Wer nach einem echten Familienstrand auf Mallorca sucht, der nicht überlaufen, aber auch nicht einsam ist, landet früher oder später bei einem Namen, der unter Einheimischen längst als Geheimtipp gehandelt wird: Font de Sa Cala. Keine 10 Autominuten von Capdepera entfernt, verbindet dieser Strand eine entspannte Atmosphäre mit einer Infrastruktur, die Familien ebenso glücklich macht wie Ruhesuchende. Ich erinnere mich an einen Julitag, an dem ich die Bucht fast für mich allein hatte – abseits der großen Ferienzeiten ist das hier tatsächlich noch möglich. In diesem Artikel erfährst du, warum Font de Sa Cala mehr verdient als einen schnellen Badestopp, welche lokalen Besonderheiten du kennen solltest und wie du aus dem Tag vor Ort das Maximum herausholst. Versprochen: Nach dieser Lektüre bist du nicht nur bestens vorbereitet, sondern weißt auch, worauf es wirklich ankommt – abseits von Pauschalratgebern und Reisebüro-Klischees.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Font de Sa Cala liegt im Nordosten von Mallorca, etwa 3 km südlich von Capdepera.
- Der Strand ist rund 100 Meter lang und maximal 60 Meter breit, mit feinem, hellem Sand und türkisfarbenem Wasser.
- Perfekt für Familien: Der Einstieg ins Wasser ist flach, das Meer meist ruhig, Rettungsschwimmer sind in der Hauptsaison täglich vor Ort.
- Parken ist kostenlos, aber die Plätze werden ab 10 Uhr knapp – Insider kommen vor 9:30 Uhr oder am späten Nachmittag.
- Liegestühle und Sonnenschirme kosten ca. 15–18 € pro Tag (zwei Liegen plus Schirm), eigene Ausrüstung lohnt sich für Sparfüchse.
- In Gehweite liegen gute Restaurants wie das “Font de Sa Cala Beach Club” sowie eine kleine Strandbar (“chiringuito”) mit fairen Preisen.
- Keine lauten Beach-Clubs oder Partys: Hier dominiert entspannte Urlaubsatmosphäre, auch in der Hochsaison.
- Wassersportangebote vor Ort: SUP, Kajak, Tretboot, Schnorcheln – alles unkompliziert und familienfreundlich.
- Einheimische meiden den Strand an Sonntagen im August – dann wird es besonders voll und laut.
- Der Name “Font de Sa Cala” bezieht sich auf die historische Süßwasserquelle unweit des Strandes – ein Detail, das kaum ein Tourist kennt.
- Hunde sind in der Sommersaison tagsüber am Strand nicht erlaubt.
- Die Saison beginnt hier Mitte Mai und endet je nach Wetterlage Ende September.
Warum Font de Sa Cala auf Mallorca als Familienstrand so beliebt ist
Font de Sa Cala genießt auf Mallorca einen fast schon legendären Ruf unter Familien, die Wert auf eine entspannte Strandatmosphäre legen. Der Hauptgrund: Die Bucht ist von sanften Hügeln eingerahmt, was sie vor Wind schützt und für ungewöhnlich ruhiges Wasser sorgt. Während an anderen Küstenabschnitten Wellen und Strömungen zum Problem werden können, bleibt das Meer hier meist seicht und klar – ein echter Vorteil für Kinder und weniger geübte Schwimmer.
Die Größe des Strandes ist perfekt austariert: Groß genug, um auch an warmen Tagen ein Plätzchen zu finden, aber kompakt genug, dass Eltern ihre Kinder immer im Blick haben. Rettungsschwimmer (socorristas) sind während der Hauptmonate täglich von 10 bis 18 Uhr im Einsatz – ein Detail, das vielen Familien wichtig ist. Wer den Strand zum ersten Mal besucht, spürt schnell: Hier sind nicht nur Touristen unterwegs. Viele mallorquinische und spanische Familien verbringen ihre Wochenenden an der Font de Sa Cala, was eine angenehm authentische Stimmung schafft.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Barrierefreiheit: Der Zugang zum Strand ist flach, es gibt Holzstege für Kinderwagen und Rollstühle – ein Punkt, der auf Mallorca leider längst nicht überall Standard ist. Die Duschen sind sauber, Toiletten werden regelmäßig gepflegt, und auch ein kleiner Kinderspielplatz grenzt direkt an den Strandbereich.
Was viele nicht wissen: Die Bucht ist nicht nur für den Tag am Meer ideal, sondern auch als Ausgangspunkt für kleine Küstenwanderungen, etwa Richtung Cala Provençals oder zur alten Süßwasserquelle, die dem Ort ihren Namen gibt. Doch dazu später mehr.
Lage, Anfahrt und Parken: So findest du ohne Stress zur Bucht
Font de Sa Cala liegt im Gemeindegebiet von Capdepera, rund 80 Kilometer nordöstlich von Palma. Am einfachsten erreichst du den Strand mit dem Mietwagen. Die Zufahrt ist gut ausgeschildert, ab Capdepera folgst du einfach der Landstraße Ma-4042 Richtung Font de Sa Cala. Der kleine Ferienort ist überschaubar, und nach wenigen Minuten hast du die Bucht bereits im Blick.
Kostenlose Parkplätze findest du entlang der Carrer Llevant und der Carrer de l’Agulla. Wer früh kommt (vor 9:30 Uhr), hat meist kein Problem, einen schattigen Platz zu ergattern. Ab etwa 10 Uhr wird es eng – insbesondere an Wochenenden und in den Sommerferien. Ein kleiner, kostenpflichtiger Parkplatz (“Parking Font de Sa Cala”, Tagespreis ca. 5 €) befindet sich direkt am Strand, doch auch dieser ist im August schnell voll.
Die Alternative: Von Cala Ratjada oder Capdepera verkehrt im Sommer ein öffentlicher Minibus (Linie 411), der direkt am Strand hält. Die Fahrt kostet rund 2 € pro Person und spart nicht nur Parkplatzsuche, sondern auch Stress im Feierabendverkehr. Wer sportlich unterwegs ist, erreicht Font de Sa Cala auch bequem per Fahrrad – die Radwege entlang der Küste sind gut ausgebaut und bieten unterwegs traumhafte Ausblicke.
Ein Tipp, den kaum ein Reiseführer erwähnt: Die beste Zeit für die Anreise ist entweder früh am Morgen oder nach 16 Uhr. Dann sind die meisten Tagesgäste schon wieder auf dem Rückweg, und die Bucht gehört fast den Einheimischen. Wer Wert auf einen ruhigen Platz im Schatten legt, bringt am besten einen eigenen Sonnenschirm mit – die natürlichen Schattenplätze unter den wenigen Pinien sind schnell belegt.
Strand und Wasserqualität: Was erwartet dich an der Font de Sa Cala wirklich?
Das erste, was an Font de Sa Cala auffällt, ist der feine, fast weiße Sand, der im Sonnenlicht beinahe karibisch wirkt. Das Wasser schimmert in sämtlichen Türkistönen, und die Sichtweite reicht an windstillen Tagen bis auf den Grund. Die Bucht fällt sehr flach ab, sodass kleine Kinder unbesorgt planschen können, während Erwachsene erst nach einigen Metern richtig schwimmen können.
Die Wasserqualität ist konstant hoch – auch nach starken Regenfällen trübt sich das Meer hier nur selten ein. Das liegt an der Lage der Bucht und an einer Besonderheit, die kaum jemand kennt: In der Nähe des Strandes entspringt eine Süßwasserquelle (font), die früher die gesamte Gegend mit Trinkwasser versorgte. Noch heute kann man an bestimmten Stellen den leichten Temperaturunterschied im Meer spüren, wo das Quellwasser ins Meer gelangt.
In der Nebensaison (Mai, Juni, September) ist das Wasser meist glasklar und angenehm frisch. In der Hochsaison (Juli, August) steigt die Wassertemperatur auf 26–28 Grad, ohne je unangenehm warm zu werden. Quallen (medusas) sind selten ein Problem, sollten aber – wie überall auf Mallorca – bei auflandigem Wind nicht komplett ausgeblendet werden. Einheimische werfen morgens einen Blick auf die gelbe oder rote Fahne am Rettungsturm: Sie signalisiert, ob gebadet werden kann oder Vorsicht geboten ist.
Ein Tipp für Schnorchelfans: Am rechten Rand der Bucht findest du zwischen Felsen und Seegraswiesen kleine Fischschwärme und manchmal sogar Oktopusse. Das Wasser ist dort etwas tiefer und ideal für kurze Schnorchel-Ausflüge. Wer Taucherbrille und Flossen zu Hause vergessen hat, kann sie günstig an der Strandpromenade ausleihen – die Preise sind moderat (ca. 5–7 € pro Tag).

Gastronomie und Verpflegung: Wo isst man an der Font de Sa Cala am besten?
Was die kulinarische Versorgung angeht, ist Font de Sa Cala angenehm bodenständig geblieben. Direkt am Strand findest du einen klassischen Chiringuito – also eine kleine, offene Strandbar mit Sand unter den Füßen. Hier gibt es alles, was man für einen Tag am Meer braucht: gekühlte Getränke, Café con leche, Bocadillos (spanische Baguettes), kleine Tapas und Eis. Die Preise sind fair – ein Café kostet rund 2 €, ein Bocadillo ab 4,50 €, ein kaltes Bier etwa 3 €.
Wer es etwas gehobener mag, steuert den “Font de Sa Cala Beach Club” an. Das Restaurant liegt erhöht mit Blick auf die Bucht, bietet mediterrane Küche, frische Fischgerichte und eine schöne Terrasse. Die Mittagsmenüs bewegen sich zwischen 18 und 25 €, für ein Hauptgericht à la carte (z.B. Dorade oder Paella) zahlt man 18–30 €. Die Weinkarte ist solide und überrascht mit einigen mallorquinischen Empfehlungen (Tipp: Unbedingt einen “Blanc de Blancs” probieren – der regionale Weißwein ist leicht und passt perfekt zum Fisch).
Ein echter Insider-Tipp: Wer Lust auf authentische mallorquinische Küche hat, läuft fünf Minuten ins Ortszentrum und besucht das “Bar Restaurante Sa Cala” in der Carrer Llevant. Hier isst man zwischen Einheimischen und genießt mallorquinische Hausmannskost zu Preisen, die auch für Familien erschwinglich sind. Besonders empfehlenswert: “Frito mallorquín” (gebratene Innereien mit Gemüse) und das Tagesmenü, das meistens unter 15 € liegt.
Selbstversorger finden an der Strandpromenade einen kleinen Supermarkt (“Spar”), der von 8 bis 21 Uhr geöffnet ist. Das Sortiment ist übersichtlich, aber alles Nötige für ein Picknick oder Snacks ist vorhanden. Achtung: Glasflaschen sind am Strand offiziell verboten – besser auf Dosen oder Plastikflaschen ausweichen, um Ärger mit den Ordnungshütern (“policía local”) zu vermeiden.
Aktivitäten und Wassersport: Was bietet Font de Sa Cala über das Baden hinaus?
Font de Sa Cala ist weit mehr als ein klassischer Badestrand. Das Angebot an Aktivitäten ist vielfältig, ohne in Kirmes-Atmosphäre abzurutschen. Direkt am Strand kannst du SUP-Boards (Stand-Up-Paddling), Kajaks und Tretboote mieten – die Preise starten bei 10 € pro Stunde für ein Kajak, SUP-Boards kosten rund 12–15 € pro Stunde. Die Buchung ist unkompliziert, und für Kinder gibt es Schwimmwesten gratis dazu.
Wer lieber die Unterwasserwelt erkundet, findet am Rand der Bucht eine kleine Tauchschule (“Dive & Fun Font de Sa Cala”). Hier werden Schnupperkurse für Anfänger ebenso angeboten wie geführte Tauchausflüge zu den umliegenden Höhlen (ab 45 € pro Person). Das Wasser ist ruhig, die Sicht meist hervorragend – perfekte Bedingungen für erste Tauchgänge.
Für sportliche Urlauber lohnt sich der Einstieg in den Wanderweg “Camí de Cala Provençals”, der direkt hinter dem Strand beginnt. Die Strecke führt vorbei an Pinien, wilden Kräutern und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Küste. Wer Glück hat, begegnet unterwegs einer Herde Schafe oder sieht einen der seltenen Fischadler kreisen. Die Wanderung ist einfach, dauert etwa 45 Minuten pro Strecke und eignet sich auch für Familien mit Kindern ab 6 Jahren.
Ein lokales Highlight, das kaum ein Tourist kennt: Die historische Süßwasserquelle (font), die dem Strand den Namen gab, liegt versteckt rund 200 Meter landeinwärts hinter dem südlichen Strandende. Der unscheinbare Brunnen ist heute denkmalgeschützt und ein schönes Fotomotiv – ein kurzer Abstecher lohnt sich, vor allem am späten Nachmittag, wenn das Licht besonders schön ist.
In der Hauptsaison werden am Strand gelegentlich Yoga-Kurse und Kinderanimation angeboten – die Termine hängen an der Infotafel am Zugang. Wer es ruhiger mag, kommt in der Nebensaison und genießt die Bucht fast für sich allein.
Tipps für Familien: Was macht Font de Sa Cala besonders kinderfreundlich?
Für Familien mit kleinen und größeren Kindern ist Font de Sa Cala ein Volltreffer. Das beginnt schon beim flachen Wassereinstieg: Kinder können hier unbesorgt spielen, und die Wasserwacht ist stets aufmerksam. Die Infrastruktur ist auf Familien eingestellt: Es gibt saubere Duschen, Wickelmöglichkeiten und einen kleinen Spielplatz im Schatten der Pinien.
Ein echter Pluspunkt ist das Angebot an Strandspielzeug und aufblasbaren Matratzen, das du direkt vor Ort kaufen oder günstig ausleihen kannst – so muss nichts im Koffer mitgebracht werden. Auch die Strandverkäufer (“vendedores ambulantes”) halten sich angenehm zurück, die Atmosphäre ist entspannt und wird nicht von lautem Angebotsschreien gestört.
Viele Eltern schätzen die kurzen Wege: Zwischen Parkplatz, Strand und Restaurants liegen nur wenige Schritte. Wer mit dem Kinderwagen kommt, findet barrierefreie Zugänge und ausreichend Platz, um sich auch mit viel Gepäck nicht eingeengt zu fühlen. Für größere Kinder gibt es in der Nähe einen Minigolfplatz (“Golf Fantasia Font de Sa Cala”) und einen kleinen Tennis-Club, der auch Tagesgäste willkommen heißt.
Ein Hinweis für Familien mit Babys: Im Hochsommer kann es in der Mittagszeit unter den Sonnenschirmen sehr heiß werden. Die natürlichen Schattenplätze sind begrenzt – am besten einen UV-Schutz oder ein kleines Strandzelt mitbringen. Wer Wert auf Ruhe legt, kommt am besten außerhalb der Ferienzeiten oder in den frühen Abendstunden, wenn die Tagesgäste abreisen.
Was viele nicht wissen: In der Nebensaison finden regelmäßig kleine Feste (“festes locals”) am Strand statt – dann gibt es Livemusik, mallorquinische Tänze und lokale Spezialitäten. Ein tolles Erlebnis für Kinder und Eltern, das einen Badetag unvergesslich macht.
Was du vermeiden solltest: Fehler, Fettnäpfchen & Touristenfallen
Auch an einem scheinbar perfekten Ort wie Font de Sa Cala gibt es Fallstricke, die du kennen solltest. Das beginnt bei den Liegen: Wer sie mietet, bekommt meist ein nummeriertes Ticket. Es lohnt sich, den Beleg aufzubewahren – die Kontrolleure kommen regelmäßig vorbei, und ohne Ticket gibt’s Diskussionen. Die Preise sind im Vergleich zu anderen Stränden fair, aber eigene Ausrüstung spart auf Dauer Geld.
Ein häufiger Fehler: Viele unterschätzen den Andrang an Sonntagen im August. Dann platzt die Bucht aus allen Nähten, und die Parkplatzsuche wird zum Alptraum. Einheimische meiden diese Zeit konsequent – und das aus gutem Grund. Wer flexibel ist, plant seinen Besuch auf einen Wochentag oder kommt am späten Nachmittag.
Touristenfalle: Direkt an der Zufahrt gibt es einen Imbisswagen, der mit “typisch mallorquinischen” Snacks wirbt. Tatsächlich handelt es sich meist um Convenience-Produkte, und die Preise sind überzogen. Besser im Chiringuito oder in der “Bar Restaurante Sa Cala” einkehren – dort stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich.
Noch ein Hinweis zum Thema Lärm: In der Hauptsaison kann es an manchen Tagen durch Gruppenreisen (vor allem französische und deutsche Reiseveranstalter) kurzfristig voll werden. Diese Gruppen sind meist nach zwei Stunden wieder weg – wer es ruhiger mag, wartet einfach ab oder sucht sich in der Zwischenzeit einen Platz am Rand der Bucht.
Lokaler Knigge: Am Strand wird auf Mallorca grundsätzlich nicht nackt gebadet (das ist nur an ausgewiesenen FKK-Stränden wie Es Trenc akzeptiert). Auch laute Musik ist verpönt – Bluetooth-Boxen sind offiziell verboten, und die Polizei kontrolliert regelmäßig. Müllentsorgung ist streng geregelt – am besten, du nimmst deinen Abfall wieder mit und verlässt den Strand so sauber, wie du ihn vorgefunden hast.
Beste Reisezeit und saisonale Besonderheiten an der Font de Sa Cala
Die Hauptsaison an Font de Sa Cala beginnt Mitte Mai und endet je nach Wetterlage Ende September. In dieser Zeit sind alle Angebote verfügbar, die Wasserqualität ist hervorragend, und die Infrastruktur läuft auf Hochtouren. Die Monate Juni und September gelten als Geheimtipp: Das Wetter ist stabil, das Meer warm, die Bucht aber deutlich leerer als im Hochsommer.
Wer es besonders ruhig mag, besucht Font de Sa Cala im Frühling oder Herbst. Dann teilen sich nur wenige Einheimische und Kenner die Bucht, das Licht ist weicher, und die Temperaturen liegen angenehm zwischen 22 und 25 Grad. Im Winter ist der Strand zwar offiziell zugänglich, doch die meisten Angebote (Gastronomie, Wassersport) machen Pause. Dafür erlebt man die Bucht dann so, wie sie ursprünglich war – wild, still und fast mystisch.
Ein saisonaler Tipp: Im September blühen am Rand der Bucht die wilden Meerzwiebeln (“cebollas marinas”), und das Wasser ist meist besonders klar. Wer zu dieser Zeit anreist, kann mit etwas Glück Delfine beobachten, die frühmorgens vor der Küste jagen.
Die wichtigsten lokalen Feiertage (wie “Sant Joan” im Juni und “Mare de Déu d’Agost” am 15. August) bringen zusätzliche Besucherströme – dann lohnt es sich, besonders früh vor Ort zu sein oder auf einen anderen Tag auszuweichen.
Praktischer Vorteil: In der Nebensaison sind die Preise für Liegen, Sonnenschirme und Wassersport oft um 20–30 % günstiger, und die Atmosphäre ist noch entspannter. Wer flexibel ist, genießt Font de Sa Cala dann von ihrer schönsten Seite.
Cultural Insights & lokale Besonderheiten: Font de Sa Cala aus mallorquinischer Sicht
Für die Menschen auf Mallorca ist Font de Sa Cala weit mehr als “nur” ein schöner Strand. Die Bucht gilt als traditioneller Treffpunkt für Familienfeste, Geburtstage und Wochenendausflüge. Es ist üblich, dass Großfamilien auf der Promenade picknicken und selbstgekochte Spezialitäten wie “trampó” (Tomaten-Paprika-Salat) oder “coca de verduras” (Gemüsekuchen) teilen. Wer höflich fragt, bekommt oft eine Kostprobe – ein Lächeln und ein “Bon profit!” (Guten Appetit auf Mallorquín) öffnen viele Türen.
Die historische Quelle (font), die dem Ort ihren Namen gab, wurde schon im 19. Jahrhundert genutzt, um die umliegenden Felder zu bewässern. Heute ist der Brunnen ein kleines Kulturdenkmal, das Einheimische gern ihren Kindern zeigen – ein Stück Identität, das viele Besucher übersehen.
Ein weiteres Detail, das man als Gast kennen sollte: Die Einwohner von Capdepera legen Wert auf respektvolles Verhalten am Strand. Lautes Feiern bis in die Nacht ist verpönt, und das Grillen am Strand ist streng verboten. Wer sich an diese Regeln hält, wird schnell als respektierter Gast wahrgenommen und genießt die entspannte Atmosphäre umso mehr.
Sprache ist an der Font de Sa Cala übrigens kein Problem: Die meisten Einheimischen sprechen neben Spanisch (castellano) auch Mallorquín (eine katalanische Varietät) – mit einem freundlichen “Bon dia” (Guten Tag) gewinnt man sofort Sympathien. Viele Servicekräfte sprechen auch Deutsch oder Englisch, doch ein Versuch auf Spanisch oder Mallorquín wird immer positiv aufgenommen.
Ein Hinweis, den kaum jemand kennt: Im September findet an der Font de Sa Cala das kleine Kulturfest “Festa de la Font” statt – mit Livemusik, Tanz und traditioneller mallorquinischer Küche. Wer zu dieser Zeit vor Ort ist, sollte sich dieses authentische Erlebnis nicht entgehen lassen.
Alternativen und Ausflugstipps rund um Font de Sa Cala
Wer mehrere Tage im Nordosten auf Mallorca verbringt, sollte unbedingt auch die Nachbarbuchten erkunden. Besonders empfehlenswert ist Cala Provençals – eine kleine, ruhige Felsenbucht, die in 25 Minuten zu Fuß erreichbar ist. Hier gibt es kein gastronomisches Angebot, dafür aber absolute Ruhe und ideale Bedingungen zum Schnorcheln.
Ein echter Geheimtipp ist die Cala Mesquida, rund 8 Autominuten entfernt. Der Strand ist größer, wilder, und von beeindruckenden Dünen umgeben. Allerdings kann es hier bei Wind hohe Wellen geben – für Familien mit kleinen Kindern ist Font de Sa Cala oft die bessere Wahl.
Für Kulturliebhaber lohnt sich ein Besuch der Altstadt von Capdepera. Die mittelalterliche Burg (Castell de Capdepera) bietet einen spektakulären Ausblick auf die Küste und einen Einblick in die bewegte Geschichte der Region. Wer samstags kommt, kann auf dem Wochenmarkt (“mercat”) regionale Produkte, frisches Obst und mallorquinische Spezialitäten kaufen.
Ein weiteres Highlight ist die Tropfsteinhöhle “Coves de Artà”, etwa 15 Autominuten entfernt. Die Führung dauert ca. 40 Minuten, die Akustik und Beleuchtung machen den Besuch zu einem echten Erlebnis – ideal für einen halben Tag, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt.

Für Feinschmecker empfiehlt sich ein Abstecher ins Restaurant “Andreu Genestra” (1 Michelin-Stern), nur wenige Minuten von Font de Sa Cala entfernt. Die moderne Interpretation mallorquinischer Küche ist zwar kein Schnäppchen, aber ein kulinarischer Höhepunkt, den man sich für einen besonderen Anlass gönnen kann (Reservierung notwendig).
Fazit: Lohnt sich Font de Sa Cala als Familienstrand wirklich?
Font de Sa Cala ist einer dieser Orte auf Mallorca, der im Verborgenen glänzt: Nie so überlaufen wie die berühmten Strände im Süden, nie so wild wie die abgelegenen Felsbuchten – und dennoch voller Charakter, mit allem, was einen perfekten Strandtag ausmacht. Wer einen entspannten, sicheren und kinderfreundlichen Strand sucht, findet hier das ideale Gesamtpaket. Die Mischung aus feinem Sand, klarer Bucht, guter Gastronomie und authentischer Atmosphäre ist auf Mallorca selten geworden.
Natürlich gibt es Hochsaison-Tage, an denen es auch hier voll wird – doch mit etwas Insiderwissen, dem richtigen Timing und ein paar lokalen Kniffen lässt sich das Beste aus jedem Besuch herausholen. Die Nähe zu Capdepera, die vielen kleinen Aktivitäten und die gelebte mallorquinische Kultur machen Font de Sa Cala zum echten Lieblingsplatz, nicht nur für Familien.
Mein persönlicher Tipp: Lass dich auf den Rhythmus der Bucht ein, probiere die lokalen Spezialitäten, suche das Gespräch mit den Einheimischen – und genieße einen Tag, der länger in Erinnerung bleibt als jeder Pauschal-Ausflug. Vielleicht sieht man sich ja beim nächsten Sonnenuntergang an der Font de Sa Cala – ein Ort, der Mallorca von seiner besten Seite zeigt.







