Wer an Mallorca denkt, hat meist Sonne, Meer und einen entspannten Lebensstil im Kopf – aber Zecken? Tatsächlich sind Zecken auf Mallorca ein Thema, das viele unterschätzen. Vielleicht hast du schon von den kleinen Blutsaugern gehört, vielleicht bist du ihnen sogar schon begegnet – ob auf einer Wanderung durch das Tramuntana-Gebirge, beim Spaziergang mit dem Hund durch die Mandelhaine oder auf einer Finca im Landesinneren. Zecken auf Mallorca sind längst keine Seltenheit mehr, sondern ein ernstzunehmender Bestandteil der Natur der Insel. Was bedeutet das konkret für dich als Besucher, Resident oder Naturliebhaber? In diesem Guide bekommst du alles, was du über Zecken auf Mallorca wissen musst: von aktuellen Risikogebieten und typischen Verstecken über medizinische Risiken und Schutzmaßnahmen bis hin zu echten Insider-Tipps, die selbst viele Einheimische nicht kennen. Ich verrate dir, wo die größten Gefahren lauern, wie du dich und deine Familie wirklich schützt und warum manche Zecken-Mythen auf Mallorca schlichtweg nicht stimmen. Und ja, auch bei mir gab es schon die ein oder andere böse Überraschung – aber mit Vorbereitung und dem richtigen Wissen kann man Zecken auf Mallorca gelassen begegnen. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass dein Mallorca-Erlebnis ungestört bleibt – und du Zecken nur noch aus sicherer Entfernung kennst.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Zecken auf Mallorca sind vor allem in ländlichen Regionen, Wäldern und Gebüschzonen aktiv – besonders in den Monaten März bis Oktober.
- Die häufigste Zeckenart auf Mallorca ist die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), gefolgt von der Schafzecke (Hyalomma marginatum).
- Borreliose und FSME sind auf Mallorca deutlich seltener als in Mitteleuropa, aber nicht ausgeschlossen. Gefährlicher sind andere durch Zecken übertragene Krankheiten wie das Mittelmeer-Fleckfieber.
- Typische Zecken-Hotspots: Serra de Tramuntana, ländliche Fincas rund um Sineu, und Weideflächen bei Santanyí – Vorsicht besonders nach Regenperioden.
- Trage bei Wanderungen auf Mallorca lange, helle Kleidung, geschlossene Schuhe und kontrolliere deinen Körper (und den deiner Kinder/Hunde) nach jedem Ausflug.
- Lokale Apotheken (“Farmàcia”) führen zuverlässige Zeckenentferner und spezielle Repellents, die gegen die auf Mallorca vorkommenden Arten wirken.
- Nach einem Zeckenbiss: Ruhig bleiben, Zecke korrekt entfernen (keine Hausmittel!), Bissstelle beobachten und bei Symptomen wie Fieber oder Hautausschlag sofort einen Arzt aufsuchen.
- Vorsicht bei billigen “Zeckenmitteln” aus dem Supermarkt – sie sind oft wirkungslos gegen die hiesigen Zeckenarten.
- Für Haustierbesitzer: Lokale Tierärzte empfehlen spezielle Präparate, da die Zecken auf Mallorca teilweise resistent gegen Standardmittel aus Deutschland sind.
- Finca-Besitzer sollten regelmäßig die Grundstücke mähen und auf eine niedrige Vegetation achten, um Zecken zu reduzieren.
Welche Zecken gibt es auf Mallorca – und warum sind sie anders?
Wenn auf Mallorca von Zecken die Rede ist, denken viele an die typischen Arten aus Deutschland oder Österreich. Doch die Zecken auf Mallorca unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Verhalten und den übertragenen Krankheiten. Die am häufigsten vorkommende Art ist die Braune Hundezecke, auf Spanisch “Garrapata marrón del perro”. Sie fühlt sich vor allem in der Nähe von Hunden, Schafen und anderen Haustieren wohl, kommt aber auch auf Wildtieren vor. Besonders im Frühjahr und nach feuchten Wintern vermehren sich diese Zecken explosionsartig, da das milde Klima ihnen das ganze Jahr über gute Bedingungen bietet.
Eine weitere wichtige Art ist die Hyalomma-Zecke, auch als Schafzecke bekannt. Diese Zeckenart ist größer als ihre mitteleuropäischen Verwandten, auffällig gestreift und kann, anders als viele glauben, durchaus Menschen befallen – vor allem, wenn das natürliche Wirtstier fehlt. Was viele nicht wissen: Die Hyalomma-Zecke ist berüchtigt für das Übertragen des Mittelmeer-Fleckfiebers (Fiebre botonosa mediterránea), einer Infektionskrankheit, die auf Mallorca immer wieder auftritt. Anders als in vielen Teilen Europas spielt FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auf Mallorca eine untergeordnete Rolle, während Borreliose ebenfalls selten ist, aber nie ganz ausgeschlossen werden kann.
Was Zecken auf Mallorca besonders macht, ist ihr Anpassungsvermögen an das inseltypische Klima. Sie überleben Trockenperioden erstaunlich gut in schattigen Mauerfugen, niedriger Vegetation oder Tierunterkünften. Gerade in den ländlichen Gebieten rund um Sineu, Alaró oder Campos, wo viele Fincas mit Tieren liegen, sind sie besonders aktiv. Auch in den Pinienwäldern der Ostküste und auf den Weideflächen bei Santanyí trifft man regelmäßig auf Zecken – ein Umstand, der selbst langjährige Inselbewohner überrascht hat, nachdem die Population seit den letzten Jahren zugenommen hat.
Ein kleiner, aber wichtiger Insider-Tipp: Die meisten Zecken auf Mallorca sind tagaktiv und lassen sich bei großer Hitze in den Schatten zurückziehen. Wer also frühmorgens oder am späten Nachmittag unterwegs ist, senkt das Risiko – aber ausgeschlossen ist ein Kontakt nie. Die Zecken warten in niedrigem Gras, auf Büschen oder Mauerrissen. Besonders nach den ersten Frühjahrsregen steigt ihre Aktivität sprunghaft an.
Fazit: Zecken auf Mallorca sind zwar anders als ihre mitteleuropäischen Verwandten, aber keineswegs harmlos. Wer weiß, worauf er achten muss, kann das Risiko jedoch deutlich minimieren.
Wo lauern Zecken auf Mallorca wirklich? Hotspots, Jahreszeiten und unterschätzte Orte
Viele denken, Zecken auf Mallorca sind nur ein Problem für Fincabesitzer oder Wanderer. Tatsächlich gibt es sie fast überall dort, wo Vegetation, Wildtiere oder Haustiere zu finden sind – und das ist auf Mallorca mehr, als viele vermuten. Die größten Hotspots für Zecken sind die ausgedehnten Weideflächen der Inselmitte (Inca, Sineu, Llubí), die Serra de Tramuntana mit ihren schattigen Wanderwegen, sowie die Pinienwälder rund um Cala Mondragó und Cala Torta.
Was die meisten Touristen nicht wissen: Auch auf beliebten Wanderwegen wie dem Torrent de Pareis oder rund um Valldemossa begegnet man Zecken regelmäßig – besonders abseits der Hauptpfade, wo das Gras höher wächst und Schafe oder Ziegen unterwegs sind. Ein echter Insider-Hinweis: Die oft gemähten Wege der Balearen-Regierung (“Conselleria de Medi Ambient”) sind sicherer als versteckte Pfade oder private Grundstücke, die selten gepflegt werden. Wer auf Mallorca wandert, sollte daher bevorzugt markierte Routen wählen und die Hosenbeine in die Socken stecken – auch wenn das vielleicht nicht der neueste Modetrend ist.
Ein weiterer unterschätzter Zecken-Hotspot sind die Gärten und Grünflächen von Ferienanlagen, besonders wenn dort Haustiere erlaubt sind. Zecken wandern aus umliegenden Gebieten ein und können durch den Kontakt mit Hunden, Katzen oder sogar Igeln in den gepflegtesten Garten gelangen. Fincas mit ungemähten Grundstücken sind besonders betroffen – hier empfiehlt sich das regelmäßige Kürzen der Vegetation und das Absuchen von Mensch und Tier nach jedem Aufenthalt im Freien.
Die Aktivität der Zecken auf Mallorca ist stark saisonabhängig: Die Hauptsaison beginnt oft schon im März mit den ersten wärmeren Tagen, erreicht ihren Höhepunkt von Mai bis Juli und zieht sich häufig bis in den Oktober. Nach stärkeren Regenfällen, wie sie auf Mallorca im Frühjahr und Herbst typisch sind, schießen die Zeckenpopulationen regelrecht in die Höhe. An besonders heißen Tagen ziehen sich die Zecken ins kühlere Unterholz oder in Steinmauern zurück – aber mit dem ersten Tau am Morgen werden sie schnell wieder aktiv.
Ein vielleicht überraschender Tipp: Auch Strände mit angrenzender Vegetation können Zecken beherbergen. Besonders an der Playa de Muro oder in den Dünen von Es Trenc wurden in den letzten Jahren immer wieder Zecken gefunden, die von Hunden oder Wildtieren eingeschleppt wurden. Wer also nach dem Strandbesuch einen Spaziergang durch die Dünen macht, sollte wachsam sein.

Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Mallorca? Was ist wirklich relevant?
Das Thema Zecken auf Mallorca ist nicht nur eine Frage des Ekels, sondern hat durchaus medizinische Relevanz. Die gute Nachricht vorweg: Die gefürchtete FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), wie man sie aus Süddeutschland oder Österreich kennt, ist auf Mallorca praktisch kein Thema. Die FSME-Viren kommen auf der Insel nach aktuellem Kenntnisstand nicht vor, sodass eine spezifische Impfung für Mallorca-Aufenthalte nicht empfohlen wird.
Anders sieht es mit der Borreliose (“Enfermedad de Lyme”) aus. Zwar ist das Risiko geringer als in Mitteleuropa, aber einzelne Fälle werden auch auf Mallorca gemeldet, meist nach Aufenthalten in ländlichen Regionen oder Kontakt mit Haustieren. Die Symptome reichen von der klassischen Wanderröte bis zu grippeähnlichen Beschwerden. Eine Borreliose ist mit Antibiotika gut behandelbar, die Diagnose wird allerdings oft erschwert, weil die charakteristische Rötung (Erythema migrans) nicht immer auftritt.
Viel wichtiger – und auf Mallorca tatsächlich verbreitet – ist das Mittelmeer-Fleckfieber (“Fiebre botonosa mediterránea”), das durch das Bakterium Rickettsia conorii übertragen wird und in den Sommermonaten regelmäßig zu Infektionen führt. Die Symptome sind meist Fieber, Kopfschmerzen, Hautausschlag und eine dunkle Kruste an der Bissstelle. Unbehandelt kann das Fleckfieber schwer verlaufen, mit einer gezielten Antibiotikatherapie ist es jedoch gut therapierbar. Wer nach einem Zeckenbiss auf Mallorca Fieber, Gliederschmerzen oder Ausschlag entwickelt, sollte unbedingt einen Arzt (“médico”) aufsuchen – am besten einen, der Erfahrung mit lokalen Infektionskrankheiten hat.
Für Tierhalter ist eine weitere Krankheit von Bedeutung: Die Ehrlichiose, übertragen durch die Braune Hundezecke, betrifft vor allem Hunde und kann unbehandelt schwerwiegende Folgen haben. Daher raten lokale Tierärzte (“veterinari”) zu speziellen Präventivmaßnahmen, die auf die hiesigen Zeckenarten abgestimmt sind.
Ein Tipp aus der Praxis: Die Apotheken auf Mallorca kennen die Problematik und führen entsprechende Informationsbroschüren – einfach nach “enfermedades transmitidas por garrapatas” fragen. Ein kurzer Besuch vor dem ersten Ausflug in die Natur kann nicht schaden.
Wie schützt man sich vor Zecken auf Mallorca? Praktische Tipps für Alltag, Urlaub und Outdoor-Abenteuer
Helle, lange Kleidung ist auf Mallorca nicht nur ein Sonnenschutz, sondern auch der beste erste Schutz gegen Zecken. Der Stoff sollte möglichst dicht gewebt sein, die Hosenbeine gehören in die Socken oder Wanderstiefel gesteckt. Wer sich durch höhere Vegetation, Wiesen oder Buschland bewegt, minimiert so die Angriffsfläche für Zecken.
Ein echtes Insider-Detail: Viele der in Deutschland verkauften Zeckenmittel (“Repellents”) sind gegen die mallorquinischen Arten nur begrenzt wirksam. Empfehlenswert sind Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin oder DEET, die man in den lokalen Apotheken unter den Marken “Relec” oder “Autan” findet. Die Angestellten wissen meist genau, welches Mittel gegen die lokale Zeckenpopulation effektiv ist – einfach nach “repelente de garrapatas” fragen.
Nach jedem Aufenthalt im Grünen sollte der Körper gründlich abgesucht werden, besonders Kniekehlen, Leisten, Achselhöhlen und der Haaransatz sind beliebte “Ankerplätze” für Zecken. Auch Kinder und Haustiere sollten kontrolliert werden – bei Hunden vor allem die Ohren, zwischen den Zehen und unter dem Hals. Ein kleiner Spiegel im Rucksack ist Gold wert, um schwer einsehbare Stellen zu checken.
Für Outdoor-Fans: Wer regelmäßig auf Mallorca wandert, sollte immer eine Zeckenkarte oder -zange (“extractor de garrapatas”) dabeihaben. In Apotheken kosten diese Spezialwerkzeuge zwischen 5 und 10 Euro und sind deutlich effektiver als improvisierte Methoden. Wichtig: Zecken niemals mit Öl, Alkohol oder anderen Hausmitteln behandeln – das erhöht das Risiko einer Infektion! Immer langsam und möglichst hautnah herausziehen.
Haustierbesitzer sollten sich im Zweifel beim lokalen Tierarzt beraten lassen. Da die Zecken auf Mallorca teilweise Resistenzen gegen gängige Präparate entwickelt haben, setzen viele Tierärzte auf Kombinationspräparate, die auch gegen andere Parasiten wirken. Einmal monatlich angewendet, reduzieren sie das Risiko für Hund und Katze erheblich.
Ein letzter Tipp: Wer eine Finca besitzt oder mietet, sollte das Grundstück regelmäßig mähen und Gestrüpp entfernen. Je kürzer das Gras, desto unattraktiver für Zecken. Besonders nach dem Frühjahr empfiehlt es sich, Sitzbereiche und Spielplätze für Kinder freizuhalten und regelmäßig auf Zecken-Befall zu kontrollieren.
Was tun nach einem Zeckenbiss auf Mallorca? Schritt-für-Schritt-Anleitung
Der Moment, in dem man eine Zecke auf der Haut entdeckt, ist immer unangenehm – aber kein Grund zur Panik. Das wichtigste: Die Zecke möglichst schnell und komplett entfernen. Dazu eignet sich am besten eine spezielle Zeckenkarte oder -zange aus der Apotheke. Die Zecke so nah wie möglich an der Haut fassen und langsam, mit gleichmäßigem Zug herausziehen. Drehen ist nicht notwendig, wichtig ist nur, den Körper nicht zu quetschen.
Alte Hausmittel wie Öl, Klebstoff oder Alkohol sollte man unbedingt vermeiden – sie können dazu führen, dass die Zecke Krankheitserreger in die Wunde abgibt. Nach der Entfernung die Bissstelle sorgfältig desinfizieren (z.B. mit Octenisept oder Betaisodona), das Werkzeug reinigen und die Zecke, wenn möglich, für eine spätere Untersuchung aufbewahren. Das geht ganz einfach in einem kleinen, verschließbaren Behälter oder einer Plastiktüte.
Die Bissstelle sollte in den nächsten Wochen genau beobachtet werden. Treten Rötungen, Schwellungen, Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen auf, ist ein Arztbesuch Pflicht. Die meisten Gesundheitszentren (“Centro de Salud”) auf Mallorca haben Erfahrung mit zeckenübertragenen Krankheiten und nehmen solche Fälle ernst. Wer privat versichert ist, kann auch direkt einen Termin bei einem “médico privado” vereinbaren – die Wartezeiten sind meist kurz.
Ein ehrlicher Hinweis: Die Notfallambulanzen (“Urgencias”) sind auf Mallorca im Sommer oft überlastet. Ein Zeckenbiss allein ist kein medizinischer Notfall, es sei denn, es treten akute Symptome auf. Wer unsicher ist, kann sich in jeder Apotheke beraten lassen – viele bieten eine Erstberatung (“atención farmacéutica”) an und wissen, welcher Arzt sich mit Zeckenbissen auskennt.
Für Kinder und Haustiere gilt: Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer das Infektionsrisiko. Bei Anzeichen wie anhaltendem Fieber, Ausschlag oder Verhaltensänderungen sollte ein Arzt bzw. Tierarzt aufgesucht werden. Die Tierkliniken auf Mallorca sind auf solche Fälle vorbereitet und beraten auch zu Prophylaxe und Nachsorge.
Zecken auf Mallorca und Haustiere: Was Hundebesitzer und Katzenfreunde wissen müssen
Viele Zecken auf Mallorca befallen bevorzugt Hunde und Katzen. Für Hundebesitzer gehört die Zeckenkontrolle nach jedem Spaziergang zum Pflichtprogramm, vor allem in den Regionen um Artà, Sineu und Campos, wo viele Weiden und Schafe zu finden sind. Die Braune Hundezecke kann bei Hunden nicht nur Juckreiz und Entzündungen hervorrufen, sondern auch Krankheiten wie Ehrlichiose oder Babesiose übertragen.
Was viele Neuankömmlinge nicht wissen: Die gängigen Spot-on-Präparate oder Zeckenhalsbänder aus Deutschland sind auf Mallorca oft weniger wirksam, weil die lokalen Zeckenarten Resistenzen entwickelt haben. Lokale Tierärzte setzen bevorzugt auf Kombinationspräparate wie “Bravecto” oder “Simparica”, die auch gegen Flöhe und Sandmücken wirken – ein Vorteil, da diese Insekten auf Mallorca ebenfalls Krankheiten übertragen können.
Ein wichtiger Insider-Tipp: Zecken werden oft durch Igel, Kaninchen oder streunende Katzen eingeschleppt. Wer einen Garten oder Hof hat, sollte darauf achten, Futterreste zu vermeiden und keinen Unterschlupf für Wildtiere zu bieten. Auch Wasserstellen sollten regelmäßig gereinigt werden, da sie Zecken und andere Parasiten anziehen können.
Nach einem Zeckenbefall bei Hund oder Katze gilt dasselbe wie beim Menschen: Zecke schnell und vollständig entfernen, die Bissstelle beobachten und bei Auffälligkeiten (Fieber, Appetitlosigkeit, Lahmheit) sofort zum Tierarzt. Viele Tierkliniken auf Mallorca bieten gezielte Checks auf zeckenübertragene Krankheiten an und beraten zur passenden Prophylaxe.
Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis für Urlauber mit Hund: Viele Strände auf Mallorca erlauben in der Nebensaison Hunde, aber angrenzende Dünen und Pinienwälder sind Zecken-Terrain. Am besten nach dem Strandbesuch das Fell gründlich absuchen – besonders bei langhaarigen Rassen.
Zecken-Mythen auf Mallorca: Was stimmt wirklich – und was ist Unsinn?
Über Zecken auf Mallorca kursieren viele Mythen, die sich hartnäckig halten. Ein besonders verbreiteter Irrglaube: “Auf Mallorca gibt es keine gefährlichen Zecken.” Das ist so nicht richtig. Zwar sind Borreliose und FSME seltener als in Deutschland, aber das Mittelmeer-Fleckfieber ist durchaus ernst zu nehmen. Ein weiteres Märchen: “Zecken fallen von Bäumen.” In Wirklichkeit lauern sie im Gras, in Büschen oder Mauerritzen und werden abgestreift, wenn man vorbeigeht.
Viele glauben auch, dass Zecken nur in der Nähe von Tieren vorkommen. Tatsächlich sind sie überall dort aktiv, wo es etwas Feuchtigkeit, Schatten und Vegetation gibt – selbst mitten im Dorf. Auch die Meinung, dass Zecken bei großer Hitze verschwinden, stimmt nur bedingt. Sie ziehen sich in schattige Ecken zurück und warten auf bessere Bedingungen, sind aber nie ganz verschwunden.
Ein weiterer Fehler: Viele Urlauber bringen Zeckenmittel aus Deutschland mit und verlassen sich auf deren Wirkung. Die Erfahrung zeigt: Lokale Produkte, die auf die mallorquinischen Zeckenarten abgestimmt sind, bieten besseren Schutz. Auch das Entfernen der Zecke mit Öl, Alkohol oder einer glühenden Nadel ist ein Relikt aus Großmutters Zeiten und erhöht das Infektionsrisiko deutlich.
Ein nicht ganz offensichtlicher Insider-Hinweis: Zecken auf Mallorca werden oft unterschätzt, weil sie in den Medien kaum präsent sind. Lokale Zeitungen (“Diario de Mallorca”, “Ultima Hora”) berichten meist nur bei größeren Ausbrüchen von Mittelmeer-Fleckfieber – was nicht bedeutet, dass kein Risiko besteht. Wer sich regelmäßig informiert und vorausschauend handelt, bleibt auf der sicheren Seite.
Fazit: Zecken auf Mallorca sind kein Grund zur Panik, aber Grund genug, sich gut vorzubereiten – mit Wissen, Hausverstand und den richtigen Mitteln aus der Apotheke.
Empfehlenswerte Orte für den Naturgenuss – trotz Zecken: Insider-Tipps für entspannte Ausflüge
Wer Mallorca abseits der klassischen Hotelstrände erleben will, wird die Natur lieben – und muss Zecken nicht fürchten, wenn er sich vorbereitet. Drei Orte, die ich persönlich besonders schätze, weil sie Naturgenuss und Sicherheit verbinden:
- Parc Natural de s’Albufera (bei Alcúdia): Das größte Feuchtgebiet der Insel mit gut gepflegten Wegen, Beobachtungstürmen und wenig Risiko für Zecken, da die Vegetation regelmäßig geschnitten wird. Festes Schuhwerk und helle Kleidung genügen meist als Schutz.
- Botanicactus (bei Ses Salines): Einer der schönsten botanischen Gärten der Insel mit mediterraner und exotischer Flora. Die Wege sind breit, die Vegetation gepflegt, und Zecken sind hier äußerst selten. Perfekt für Familienausflüge abseits der Massen.
- Wanderweg von Port de Sóller nach Deià: Einer der beliebtesten Wanderwege auf Mallorca, mit atemberaubenden Ausblicken und gut befestigten Pfaden. Zeckenrisiko besteht vor allem auf den Abschnitten abseits der Hauptwege – also lieber auf dem markierten “GR 221” bleiben.
Ein weiterer Tipp: Viele große Fincas, etwa rund um Sineu oder im Umland von Santa Maria del Camí, bieten geführte Naturspaziergänge an, bei denen die Wege regelmäßig gepflegt und kontrolliert werden. Wer sich unsicher ist, fragt direkt beim Veranstalter nach Zeckenprävention und passenden Schutzmaßnahmen.

Und ein ganz praktischer Hinweis: Die meisten Apotheken in touristischen Orten wie Pollença, Santanyí oder Cala d’Or sind auf Outdoor-Fans eingestellt und führen alle nötigen Hilfsmittel – einfach nachfragen, viele sprechen Deutsch oder Englisch.
Fazit: Zecken auf Mallorca – real, aber kein Grund zur Panik
Zecken auf Mallorca sind längst Teil des natürlichen Lebensraums der Insel – besonders für alle, die die Natur lieben, wandern oder eine Finca ihr Zuhause nennen. Die Risiken sind real, aber mit dem richtigen Wissen, einer Portion Gelassenheit und ein paar gezielten Maßnahmen sind sie gut beherrschbar. Die größten Gefahren lauern dort, wo man sie nicht erwartet: im hohen Gras, an versteckten Pfaden oder auf scheinbar gepflegten Grundstücken. Wer sich vorbereitet, auf lokale Empfehlungen hört und die Bissstelle nach Zeckenkontakt im Blick behält, kann Mallorca in vollen Zügen genießen – ohne böse Überraschungen. Mein persönlicher Tipp: Lieber die Zeit auf Mallorca mit wachen Sinnen und gesundem Respekt vor der Natur verbringen, als sich von Zecken die Freude verderben zu lassen. Bleib aufmerksam, informiere dich regelmäßig und genieße die Insel – Zecken auf Mallorca gehören dazu, sind aber mit etwas Know-how kein Grund, die Natur zu meiden. Und falls du Fragen hast: Die lokalen Apotheken, Tierärzte und Wanderführer helfen gerne weiter. Viva la natura mallorquina!







