen Weihnachtsmärkte außerhalb Palmas sind nur bis etwa 20 Uhr geöffnet, und an Feiertagen gibt es abweichende Zeiten. Wer spät kommt, verpasst das Beste.
Was ist im Dezember auf Mallorca geöffnet – und was solltest du meiden?
Ein weitverbreiteter Irrglaube: Im Dezember ist auf Mallorca alles zu. Das stimmt so nicht – aber es gibt klare Unterschiede. Viele große Hotelanlagen und Strandbars (“chiringuitos”) machen ab November Winterschlaf, doch in den Städten, gerade in Palma, Sóller, Manacor oder Inca, haben die meisten Restaurants, Cafés und Geschäfte geöffnet. Dabei gilt: Je mehr sich ein Lokal an Einheimische richtet, desto sicherer kannst du im Dezember damit rechnen, dass es offen ist.
Einige der besten Lokale findest du jetzt abseits der Küste – etwa das “Celler Sa Premsa” (Palma, Plaça Bisbe Berenguer de Palou, Menüs ab ca. 15 €), das “Ca’n Costa” in Alcúdia (authentische mallorquinische Küche, Hauptgänge ab 16 €), oder das “Bar Nou” in Santanyí (legendäre Tapas, Mittwoch Ruhetag). Ohne Reservierung wird es selten voll, aber an den Feiertagen oder zu Stoßzeiten (Sonntagmittag!) besser vorab anrufen.
Was du meiden solltest: Viele Restaurants in den reinen Touristenorten wie Magaluf, El Arenal oder Cala d’Or sind im Dezember geschlossen oder bieten nur eingeschränkt Qualität – oft werden noch Reste der Saison verkauft. Wer Wert auf frische Küche legt, orientiert sich an Orten, wo Mallorquiner essen gehen (“menú del día” ist ein guter Indikator!).
Supermärkte, Bäckereien und Wochenmärkte laufen normal, aber an den Feiertagen (6., 8., 24., 25., 31.12., 1.1.) gibt es verkürzte Öffnungszeiten oder ganz geschlossen. Tipp: Vorräte rechtzeitig einkaufen, gerade wenn du auf dem Land wohnst, wo der nächste Supermarkt schnell 10 km entfernt ist.
Dezember auf Mallorca aktiv erleben: Wandern, Radfahren & mehr
Dezember ist auf Mallorca die Zeit für Outdoor-Fans. Das Wetter ist meist stabil, die Luft frisch, und die Insel zeigt sich von ihrer grünen Seite. Die Mandelbäume beginnen, erste Knospen zu treiben, und in den Bergen riecht es nach feuchter Erde und Pinien. Wandern im Tramuntana-Gebirge ist jetzt ein echtes Vergnügen: Die bekannten Routen wie von Deià nach Sóller oder rund um den Cúber-Stausee sind menschenleer, und die Sicht auf das Meer ist klarer denn je.
Radfahrer nutzen die autofreien Straßen besonders gern – Asphalt-Tipps für den Dezember sind die Strecken von Sineu nach Petra oder die Runde um das Cap de Ses Salines. Wer Mountainbike liebt, sollte die Waldwege rund um Esporles oder Sant Llorenç ausprobieren. Achtung: In höheren Lagen kann es morgens glatt sein, nach Regen sind manche Wege rutschig.
Für einen Wintertag am Meer empfehle ich die Cala Mondragó im Südosten: Der Naturpark ist auch im Dezember geöffnet, die Strände sind menschenleer, und das Licht am späten Nachmittag ist spektakulär. Wer lieber im Landesinneren unterwegs ist, sollte den Markt in Santa Maria del Camí (sonntags) besuchen: Neben Obst und Gemüse gibt’s lokale Produkte wie Käse, Olivenöl und “sobrassada” (typische Paprikawurst) – jetzt frisch von der Winterproduktion.
Ein Geheimtipp für den Dezember auf Mallorca: Viele kleine Fincas bieten jetzt Führungen oder Verkostungen an, etwa “Son Moragues” (Valldemossa, Olivenöl und Marmeladen, vorher anmelden) oder “Can Det” (Sóller, traditionelle Olivenpresse, Eintritt ca. 8 €).

Das mallorquinische Leben im Dezember – Feste, Bräuche und kulinarische Highlights
Dezember ist für die Mallorquiner eine Zeit der Familie und der stillen Feste. Die wichtigsten Feiertage sind der 6. Dezember (“Día de la Constitución”), der 8. Dezember (“Immaculada Concepción”) und natürlich Weihnachten selbst. Der 24. Dezember (“Nochebuena”) wird im Kreis der Familie mit einem langen Abendessen gefeiert – typisch sind “sopa de Nadal” (eine Art Fleischbrühe mit Nudeln), gebratene Lammkeule (“paletilla de cordero”) und “turrón”. Am 25. Dezember (“Navidad”) bleibt alles ruhig, viele Restaurants schließen, selbst in Palma.
Was kaum jemand weiß: Die eigentlichen Geschenke gibt es für die meisten Kinder erst am 6. Januar, wenn die Heiligen Drei Könige (“Reis Mags”) in festlichen Paraden durch die Orte ziehen und Süßigkeiten verteilen. Die Umzüge (“Cavalcada de Reis”) in Palma, Manacor und Artà sind besonders sehenswert – aber warm anziehen, es kann abends empfindlich kalt werden.
Kulinarisch ist der Dezember auf Mallorca die Hochsaison für Gebäck: “Bunyols” (Teigringe), “ensaïmada” mit Kürbismarmelade (“cabello de ángel”) und heiße Schokolade (“xocolata calenta”) gibt es in jedem traditionellen Café. Die besten Bunyols findest du übrigens bei “Ca’n Joan de s’Aigo” in Palma (Carrer de Can Sanç 10) – eine Institution seit 1700. Wer es ganz lokal mag, probiert “torró d’ametlla” (Mandel-Nougat), frisch auf den Märkten angeboten.
Ein Etikette-Tipp: Bei privaten Einladungen bringt man zum Fest gern eine Flasche mallorquinischen Wein oder “herbes” (Kräuterlikör) mit. Übertriebene Geschenke sind unüblich, wichtiger ist das Beisammensein.
Was kostet Mallorca im Dezember – Preise, Spartricks und echte Schnäppchen
Dezember auf Mallorca ist für Preisbewusste eine der besten Zeiten. Flüge ab Deutschland sind oft deutlich günstiger als zur Hochsaison, ebenso Mietwagen (ab ca. 8–15 €/Tag, je nach Anbieter). Viele Fincas und Boutique-Hotels bieten Winterpreise mit bis zu 40 % Rabatt – gerade im Landesinneren und an der Ostküste. Tipp: Wer flexibel ist, kann spontan buchen, doch zu den Feiertagen (um Weihnachten und Silvester) steigen die Preise leicht an.
Restaurants und Cafés setzen auf “menú del día” (3-Gänge-Mittagsmenü ab ca. 12–18 €), das auch in guten Lokalen fair kalkuliert ist. Wer sparen will, kauft auf den Wochenmärkten ein und probiert lokale Spezialitäten wie “cocas” (herzhafte Fladen) oder “empanadas” (gefüllte Teigtaschen) für den Snack zwischendurch.
Ein Spartipp, den viele nicht kennen: Eintritt zu Sehenswürdigkeiten ist im Winter oft reduziert oder sogar frei – etwa in vielen Museen der Insel oder in Klöstern wie Lluc. Auch Parkplätze an Stränden und Wanderparkplätzen (z.B. Cala Tuent, Formentor) sind jetzt meist kostenlos, während im Sommer Gebühren fällig werden.
Warnung: Die Nebenkosten für Heizung können in Ferienhäusern überraschend hoch sein, da Strom und Gas teurer sind als in Deutschland. Verträge genau lesen, am besten nachfragen, ob Heizkosten inklusive sind. Sonst kann ein vermeintliches Schnäppchen teuer werden.
Was du im Dezember auf Mallorca unbedingt vermeiden solltest
So schön der Dezember auf Mallorca ist, es gibt ein paar Fallen, die du kennen solltest. Die größte Enttäuschung droht, wenn du ohne Planung auf der Suche nach Partys, vollen Strandbars oder geöffneten Beachclubs bist – das gibt es nicht. Wer nach Ballermann-Atmosphäre sucht, wird im Winter enttäuscht. Auch spontane Ausflüge in abgelegene Dörfer können ins Leere laufen, wenn die einzige Bar geschlossen hat.
Ein häufiger Fehler: Sich ausschließlich auf Google oder Tripadvisor zu verlassen. Viele Öffnungszeiten stimmen im Winter nicht, Lokale und Veranstaltungen ändern oft kurzfristig ihre Pläne. Besser: Vorher direkt anrufen, auf Instagram nach aktuellen Storys suchen oder Einheimische fragen (“está abierto hoy?”).
Auch Mietwagen sollte man im Voraus buchen – viele Anbieter schließen ihre Schalter im Winter früher oder sind nur an den Flughäfen präsent. Wer an abgelegene Strände oder in die Berge möchte, sollte prüfen, ob Zufahrten wegen Sturm oder Regen gesperrt sind. Die Insel ist im Dezember wetteranfälliger, besonders im Tramuntana-Gebirge kann es zu Erdrutschen kommen.
Noch ein Detail: Für längere Aufenthalte auf dem Land empfiehlt sich eine Unterkunft mit vernünftiger Heizung – Steinhäuser speichern die Kälte, und offene Kamine allein reichen selten aus.

Dezember Mallorca: Für wen lohnt sich die Reise – und wann ist die beste Zeit?
Dezember auf Mallorca ist ideal für alle, die Ruhe, Authentizität und das echte Inselleben suchen. Wer Kultur, Kulinarik und Natur schätzt, findet jetzt ideale Bedingungen: Keine Warteschlangen, freundliche Gastgeber und eine entspannte Atmosphäre, die im Sommer oft fehlt. Wanderer, Radfahrer und Genießer kommen voll auf ihre Kosten. Familien mit Kindern erleben die Insel stressfrei, auch wenn manche Freizeitparks und Wasserattraktionen geschlossen sind.
Die beste Reisezeit im Dezember? Wer die festlichen Lichter und die Weihnachtsmärkte erleben will, kommt zwischen dem 1. und 20. Dezember. Für Silvester (“Nochevieja”) und die Heiligen Drei Könige (bis 6. Januar) lohnt es sich, rechtzeitig zu buchen – dann sind auch die Paraden und Feste ein echtes Highlight.
Die größte Überraschung für viele: Wie grün die Insel im Winter ist, wie offen die Menschen abseits des Massentourismus sind – und wie viel Mallorca zu bieten hat, wenn man die Ruhe zulässt. Der Großteil der Touristen ist weg, die Insel gehört wieder sich selbst. Wer das erleben möchte, wird den Dezember auf Mallorca lieben.
Fazit: Dezember auf Mallorca – authentisch, entspannt und voller kleiner Wunder
Dezember auf Mallorca ist ein Geheimtipp für alle, die die Insel neu entdecken wollen: Authentisch, ruhig und voller kleiner Momente, die es im Sommer kaum gibt. Die Mischung aus mildem Klima, festlicher Stimmung und ehrlicher mallorquinischer Gastfreundschaft macht diese Zeit so besonders. Ja, du musst auf Beachparty und Pool verzichten – aber dafür bekommst du leere Strände, lebendige Märkte, köstliches Winteressen und einen echten Einblick ins Inselleben. Mit etwas Planung wird der Dezember auf Mallorca zu einer Erfahrung, die bleibt. Und wer weiß – vielleicht wird dein nächster Sommerurlaub nie wieder so aussehen wie zuvor. Falls du noch Fragen hast, findest du hier die Antworten. Und wenn du bereit bist, Mallorca im Winter kennenzulernen, sage ich: “Benvingut a la veritable Mallorca!” – Willkommen im echten Mallorca.







