November Mallorca Wetter – Klima, Temperaturen & Reisetipps

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Stell dir vor: Du wanderst im November am frühen Morgen durch das Tramuntana-Gebirge, die Sonne taucht die Olivenhaine in goldenes Licht, und außer dem Klang eines entfernten Ziegenbocks und deinem eigenen Atem ist nichts zu hören. Das ist November auf Mallorca – eine Zeit, die viele unterschätzen, weil sie nur an Sommer, Sonne und volle Strände denken. Doch das November Mallorca Wetter hat seinen ganz eigenen, leisen Zauber. Hier erfährst du, was dich wirklich erwartet: von Temperaturen und Klima über die besten Aktivitäten bis hin zu echten Insidertipps, die selbst viele Residenten überraschen. Ob du dem grauen Herbst entfliehen, günstig reisen oder einfach authentisch erleben willst – nach diesem Artikel bist du auf alles vorbereitet. Und ja: Auch das, was du besser lassen solltest, verschweige ich dir nicht.

Ein Weg mit Geländer entlang der Küste auf Mallorca, Blick aufs Meer, fotografiert von Marius Matuschzik.
Ein Spazierweg entlang der mallorquinischen Küste mit Blick aufs Meer, fotografiert von Marius Matuschzik.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Im November liegen die Tageshöchsttemperaturen auf Mallorca meist zwischen 17 und 22 °C, nachts sinkt es auf 8 bis 13 °C.
  • Mit etwa 6 Sonnenstunden pro Tag ist es deutlich heller als in Mitteleuropa – aber ein Regenschauer ist nie ausgeschlossen.
  • Die Wassertemperatur beträgt zwischen 18 und 20 °C – mutige Schwimmer können also noch ins Meer.
  • Viele Hotels und Restaurants reduzieren ihre Preise um bis zu 40 % gegenüber der Hochsaison.
  • Die Insel ist fast menschenleer: Wanderwege, Strände und Dörfer gehören oft dir allein.
  • Insider-Tipp: Das Mandelblütenland zwischen Selva und Caimari ist im November besonders malerisch – und touristenfrei.
  • Markttage wie in Sineu (mittwochs) oder Santa María (sonntags) bieten authentische mallorquinische Atmosphäre – ohne Gedränge.
  • Unterschätzt: Die Serra de Tramuntana ist jetzt ideal zum Wandern, aber manche Wege sind nach Regen rutschig.
  • Die Sonne geht schon gegen 17:30 Uhr unter – Tagesplanung also clever abstimmen.
  • Achtung: Viele Strandbars (Chiringuitos) und Küstenrestaurants schließen ab Anfang November; vorher Öffnungszeiten checken!
  • Auto mieten ist im November oft günstiger und Parken in Palma erstmals entspannt möglich.

November Mallorca Wetter: Klima, Temperaturen und was wirklich zählt

Wer das November Mallorca Wetter beurteilen will, muss sich von klassischen Wetter-Apps lösen. Offiziell liegt die Tagestemperatur im Schnitt bei 18–20 °C, doch die gefühlte Wärme hängt stark vom Wind und der Wolkendecke ab. In der Sonne kann es mittags angenehm warm werden, aber sobald eine Wolke aufzieht oder der Nordwind (“Tramuntana”) bläst, fühlt sich alles gleich kühler an.

Der November ist auf Mallorca ein Monat der Übergänge. Das Meer hat noch die Sommerwärme gespeichert, aber an Land riecht es morgens schon nach Winter: Nach Regen dampft die Erde, und in den Bergen glitzert manchmal schon der Raureif. Vielerorts siehst du, wie die Einheimischen ihre Kamine anfeuern – ein Zeichen, dass die Abende frisch werden.

Was viele nicht wissen: Im Südosten, rund um Santanyí oder Cala d’Or, ist es oft ein paar Grad wärmer und trockener als in den Bergen. Palma selbst hat im November ein eigenes Mikroklima – dank der geschützten Bucht bleibt es oft milder als gedacht. Doch wer im Gebirge unterwegs ist, sollte sich auf Überraschungen gefasst machen: Im Tal von Sóller kann es morgens neblig und feucht sein, während in Deià schon wieder die Sonne scheint.

Der große Vorteil: Das Licht ist im November auf Mallorca einzigartig – weich, golden, perfekt für Fotos und Spaziergänge. Die Luft ist klarer als im Sommer, Smog und Staub sind Geschichte. Allerdings: Die Sonne steht niedrig, und ab etwa 17 Uhr wird es merklich kühler. Wer also Wanderungen oder Ausflüge plant, startet am besten früh.

Wie viel Regen bringt der November auf Mallorca wirklich?

Der November gilt als einer der regenreichsten Monate auf Mallorca – aber Panik ist fehl am Platz. Im Durchschnitt regnet es an 6 bis 9 Tagen, meist als kurze, kräftige Schauer. Die berühmten “Gota fría” – das sind plötzliche Starkregen aus dem Nichts – treffen die Insel statistisch alle paar Jahre, meist aber im Oktober.

Was viele Besucher nicht wissen: Nach Regen verwandelt sich Mallorca in ein grünes Paradies. Die Felder bei Campos, die Mandelhaine rund um Llucmajor und die Täler bei Pollença explodieren förmlich vor frischem Grün. Trotzdem: Wer Wanderungen, Radtouren oder Ausflüge plant, sollte auf schnell wechselndes Wetter vorbereitet sein. Eine Regenjacke (keine billige Plastikalternative!) gehört jetzt ins Gepäck, vor allem bei Touren in der Serra de Tramuntana.

Praktischer Tipp: Die meisten Schauer kommen nachmittags. Wer morgens loszieht, erwischt meist noch trockenes Wetter – und hat die Highlights der Insel für sich allein. Nach starkem Regen sind manche Küstenwege (z. B. im Naturpark Llevant oder rund um Sa Calobra) matschig oder sogar gesperrt. Wer sich auskennt, meidet dann steile Abhänge und informiert sich vorab bei den lokalen Wandervereinen (“Associació de Muntanyisme de Mallorca”).

Ein echter Vorteil für Individualisten: Die Cafés und Bars in den Dörfern sind in Regenphasen oft voller Einheimischer – jetzt erlebt man die Insel von ihrer authentischsten Seite. Mein persönlicher Favorit an Regentagen: Ein spätes Frühstück in der Bar “Es Celler” in Petra, direkt am Kamin, während draußen der Regen aufs Kopfsteinpflaster prasselt.

Wie warm ist das Meer auf Mallorca im November? Baden ja oder nein?

Die Meeresoberfläche hat Anfang November noch bis zu 20 °C, gegen Monatsende sinkt sie auf 17–18 °C. Für viele Mitteleuropäer ist das überraschend angenehm – zumindest für einen kurzen Sprung ins Wasser. Wer regelmäßig im Mittelmeer badet, weiß: Die beste Zeit für ein erfrischendes Bad sind die Mittagsstunden, wenn die Sonne am höchsten steht und der Wind nachlässt.

Was fast niemand weiß: Die berühmten Calas – kleine, versteckte Buchten wie Cala Varques, Cala S’Almunia oder Cala Beltrán – sind im November menschenleer. Wer sich ein Handtuch, eine Thermoskanne mit heißem Tee und eine leichte Decke mitbringt, genießt einen der letzten Badeplätze der Saison ganz für sich. Das Wasser ist klar, Quallen sind selten, und das Lichtspiel zwischen Felsen und Meer ist spektakulär.

Allerdings: Viele Strandbars (“Chiringuitos”) sind bereits abgebaut, und Rettungsschwimmer gibt es nur noch an einzelnen großen Stränden wie Playa de Palma oder Alcúdia. Wer baden geht, sollte also Selbstverantwortung zeigen – gerade bei starkem Wellengang oder nach Stürmen.

Insider-Tipp: Die Thermen von Sant Joan de Fontsanta (bei Campos) sind auch im November geöffnet. Das mineralhaltige Quellwasser ist angenehm warm – perfekt, um sich nach einem Tag am Meer oder einer Wanderung wieder aufzuwärmen. Reservierung empfohlen, da Einheimische diese Oase längst für sich entdeckt haben.

Sky over a silhouetted city at twilight auf Mallorca, fotografiert von Susana Bartolome.
Der Himmel über einer Stadt auf Mallorca bei twilight, aufgenommen von Susana Bartolome, zeigt die ruhige Abendstimmung.

Welche Aktivitäten lohnen sich im November besonders auf Mallorca?

November ist auf Mallorca die Zeit der Genießer, Wanderer und Neugierigen. Wer bisher nur Sommer kannte, lernt die Insel jetzt von einer ganz anderen Seite kennen. Die Serra de Tramuntana (UNESCO-Welterbe) ist jetzt ideal zum Wandern: Die Wege zwischen Valldemossa, Deià und Sóller bieten spektakuläre Ausblicke und sind endlich nicht mehr überlaufen.

Mein Tipp: Die Route von Caimari zum Kloster Lluc – im November leuchten die Bäume in allen Farben, und unterwegs gibt es kleine Fincas, die frischen Ziegenkäse (“Formatge de cabra”) verkaufen. Diese Wanderung dauert etwa 3 Stunden, ist aber ohne große Steigungen auch für Einsteiger geeignet.

Wer lieber im Flachland bleibt, sollte sich die Via Verde zwischen Manacor und Artà anschauen – eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, die jetzt als Rad- und Wanderweg genutzt wird. Im November sind die Felder links und rechts saftig grün, und unterwegs locken kleine Dörfer mit urigen Cafés. Fahrradverleih gibt es günstig in Manacor; E-Bikes sind empfehlenswert, wenn es mal Gegenwind gibt.

Auch kulinarisch ist der November spannend: Die “Fira de la Mel” (Honigmesse) in Llubí oder der “Fira de la Tardor” in Inca bieten Einblicke in lokale Produkte, Handwerk und Traditionen. Wer wissen will, wie echter mallorquinischer Honig schmeckt oder was aus den berühmten Herbst-Pilzen (“Esclata-sang”) gemacht wird, sollte hier unbedingt vorbeischauen.

Ein Geheimtipp für Kulturfreunde: Die Konzerte im Teatre Principal in Palma sind im November hochkarätig besetzt – oft mit internationalen Solisten, aber zu deutlich günstigeren Preisen als im Sommer. Karten gibt es direkt an der Abendkasse, meist ohne lange Warteschlangen.

November auf Mallorca: Wo wohnen, wo essen – und was vermeiden?

Die Auswahl an Unterkünften ist im November groß – und die Preise fallen. Viele Fincahotels und Boutique-Hotels bieten attraktive Nebensaison-Angebote, vor allem im Inselinneren. Wer es besonders ruhig mag, sollte ein Landhotel (“Agroturismo”) rund um Santa Eugènia oder Sineu wählen – hier gibt es abends Kaminfeuer, regionale Küche und oft einen kleinen Wellnessbereich.

Mein persönlicher Favorit: Das “Son Bernadinet” bei Campos – ein familiengeführtes Landhotel mit riesigem Garten, freundlichen Gastgebern und einer Küche, die sich auf lokale Zutaten spezialisiert. Im November kostet das Doppelzimmer oft nur die Hälfte des Sommerpreises.

Bei Restaurants gilt: Viele Küstenlokale schließen ab Anfang November. In den Städten (vor allem Palma, Inca, Manacor) bleiben die meisten Lokale offen, und die Qualität steigt, weil weniger auf Masse gekocht wird. Besonders empfehlenswert: “Can Joan de S’Aigo” in Palma – heiße Schokolade und Ensaimadas wie zu Großmutters Zeiten, an kalten Tagen ein Genuss. Oder das “Celler Can Amer” in Inca, wo es deftige Herbstgerichte wie “Sopes Mallorquines” gibt.

Warnung: Manche Lokale in touristischen Küstenorten haben weiterhin geöffnet, servieren aber nur noch “Resteverwertung” – aus der Saison übrig gebliebene Tiefkühlware. Wer Wert auf Frische legt, sucht besser Restaurants mit vielen Einheimischen (“Si hay mallorquines, es bueno” – wenn Mallorquiner da sind, ist es gut).

Praktischer Spartipp: Mittagstisch (“Menú del Día”) ist auch im November Standard – drei Gänge für 12–18 €. In Palma gibt es das sogar in einigen Sterne-Restaurants, wenn man mittags kommt. Reservieren braucht man selten, aber ein kurzer Anruf schadet nie.

Wie verändert sich das Inselleben im November? Kultur, Märkte, Alltag

Mit dem November kehrt auf Mallorca eine wohltuende Ruhe ein. Die Ernte ist fast abgeschlossen, die Felder sind bestellt, und die Insulaner haben wieder Zeit für sich und ihre Familien. Das merkt man überall: In den Bars treffen sich abends die Dorfbewohner, in den Markthallen wird über das Wetter und den letzten Regen debattiert, und auf den Straßen hört man wieder mehr Mallorquín als Englisch oder Deutsch.

Ein echtes Erlebnis sind die Wochenmärkte – jetzt ohne die Sommerhektik. Besonders schön: Der Markt in Sineu am Mittwoch, wo lokale Bauern frisches Gemüse, Schafskäse und mallorquinische Wurst anbieten. Wer früh kommt, kann mit den Händlern ins Gespräch kommen und erfährt, welche Produkte gerade Saison haben – zum Beispiel die aromatischen Kaki-Früchte oder die ersten Orangen aus Sóller.

Die Feiertage im November sind auf Mallorca eher leise, aber authentisch. Am 1. November, dem “Dia de Tots Sants” (Allerheiligen), bringen viele Familien Blumen zu den Friedhöfen – ein stilles, aber sehr schönes Ritual. Supermärkte und viele Geschäfte sind dann geschlossen, die Cafés und Restaurants in den Dörfern aber meist offen.

Ein kulturelles Highlight: In den ersten Novemberwochen endet die “Nit de l’Art” – eine Reihe von Kunstausstellungen und Performances in Palma. Viele Galerien öffnen ihre Türen kostenlos, und abends gibt es Live-Musik auf den Plätzen. Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, sollte den Galerienviertel um die Carrer de Sant Feliu nicht verpassen.

Etikette-Tipp: In der Nebensaison freuen sich viele Mallorquiner über ein freundliches “Bon dia!” auf Mallorquín statt auf Spanisch. Das öffnet Türen und sorgt für ehrliche Begegnungen – gerade jetzt, wo die Insel wieder sich selbst gehört.

Ein Tier steht auf einem Schotterweg auf Mallorca, umgeben von Natur und Landschaft
Ein Tier auf einem Weg auf Mallorca, fotografiert von Susana Bartolome, zeigt die natürliche Seite der Insel

November Mallorca Wetter: Was muss ins Gepäck? Kleidung und Ausrüstung

Das Wetter im November auf Mallorca ist launisch – deshalb gilt das berühmte Zwiebelprinzip. Morgens und abends kann es empfindlich frisch werden, mittags in der Sonne aber durchaus T-Shirt-tauglich sein. Unverzichtbar: eine leichte, winddichte Jacke, ein warmer Pulli und bequeme Wanderschuhe (der Boden kann nach Regen rutschig sein).

Für Stadtbummel oder Museumsbesuche reicht normale Freizeitkleidung – aber niemand auf Mallorca läuft im November mit Sandalen durch Palma. Wer abends essen geht, sollte ein schickeres Teil dabeihaben, denn viele Restaurants setzen auf gepflegte, aber entspannte Atmosphäre.

Praktische Details: Ein kleiner Regenschirm und eine Stofftasche für den Marktbesuch sind Gold wert. Sonnencreme brauchst du weiterhin – die UV-Strahlung ist niedriger, aber gerade in den Bergen kann man sich leicht verbrennen. Für Wanderungen unbedingt eine Thermoskanne mit warmem Getränk und ein kleines Picknick einpacken – viele Picknickplätze (“merenderos”) sind jetzt menschenleer und bieten die beste Aussicht.

Was viele vergessen: Steckdosenadapter sind auf Mallorca nicht nötig, aber in älteren Landhotels (“Posadas”) kann es sinnvoll sein, eine Mehrfachsteckdose mitzubringen – für Handy, Kamera und Co. WLAN ist im November zuverlässiger als im Hochsommer, weil weniger Gäste surfen.

Fazit: November auf Mallorca – unterschätzter Geheimtipp für Entdecker

Wer dem November Mallorca Wetter mit Offenheit und Neugier begegnet, erlebt die Insel von einer Seite, die im Sommer verborgen bleibt. Ja, es kann regnen, und die Abende sind frisch – aber genau das schenkt Mallorca im November eine Ehrlichkeit und Ruhe, die man sonst kaum findet. Die Strände sind leer, das Licht ist magisch, und die Menschen haben wieder Zeit für echte Begegnungen. Für Genießer, Wanderer und alle, die Mallorca abseits des Mainstreams erleben wollen, ist der November ein echter Geheimtipp. Mein Rat: Lass dich auf das unperfekte, echte Inselleben ein – dann wird der November auf Mallorca zu deinem besten Reiseerlebnis. Und wer weiß: Vielleicht bleibst du nächstes Jahr sogar länger als nur einen Monat.

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