Cala Marsal Club: Lage, Anfahrt & Insider-Tipps

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Wer auf Mallorca ein Stück authentisches Küstenflair sucht, das nicht in jedem Reiseführer steht, landet früher oder später beim Cala Marsal Club. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist es nur ein weiteres Beach-Lokal mit Instagram-Kulisse – oder ein Geheimtipp für alle, die Atmosphäre, Qualität und das gewisse Etwas schätzen? Ich habe den Cala Marsal Club mehrfach besucht, mit dem Team gesprochen, den Sonnenuntergang über der gleichnamigen Bucht beobachtet und bin dabei auf kleine Details gestoßen, die den Unterschied ausmachen. In diesem Artikel verrate ich dir, wo der Cala Marsal Club wirklich liegt, wie du am besten hinkommst, was dich erwartet – und welche Fehler du als Mallorca-Neuling unbedingt vermeiden solltest. Ob Brunch am Meer, Sundowner mit Chillout-Musik oder ein kleines Abendessen abseits der üblichen Touristenströme: Hier bekommst du ehrliche Empfehlungen, aktuelle Preise, Ablauf-Tipps und meine persönlichen Best Practices – garantiert fernab von abgedroschenen Pauschal-Empfehlungen. Und, versprochen: Nach dem Lesen weißt du wirklich alles, was du für einen perfekten Tag (oder Abend) im Cala Marsal Club brauchst.

Strand mit Booten im Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Konstantin Chemeris
Ein Blick auf den Strand mit Booten im Wasser auf Mallorca, fotografiert von Konstantin Chemeris.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Cala Marsal Club liegt direkt am südlichen Ende der Cala Marsal, wenige Gehminuten vom Zentrum Portocoloms entfernt.
  • Reservierung empfohlen: Für Sonnenuntergangs-Stimmung und gute Plätze am Wasser solltest du mindestens 2–3 Tage vorher online oder telefonisch reservieren.
  • Parkplatz-Engpass im Sommer: Freie Parkplätze gibt es direkt an der Straße oberhalb, aber ab 18 Uhr wird es knapp – Frühanreise lohnt sich.
  • Preisniveau: Cocktails ab ca. 11 €, Hauptgerichte meist zwischen 18–28 €, Frühstück ab 9 € – mit Blick und Qualität aber fair kalkuliert.
  • Öffnungszeiten variieren saisonal: In der Hauptsaison von 10:00 bis mindestens 23:00 Uhr geöffnet, im Winter geschlossen.
  • Bester Platz: Die Lounge-Sofas links außen mit Blick auf die Bucht – früh besetzen oder bei Reservierung gezielt danach fragen.
  • Küche mit internationalem Touch, aber lokale Produkte – empfehlenswert: “Pulpo a la brasa” und hausgemachte Limonade.
  • Dresscode entspannt, aber Badekleidung allein ist nicht erwünscht; Flip-Flops und luftige Sommerkleidung sind Standard.
  • Insider-Tipp: Am frühen Abend spielt oft ein DJ (Mallorquinische Chillout-Beats), aber donnerstags ist es ruhiger als am Wochenende.
  • Touristischer Hotspot ab 20 Uhr – wer es ruhiger mag, kommt zum Frühstück oder späten Mittagessen.
  • Hunde sind willkommen, solange sie angeleint bleiben und sich benehmen.

Wo liegt der Cala Marsal Club genau? Insider zum Standort

Viele Besucher glauben, Cala Marsal gehöre zum Zentrum von Portocolom – tatsächlich liegt der Cala Marsal Club aber abseits des geschäftigen Ortskerns, direkt am südlichen Rand der gleichnamigen Sandbucht. Die Adresse lautet: Carrer de la Gavina, 4, 07670 Portocolom. Von der Hauptstraße aus führt eine kleine, leicht abschüssige Straße direkt auf den Club zu – mit Blick auf das türkisfarbene Wasser und die felsgerahmte Küstenlinie, die für diesen Teil von Mallorcas Ostküste typisch ist.

Der Cala Marsal Club ist weder versteckt noch aufdringlich – vielmehr fügt er sich harmonisch an den Hang, halb Lounge, halb Beachbar. Wer am frühen Morgen kommt, erlebt die Bucht fast menschenleer und hat die Chance, einen der begehrten Plätze direkt an der Balustrade zu ergattern. Ab Mittag mischen sich Einheimische und Gäste – ein guter Indikator, dass es sich nicht um eine reine Touristenzone handelt. Viele Stammgäste aus Portocolom kommen zum Kaffee vorbei, was für Qualität und Authentizität spricht.

Die Lage ist ideal, um einen Strandtag mit einem entspannten Essen oder Sundowner zu verbinden. Der Sandstrand der Cala Marsal beginnt wenige Meter unterhalb des Clubs, sodass du jederzeit zwischen Meer und Lounge wechseln kannst. Gerade für Familien mit Kindern oder alle, die nicht den ganzen Tag auf der Sonnenliege verbringen wollen, bietet sich diese Kombination an.

Wichtig zu wissen: Der Cala Marsal Club ist nicht mit den einfacheren Chiringuitos am Strand zu verwechseln. Hier sitzt du erhöht, mit weitem Blick aufs Meer – und dennoch in direkter Reichweite zum Wasser. Wer Atmosphäre und Qualität sucht, ist hier richtig. Wer nur ein günstiges Sandwich am Plastikstuhl will, sollte sich besser unten am Strand umsehen.

Anfahrt zum Cala Marsal Club: Die besten Wege und Park-Tipps

Die Anreise zum Cala Marsal Club ist unkompliziert, aber ein paar Details machen den Unterschied. Mit dem Mietwagen kommst du am einfachsten über die MA-4010 aus Richtung Felanitx oder Santanyí. Ab Portocolom folgst du der Beschilderung “Cala Marsal”, bis du die Avenida Hernán Cortés erreichst. Ab dort sind es keine fünf Minuten bis zum Club. Die Straßen sind eng, aber gut ausgebaut – nur in der Hochsaison kann es rund um die Cala Marsal eng werden.

Parkplätze gibt es direkt an der Straße oberhalb des Clubs (Carrer de la Gavina und Umgebung). In der Nebensaison findest du meist problemlos einen Platz, ab Juni wird es ab spätem Nachmittag allerdings knapp. Mein Tipp: Wer nach 18 Uhr kommt, sollte auf die Parkplätze ein Stück weiter oben im Ort ausweichen und einen kurzen Spaziergang (ca. 7 Minuten) zum Club einplanen. Alternativ gibt es einen kleinen, kostenpflichtigen Parkplatz am westlichen Ende der Bucht (3–4 € pro Tag), der selten ausgelastet ist.

Wer auf Mallorca ohne Auto unterwegs ist, kann ab Portocolom-Zentrum die Strecke zu Fuß gehen (ca. 18 Minuten) oder sich ein Taxi nehmen – die Fahrt kostet etwa 6–8 € einfach. Busse fahren aus den umliegenden Orten nur unregelmäßig bis Cala Marsal, vor allem außerhalb der Hauptsaison. Für den Rückweg am späten Abend ist ein Taxi die beste Option, da die Busverbindungen dann nicht mehr zuverlässig fahren (Taxi-Portocolom: +34 971 82 23 29).

Viele Besucher unterschätzen, wie schnell die Gegend um die Cala Marsal abends voll wird. Wer auf eine entspannte Anfahrt Wert legt, kombiniert den Besuch mit einem Badetag, kommt am frühen Nachmittag und bleibt einfach sitzen, bis der Sonnenuntergang beginnt. Das erspart Stress und sichert die besten Plätze.

Ambiente & Publikum: Was dich im Cala Marsal Club erwartet

Der Cala Marsal Club ist auf Mallorca bekannt für seine entspannte, aber stilvolle Atmosphäre. Die Einrichtung erinnert an moderne Beachlounges, ohne ins Kitschige abzurutschen: Helle Holzterrassen, weiße Sitzkissen, dezente Boho-Dekoration und große Sonnensegel schaffen das Gefühl, irgendwo zwischen Ibiza und Portocolom zu sitzen – nur eben mit deutlich mehr Authentizität.

Das Publikum ist gemischt: Am Vormittag sitzen hier gerne Familien, Paare oder digitale Nomaden mit Laptop und Café con leche; ab dem späten Nachmittag zieht der Club ein internationales, aber angenehm ruhiges Publikum an. Viele Einheimische aus dem Südosten Mallorcas nutzen den Club für Feierabend-Drinks oder ein spätes Abendessen. Wer Wert auf lokale Stimmung legt: Dienstags und donnerstags ist der Anteil der Residentes besonders hoch, während Freitag und Samstag eher Ausgeh-Abende für Urlauber sind.

Musikalisch setzt der Cala Marsal Club auf entspannte Chillout- und Deep-House-Klänge, oft vom DJ live gemixt. Besonders am Wochenende gibt es gelegentlich kleine Events mit lokalen Künstlern – keine lauten Partys, sondern dezente musikalische Untermalung. Wer es ruhiger mag, kommt am besten werktags zum Brunch oder frühen Abendessen.

Dresscode? Ganz entspannt, aber Badekleidung allein ist nicht gern gesehen. Ein leichtes Sommerkleid, Shorts, Leinenhemd oder Polo – alles kein Problem. Es geht weniger um Etikette, mehr um eine respektvolle, gepflegte Atmosphäre. Flip-Flops und Sonnenhut sind Standard, aber laute Gruppen oder Party-Outfits passen hier weniger ins Bild.

Das kulinarische Angebot: Von Frühstück bis Sundowner – was lohnt sich wirklich?

Die Speisekarte des Cala Marsal Club spiegelt das wider, was auf Mallorca gerade im Trend ist: Mediterrane Klassiker, internationale Akzente und ein klares Bekenntnis zu frischen, lokalen Zutaten. Frühstück gibt es ab 10 Uhr – von hausgemachten Croissants über Smoothie-Bowls bis zu üppigen “Huevos rotos” (zerbrochene Eier auf mallorquinische Art). Preislich liegt das Frühstück meist zwischen 9 und 15 € pro Person, inkl. Kaffee oder frischer Säfte.

Mittags und abends dominieren leichte Gerichte: Gegrillter Pulpo (Pulpo a la brasa, 18 €), mallorquinischer Tomatensalat mit Ziegenkäse, verschiedene Bowls, aber auch Burger, Pasta und ein exzellenter vegetarischer Wrap. Die Portionen sind großzügig, die Qualität stimmt. Mein persönlicher Favorit – und auch bei Locals beliebt – ist der “Arroz negro” (schwarzer Reis mit Meeresfrüchten, 24 €), der frisch zubereitet wird und perfekt mit einem Glas Verdejo harmoniert.

Die Cocktailkarte ist überraschend kreativ: Neben Klassikern wie Mojito und Gin Tonic gibt es eigene Kreationen mit lokalen Kräutern und mallorquinischen Spirituosen (Gin Eva, Palo). Besonders empfehlenswert: “Marsal Spritz” mit Zitronenverbene und Cava (11 €). Hausgemachte Limonade (“Limonada casera”) oder der alkoholfreie “Sunset Cooler” machen den Club auch für Familien attraktiv.

Was viele nicht wissen: Wer ab 17 Uhr kommt, erhält oft einen kleinen Gruß aus der Küche (z.B. Tapenade oder mariniertes Gemüse) gratis zum Drink – ein netter Touch, der die Wartezeit bis zum Essen verkürzt. Am Wochenende kann es zu Wartezeiten kommen, da die Küche frisch arbeitet und keine Massenabfertigung betreibt. Mein Tipp: Lieber ein, zwei Tapas mehr bestellen und den Blick genießen, als sich über längere Wartezeiten zu ärgern.

Menschen liegen entspannt auf einem Strand auf Mallorca und genießen die Aussicht auf das Meer, fotografiert von Victor Rosario.
Menschen relaxen am Strand auf Mallorca und genießen die Aussicht, aufgenommen von Victor Rosario.

Für Allergiker und Vegetarier gibt es eine eigene kleine Karte – einfach beim Personal nachfragen (“¿Tienen carta para alérgicos o vegetarianos?”). Die meisten Mitarbeiter sprechen Deutsch, Spanisch und Englisch, was die Kommunikation angenehm unkompliziert macht.

Wann ist die beste Zeit für den Cala Marsal Club? Saisonale Besonderheiten und Timing-Tipps

Auf Mallorca ist Timing alles – das gilt auch für den Cala Marsal Club. Die Saison beginnt meist im April und endet im späten Oktober. In der Nebensaison (April/Mai, September/Oktober) ist es deutlich entspannter, die Temperaturen sind angenehm, und die Bucht ist weniger überlaufen. In der Hochsaison (Juni–August) ist der Club fast täglich ab dem frühen Nachmittag voll belegt.

Wer den Sonnenuntergang genießen will, sollte spätestens um 19 Uhr da sein – die besten Plätze mit Blick auf die untergehende Sonne sind schnell vergeben. Im Juli und August empfiehlt sich eine Reservierung mindestens 2–3 Tage im Voraus, besonders an Wochenenden oder bei angekündigten DJ-Sessions. Vormittags (bis ca. 12 Uhr) ist es am leersten; wer einen ruhigen Start in den Tag mit Meerblick sucht, kommt zum Frühstück.

Ein echter Geheimtipp: Donnerstags ist der Betrieb meist ruhiger, weil viele Urlauber erst freitags anreisen. Auch dienstags sind mehr Einheimische als Touristen da, was sich im entspannten Grundton des Clubs widerspiegelt.

Was viele nicht wissen: In der Mittagszeit (13–15 Uhr) ist die Sonne auf der Terrasse besonders intensiv, da der natürliche Schatten durch die Felsen erst ab dem späten Nachmittag einsetzt. Wer empfindlich ist, fragt gezielt nach einem Platz unter den Sonnensegeln oder weicht auf den Loungebereich im Inneren aus.

Ab Oktober schließt der Cala Marsal Club meist bis zum Frühjahr – dann wird renoviert und neue Gerichte ausprobiert. Wer im Winter auf Mallorca ist, kann auf benachbarte Lokale in Portocolom ausweichen (z.B. das “Restaurante HPC” am Hafen), aber das besondere Flair des Cala Marsal Clubs gibt es dann nicht.

Platzwahl & Reservierung: Wie du den besten Sitzplatz bekommst

Die Platzwahl im Cala Marsal Club ist entscheidend für das Erlebnis. Die begehrtesten Plätze sind die Lounge-Sofas und Tische an der linken Seite der Terrasse – hier hast du einen direkten, unverbauten Blick auf die Bucht und den Sonnenuntergang. Wer frühzeitig reserviert (“Mesa con vistas al mar, por favor”), bekommt meist einen dieser Plätze zugewiesen, besonders wenn er freundlich nachfragt.

Für Gruppen ab 6 Personen empfiehlt sich eine Reservierung mindestens eine Woche im Voraus, vor allem an Wochenenden. Bei spontanen Besuchen hilft es, direkt zum Service-Counter zu gehen und nach “Sofá en la esquina con vistas” zu fragen – das Personal ist bemüht, Wünsche möglich zu machen, aber in der Hochsaison ist Flexibilität gefragt.

Einige Stammgäste setzen sich bewusst an die etwas ruhigeren Tische im hinteren Bereich: Hier ist es schattiger, der Geräuschpegel geringer, und man kann entspannt lesen oder arbeiten. Wer mit Kindern kommt, sollte einen Platz nahe am Eingang wählen – dort gibt es etwas mehr Bewegungsfreiheit, und der Weg zum Strand ist kürzer.

Wichtig: Bei schlechtem Wetter wird das Angebot reduziert, und es sind weniger Plätze verfügbar. Reservierungen werden dann oft kurzfristig verschoben oder abgesagt. Auch deshalb lohnt es sich, am Tag des Besuchs telefonisch zu bestätigen, ob alles wie geplant läuft.

Preise, Bezahlung & Trinkgeld: Was du wissen musst

Der Cala Marsal Club bewegt sich preislich im mittleren bis gehobenen Segment – aber gemessen an Qualität und Lage ist das Preis-Leistungs-Verhältnis fair. Kaffee ab 2,50 €, Frühstück ab 9 €, Cocktails zwischen 10 und 13 €, Hauptgerichte meist 18–28 €. Wasser (0,75 l still/sprudelnd): 4,50 € – das ist üblich auf Mallorca. Wer ein komplettes Drei-Gänge-Menü mit Getränken plant, landet pro Person bei etwa 40–55 €.

Bezahlen kannst du bar oder mit Karte (Visa/Mastercard, keine Amex). Getrennte Rechnungen sind kein Problem, sollten aber idealerweise beim Bestellen angekündigt werden. Trinkgeld (“propina”) ist auf Mallorca üblich, aber kein Zwang. 5–10 % sind angemessen, wenn du zufrieden warst. Das Service-Team besteht überwiegend aus jungen Einheimischen und internationalen Kräften – freundlich, aber nicht aufdringlich.

Ein Spartipp: Wer nur einen Drink oder Snack möchte, kann sich an die Bar setzen und spart so die Servicepauschale, die bei Tischbedienung manchmal (vor allem abends) aufgeschlagen wird. Wasser wird auf Nachfrage gerne nachgeschenkt, kleine Extras wie Oliven oder Brot gibt es meist gratis zum Aperitif.

Was du vermeiden solltest: Typische Fehler & ehrliche Warnung

So schön der Cala Marsal Club auch ist – es gibt ein paar Stolperfallen, die du kennen solltest. Erstens: Wer ohne Reservierung zur Prime Time (Sonnenuntergang) auftaucht, muss mit langen Wartezeiten oder einem Platz ohne Meerblick rechnen. Zweitens: Viele unterschätzen den Geräuschpegel ab 20 Uhr in der Hochsaison – dann wird es voll, und die entspannte Club-Atmosphäre kann kippen. Wer Ruhe sucht, kommt früher oder wählt gezielt einen Platz abseits der Terrasse.

Drittens: Parken ist abends ein Problem, vor allem freitags und samstags. Wer knapp kalkuliert, verpasst vielleicht seinen Tisch oder verliert Zeit mit der Parkplatzsuche. Viertens: Der Club ist kein klassischer Beach Club mit Pool oder Sonnenliegen – wer darauf aus ist, ist hier falsch und sollte auf Alternativen wie den “Purobeach Illetas” oder “UM Beach House” bei Portals ausweichen (dort aber deutlich höhere Preise und teils weniger authentisches Ambiente).

Fünftens: Badekleidung ist nicht erwünscht, auch wenn der Club direkt am Meer liegt. Wer sich nicht an die lokalen Gepflogenheiten hält, erntet schnell missbilligende Blicke – ein typischer Anfängerfehler auf Mallorca. Und zuletzt: Im Winter ist geschlossen, auch wenn Google manchmal anderes anzeigt. Also vorab immer die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.

Alternativen & Ergänzungen: Was du rund um Cala Marsal noch erleben kannst

Wer nach dem Besuch im Cala Marsal Club noch mehr entdecken will, hat im direkten Umfeld echte Optionen. Für einen Sundowner-Spaziergang bietet sich der Küstenweg Richtung S’Arenal Gran an – eine kleine, wenig bekannte Naturbucht mit Felsen und klarem Wasser, etwa 15 Gehminuten entfernt. Hier tummeln sich fast nur Einheimische, und selbst in der Hochsaison ist es angenehm ruhig (“Cala secreta”, wie die Mallorquiner sagen).

Für Genießer lohnt ein Abstecher ins “Restaurante HPC” am Hafen von Portocolom (Passeig d’es Riu s/n) – modern-mediterrane Küche, maritime Atmosphäre, faire Preise. Wer lieber ganz bodenständig einkehrt, sollte das “Bar Restaurante Los Pinos” probieren: Hier gibt es Tapas zu lokalen Preisen, vor allem mittags (“Menú del día” ab 15 €).

Für einen Tagesausflug empfiehlt sich die Kombination Cala Marsal Club + Wanderung zum Kloster Sant Salvador oberhalb von Felanitx. Von oben hast du einen spektakulären Blick über die Ostküste – besonders im Frühjahr und Herbst ein Highlight.

Wer das Besondere sucht: Im Sommer gibt es im Cala Marsal Club gelegentlich kleine Kunst- und Musikabende, meist kurzfristig angekündigt (Infos über Instagram oder Facebook). Hier trifft man die lokale Szene – ein echtes Kontrastprogramm zu den klassischen Touristenbars.

Luftaufnahme einer felsigen Bucht mit Wasser auf Mallorca, aufgenommen von Alex Kulikov.
Aerialaufnahme einer felsigen Bucht auf Mallorca von Alex Kulikov, die die natürliche Küstenlandschaft zeigt.

Kulturelle Besonderheiten & Etikette: Das solltest du auf Mallorca beachten

Auf Mallorca – und besonders in Portocolom – wird Wert auf respektvolles, entspanntes Miteinander gelegt. Ein kurzes “Bon dia” (Mallorquín für Guten Tag) beim Betreten des Clubs öffnet viele Türen. Das Personal freut sich, wenn Gäste versuchen, ein paar Worte Spanisch oder Mallorquín zu sprechen – auch wenn es nicht perfekt ist. Trinkgeld wird dezent, meist beim Zahlen, übergeben – auf dem Tisch liegen lassen ist weniger üblich als in Deutschland.

Unbedingt beachten: Lautes Telefonieren oder Musik über eigene Lautsprecher wird nicht gerne gesehen. Wer mit Kindern kommt, sollte darauf achten, dass diese sich in den öffentlichen Bereichen des Clubs ruhig verhalten – ein freundliches, mediterranes Miteinander ist die Regel.

Hunde sind willkommen, solange sie angeleint bleiben und keine anderen Gäste stören. Wasser für Vierbeiner wird auf Nachfrage gerne gereicht (“¿Tiene agua para el perro?”). Rauchen ist nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt – auf der Hauptterrasse ist es tabu.

Wer lokale Spezialitäten ausprobieren möchte, fragt nach Empfehlungen des Tages (“¿Qué me recomienda hoy?”) – oft gibt es kleine Gerichte abseits der Karte, die nur für Stammgäste oder Insider angeboten werden.

FAQ: Die meistgestellten Fragen zum Cala Marsal Club

Viele Leser fragen mich regelmäßig nach Details rund um den Cala Marsal Club. Hier die wichtigsten Antworten aus erster Hand:

  • Gibt es WLAN? Ja, kostenlos und stabil – Zugangscode an der Bar.
  • Ist Kartenzahlung möglich? Ja, alle gängigen Karten (außer Amex).
  • Muss ich reservieren? Für Top-Plätze am Abend: unbedingt ja. Frühstück und Mittagessen gehen meist spontan.
  • Gibt es vegane Optionen? Ja, mindestens 2–3 Gerichte auf der Karte, oft auch tagesaktuelle Specials.
  • Ab wann ist geöffnet? In der Saison ab 10 Uhr, Küche bis 22:30 Uhr, Bar bis mindestens 23 Uhr.
  • Sind Kinder willkommen? Ja, aber kein spezieller Spielbereich – ruhiges Miteinander wird erwartet.
  • Kann ich direkt vom Club aus baden? Ja, der Zugang zum Strand ist in 1 Minute erreichbar, aber keine eigenen Liegen des Clubs am Strand.

Fazit: Cala Marsal Club – lohnt sich der Besuch wirklich?

Wer auf Mallorca das perfekte Gleichgewicht zwischen entspanntem Beachclub, hochwertiger Küche und authentischer Atmosphäre sucht, wird im Cala Marsal Club fündig. Die Lage ist spektakulär, das Publikum angenehm gemischt, und das Angebot überzeugt mit ehrlicher Frische statt austauschbarem Mainstream. Natürlich gibt es kleine Schwächen – etwa die Parkplatz-Situation und die manchmal längeren Wartezeiten zu Stoßzeiten. Doch gerade die Mischung aus mallorquinischer Gelassenheit, freundlichem Service und herrlichem Blick macht den Club zu einem meiner Lieblingsorte auf der Insel.

Mein Tipp: Den Cala Marsal Club nicht als reinen Restaurantbesuch planen, sondern als Erlebnis – mit Zeit für Meer, Musik, gutes Essen und einen Sonnenuntergang, der in Erinnerung bleibt. Wer Wert auf Qualität und echte Insider-Stimmung legt, ist hier bestens aufgehoben. Und wer die kleinen Feinheiten der mallorquinischen Lebensart zu schätzen weiß, wird sich schnell heimisch fühlen. Vielleicht sehen wir uns ja mal auf einen “Marsal Spritz” mit Blick aufs Meer – bis dahin: Lass es dir auf Mallorca gutgehen und genieße die besonderen Momente, die die Insel abseits der ausgetretenen Pfade zu bieten hat.

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