Wer von Berlin nach Mallorca aufbricht, hat meist mehr vor als nur einen Tapas-Abend am Ballermann. Ob du eine schnelle Auszeit planst, einen längeren Aufenthalt auf Mallorca wagst oder sogar mit dem Gedanken spielst, umzuziehen – die richtige Vorbereitung macht den Unterschied. Als jemand, der die Eigenheiten der Insel kennt, weiß ich: Zwischen Berliner Asphalt und mallorquinischem Lebensgefühl liegen nicht nur knapp 1.700 Kilometer, sondern auch jede Menge praktische und kulturelle Hürden. Schon am Flughafen beginnt das Abenteuer – und es endet nicht mit dem ersten Sonnenuntergang auf Mallorca. In diesem Guide bekommst du nicht nur Fakten zu Flügen, Fähren und Mietwagen, sondern auch die lokalen Kniffe, die dir Zeit, Nerven und Geld sparen. Was kostet ein Taxi in Palma wirklich? Wo lauern Touristenfallen? Wann sollte man unbedingt NICHT reisen? Und warum ist ein Plausch mit dem Taxifahrer manchmal Gold wert? Lies weiter und du bist besser vorbereitet als 90% der Berlin-Mallorca-Reisenden – versprochen.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Direktflüge von Berlin nach Mallorca dauern ca. 2:40 Stunden, beste Preise meist mit EasyJet, Ryanair oder Eurowings ab 40–120 € (nur Handgepäck).
- Flughafentransfers auf Mallorca: Taxi nach Palma ca. 25 €, Bus A1 nach Palma-Zentrum 5 €, Mietwagen ab 25 €/Tag (Nebensaison).
- Die besten Reisezeiten: Mai/Juni und September/Oktober – weniger Trubel, angenehmere Temperaturen, günstigere Unterkünfte.
- Fähren von Barcelona nach Mallorca sind eine interessante Alternative für Auto- oder Haustier-Transport, von Berlin aber logistisch aufwändig.
- Wer in der Hochsaison reist, sollte Mietwagen und Unterkunft früh buchen – spontane Schnäppchen sind selten und die Preise explodieren oft ab Juli.
- Viele Touristen unterschätzen die Entfernungen auf Mallorca: Ohne Mietwagen ist der ÖPNV zwar besser als sein Ruf, aber nicht immer zuverlässig für abgelegene Dörfer und Strände.
- Überteuerte Restaurants direkt an der Playa de Palma meiden – besser in die Altstadt von Palma oder nach Santa Catalina ausweichen.
- Sonntags sind viele Supermärkte und kleinere Geschäfte geschlossen; größere Märkte (wie Mercadona, Carrefour) haben Samstags oft bis 21 Uhr offen.
- Einheimische schätzen Höflichkeit: Ein “Bon dia” (Mallorquín für Guten Tag) oder “Gracias” öffnet Türen – auch abseits der Touristenzentren.
- Taxi-Trick: Vorab nach dem Preis fragen, besonders bei Nachtfahrten oder ins Inselinnere, um böse Überraschungen zu vermeiden.
- Am Flughafen Palma (PMI) gibt es nur einen Taxistand – keine privaten Fahrer annehmen, die im Terminal “anbieten”, das ist auf Mallorca nicht erlaubt.
Direktflüge von Berlin nach Mallorca: Angebote, Flughäfen und Insider-Tipps
Die Verbindung Berlin nach Mallorca zählt zu den meistgenutzten Flugrouten Europas. Ab BER starten täglich mehrere Maschinen Richtung Palma de Mallorca (PMI). Die Flugzeit liegt im Schnitt bei 2 Stunden und 40 Minuten. Günstige Tickets gibt es oft schon ab 40 € pro Strecke, besonders wenn du flexibel beim Reisedatum bist. EasyJet, Ryanair und Eurowings fliegen Palma meistens nonstop an, während Lufthansa gelegentlich Umsteigeverbindungen über München oder Frankfurt anbietet – die lohnen sich preislich selten.
Ein echter Geheimtipp: Wer außerhalb der Ferien (z. B. Mai, Anfang Juni oder ab Mitte September) bucht, erwischt entspannt leere Flieger und spart im Vergleich zur Hochsaison locker 50% beim Ticketpreis. Viele Berliner buchen klassisch Hin- und Rückflug, doch wer länger bleibt oder spontan zurückkehren will, sollte Einzeltickets vergleichen – manchmal ergeben sich so bessere Flugzeiten und günstigere Tarife.
Ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen: Handgepäck-Bestimmungen weichen je nach Airline stark ab. Während Ryanair und EasyJet nur kleine Taschen inkludieren, kostet ein Rollkoffer oft 20–30 € extra. Wer mit Aufgabegepäck plant (z. B. für Fahrräder, Surfbretter oder große Koffer), sollte die Preise vorher genau prüfen – Überraschungen am Flughafen sind auf Mallorca teuer.
Auch die Rückreise sollte gut bedacht sein. Flüge von Mallorca nach Berlin sind Sonntagnachmittag und Montagmorgen oft ausgebucht – hier lohnt sich ein Rückflug am Dienstag oder Mittwoch, um Stress und Aufpreis zu vermeiden.
Ein kleiner Insider-Tipp: Wer flexibel ist, kann bei den Last-Minute-Schaltern am Flughafen Berlin manchmal echte Schnäppchen für den nächsten Tag ergattern. Allerdings ist das ein Glücksspiel, gerade in den Ferienmonaten.
Ankunft am Flughafen Palma: Orientierung, Transfer und erste Schritte
Der Flughafen Palma (PMI) ist das Tor zur Insel – und gerade in den Sommermonaten eine pulsierende Drehscheibe. Nach der Landung von Berlin nach Mallorca erwartet dich eine beeindruckend gut organisierte Infrastruktur. Die Wege von der Gepäckausgabe bis zum Ausgang sind kurz, trotzdem kann es zu Stoßzeiten zu längeren Wartezeiten an den Taxiständen kommen.
Für den Transfer nach Palma oder ins Umland gibt es mehrere Optionen: Das offizielle Taxi nach Palma kostet tagsüber rund 25 €, nachts und am Wochenende kann es etwas teurer werden. Seriöse Taxis erkennst du am grünen Licht und der “Taxi Palma”-Beschriftung. Lass dich niemals auf private Fahrer im Terminal ein – das ist nicht nur illegal, sondern meistens auch deutlich teurer.
Der Airport-Bus A1 fährt alle 15 Minuten direkt ins Zentrum von Palma (Plaça d’Espanya, Plaça Mayor, Hafen). Das Ticket kostet 5 € pro Person, Kinder fahren günstiger. Die Fahrt dauert je nach Verkehr 20–30 Minuten. Wer weiter ins Inselinnere möchte (z. B. Richtung Sineu, Sóller oder Santanyí), nimmt am besten zuerst den Bus ins Zentrum und steigt dort in die Überlandbusse der TIB (Transport de les Illes Balears) um.
Mietwagen sind am Flughafen reichlich vorhanden – aber Achtung: In der Hochsaison sind spontane Buchungen oft doppelt so teuer. Wer rechtzeitig online reserviert, zahlt ab 25 € pro Tag (Nebensaison) bis 70 € (Juli/August). Ich empfehle lokale Anbieter wie “Roig” oder “Hasso”, die oft transparenter abrechnen als große Ketten. Ein Pluspunkt: Die Fahrzeugflotte ist meist neuer und der Service persönlicher. Wichtig: Immer auf die Tankregelung achten (“voll/voll” ist Standard, “leer/voll” ist eine klassische Touristenfalle).
Wer Gepäck lagern will, findet am Flughafen Palma Schließfächer und einen Gepäckservice im Ankunftsbereich – praktisch, wenn der Check-in ins Hotel erst am Nachmittag möglich ist.
Von Berlin nach Mallorca mit dem eigenen Auto oder per Fähre: Macht das Sinn?
Immer wieder überlegen Berlin-Auswanderer oder Langzeiturlauber, das eigene Auto nach Mallorca zu bringen. Die klassische Route: Von Berlin mit dem Auto nach Barcelona (rund 1.800 km, 18–20 Stunden reine Fahrtzeit), dann mit der Fähre nach Palma oder Alcúdia. Die Überfahrt dauert je nach Anbieter 6–8 Stunden (schnelle Fähren) oder bis zu 13 Stunden (Nachtfähre). Die Preise beginnen bei ca. 120 € für die einfache Fahrt (PKW + Fahrer), für zusätzliche Personen, Kabinen oder Haustiere kommen Zuschläge hinzu.
Ob sich das lohnt, hängt von der Aufenthaltsdauer und dem Gepäck ab. Für ein langes Inselabenteuer, Umzug oder wenn du sperrige Dinge transportieren willst, ist die Fähre attraktiv – aber: Die Anreise ist anstrengend, erfordert eine Übernachtung in Barcelona (die Fähren legen meist abends ab) und ist insgesamt deutlich teurer und zeitintensiver als Fliegen. Die meisten Berliner entscheiden sich daher für einen Mietwagen auf Mallorca statt für das eigene Auto.
Ein Detail, das viele nicht wissen: Mietwagenfirmen erlauben in der Regel keine Mitnahme der Fahrzeuge auf die Fähre. Wer also plant, von Barcelona aus mit einem Mietwagen nach Mallorca zu fahren, sollte vorher unbedingt die AGB lesen und ggf. gezielt danach fragen.
Für Haustierbesitzer bietet die Fähre Vorteile, da Hunde und Katzen – anders als im Flieger – in speziellen Kabinen oder auf ausgewiesenen Decks reisen können. Wichtig: Die Buchung von Haustierkabinen ist gerade im Sommer frühzeitig notwendig, da sie schnell ausgebucht sind.
Ein weiterer Pluspunkt der Fähre: Wer den Sonnenaufgang über dem Hafen von Palma erlebt, versteht, warum viele Einheimische die Überfahrt dem Flug vorziehen – auch wenn es länger dauert.

Mietwagen oder ÖPNV: Wie bewegst du dich am besten auf Mallorca?
Nach der Ankunft von Berlin nach Mallorca stellt sich sofort die Frage: Mietwagen, Bus oder Taxi? Die Antwort hängt stark davon ab, wo du wohnst und was du vorhast. Für Palma selbst ist ein Auto eher hinderlich – Parkplätze sind rar und teuer, die Altstadt-Calles eng. Hier empfiehlt sich der öffentliche Nahverkehr: Busse der EMT fahren zuverlässig, das 10er-Ticket (“tarjeta 10 viajes”) spart Geld und Nerven. Für Fahrten nach El Arenal, Portixol oder Santa Catalina reicht das Busnetz vollkommen aus.
Sobald du aber abgelegene Buchten (z. B. Cala Tuent oder Es Caló des Moro) oder Bergdörfer wie Deià, Valldemossa oder Orient entdecken willst, wird der Mietwagen fast unverzichtbar. Die Busverbindungen ins Tramuntana-Gebirge sind spärlich und selten auf Tagesausflügler abgestimmt. Ein Tipp für Sparfüchse: Wer Ausflüge plant, kann den Mietwagen auch nur tageweise buchen und spart so gegenüber einer Komplettanmietung.
Insider wissen: Die schönsten Strände (wie Cala s’Almunia, Cala Llombards, Platja de Muro) sind meist nur mit dem Auto oder nach langer Fußwanderung erreichbar. In der Hauptsaison sind Parkplätze schnell belegt – daher früh am Morgen oder am späten Nachmittag anreisen, um Stress zu vermeiden.
Ein nicht zu unterschätzender Bonus: Mit einem Mietwagen erreichst du die authentischen Wochenmärkte auf Mallorca, etwa in Sineu (Mittwoch) oder Santanyí (Samstag), die abseits des Massentourismus überraschend ursprünglich geblieben sind. Wer diese Märkte erleben will, sollte zeitig losfahren – ab 9 Uhr wird es voll, und ab 12 Uhr leert sich das Angebot.
Für den ÖPNV gilt: Die TIB-Busse sind modern und klimatisiert, aber am Wochenende und abends gibt es deutlich weniger Verbindungen. Wer auf den letzten Bus spekuliert, sollte immer einen Plan B (Taxi oder Mitfahrgelegenheit) haben. Die Züge (z. B. nach Sóller oder Inca) sind landschaftlich reizvoll, aber nicht schneller als das Auto.
Unterkunft buchen: Wo lohnt sich der Aufenthalt – und welche Fehler vermeiden?
Die Wahl der Unterkunft entscheidet maßgeblich darüber, wie du Mallorca erlebst. Wer von Berlin nach Mallorca reist, landet oft in Palma, El Arenal oder Cala Millor – Orte, die bequem sind, aber wenig Authentizität bieten. Wer mehr sucht als Hotelburgen, sollte Alternativen ins Auge fassen: Im Viertel Santa Catalina (Palma) findest du kleine Boutique-Hotels und Ferienwohnungen mit echter mallorquinischer Atmosphäre. Das Viertel ist lebendig, international und doch angenehm entspannt.
Ein echter Geheimtipp ist das Dorf Santanyí im Südosten: Hier gibt es stilvolle Fincas, kleine Pensionen und einen der schönsten Wochenmärkte der Insel. Auch Sóller im Nordwesten begeistert mit seiner Mischung aus Bergen, Orangenhainen und direkter Zuganbindung nach Palma – ideal für alle, die Natur und Stadt kombinieren wollen.
Touristenfalle: Große All-inclusive-Anlagen an der Playa de Palma wirken auf den ersten Blick günstig, entpuppen sich aber häufig als teuer, wenn man Ausflüge, Transfers und echte mallorquinische Küche einkalkuliert. Wer Wert auf gute Restaurants legt, sollte eine Unterkunft wählen, von der aus man zu Fuß in die Altstadt oder zu lokalen Tapas-Bars gelangt.
Timing-Tipp: In der Nebensaison (November bis März) fallen die Preise für Fincas und Apartments rapide – wer flexibel ist, bekommt für dasselbe Budget oft doppelt so viel Komfort. Aber Vorsicht: Viele Fincas haben keine Heizung, und Nächte können überraschend kühl werden.
Ein weiterer lokaler Tipp: Bei privaten Anbietern (“Alquiler vacacional”) immer auf die offizielle Lizenznummer achten. Diese ist Pflicht und schützt vor bösen Überraschungen bei Kontrollen und bei der Rückerstattung von Kautionen.
Berlin nach Mallorca mit Kindern, Haustieren und viel Gepäck: Was beachten?
Wer mit Kindern von Berlin nach Mallorca reist, sollte auf ein paar Besonderheiten achten. Direktflüge sind für Familien Gold wert – weniger Stress, weniger Umsteigen. Die meisten Airlines bieten kostenfreie Sitzplatzreservierung für Familien mit kleinen Kindern an, aber nur wenn früh genug gebucht wird. Am Flughafen Palma gibt es spezielle Familien-Schlangen an der Passkontrolle – das spart Zeit, besonders in den Sommerferien.
Für Haustierbesitzer gilt: Im Flieger dürfen kleine Hunde oder Katzen (meist bis 8 kg, inkl. Tasche) in der Kabine reisen, größere Tiere nur im Frachtraum – dafür ist eine Anmeldung mindestens 48 Stunden vorher notwendig. Die Fähre ist für große Hunde oft angenehmer, erfordert aber mehr Planung und Geduld.
Ein echter Insider-Hinweis: Viele Strände auf Mallorca sind in der Hauptsaison für Hunde gesperrt. Es gibt aber ausgewiesene Hundestrände, wie die Platja de Llenaire (bei Port de Pollença) oder Es Carnatge (bei Palma). Wer nach Mallorca mit Haustier reist, sollte diese Orte kennen und nicht auf gut Glück losfahren.
Wer viel Gepäck dabei hat, kann am Flughafen Palma den Portier-Service nutzen – für rund 10 € werden Koffer direkt zum Taxi oder Mietwagen gebracht. Für längere Aufenthalte lohnt sich ein Gepäcktransportanbieter wie “SendMyBag” oder “BaggageHub”, die Koffer von Berlin nach Mallorca liefern. Das spart Stress und Übergepäck-Gebühren.
Was viele nicht wissen: Baby- und Kinderwagen sind bei den meisten Airlines im Ticketpreis enthalten, müssen aber am Sperrgepäckschalter aufgegeben werden. Am Flughafen Palma gibt es Leihbuggys – besonders praktisch, wenn der eigene Kinderwagen im Frachtraum gelandet ist und auf sich warten lässt.
Die beste Reisezeit für Berlin nach Mallorca: Wetter, Preise und Events
Die Insel hat zu jeder Jahreszeit ihren Reiz, doch nicht jede Periode ist für jeden Zweck geeignet. Wer von Berlin nach Mallorca kommt, sollte die Saison genau wählen: Im Hochsommer (Juli/August) herrscht Ausnahmezustand – voll, heiß, teuer. Das mag für Partygänger passen, für Familien oder Ruhesuchende aber weniger.
Die besten Reisemonate sind Mai/Juni und September/Oktober. Die Temperaturen sind angenehm (22–28°C), das Meer ist badetauglich, die Insel atmet auf. Die Mandelblüte im Februar ist ein Geheimtipp – dann zeigt sich Mallorca von seiner zartesten Seite, und die Flüge sind besonders günstig.
Die Nebensaison (November bis März) ist ideal für Wanderer, Radfahrer und alle, die das authentische Mallorca erleben wollen. Viele Hotels und Restaurants haben dann zwar geschlossen, aber die Atmosphäre ist entspannt, und die Preise für Unterkünfte und Mietwagen fallen auf ein Minimum.
Event-Hinweis: Im Juni findet in Palma das “Nit de Sant Joan” statt – ein Mittsommerfest mit Lagerfeuern am Strand und vielen lokalen Ritualen. Wer das echte Mallorca erleben will, sollte dieses Spektakel nicht verpassen.
Was viele unterschätzen: In der Semana Santa (Ostern) und zu den lokalen Patronatsfesten können Dörfer und Städte überraschend voll sein, und Unterkünfte sind oft lange im Voraus ausgebucht.
Kulturelle Stolperfallen und lokale Etikette: So gelingt der Start auf Mallorca
Der Schritt von Berlin nach Mallorca bringt nicht nur einen Tapetenwechsel, sondern auch kulturelle Unterschiede mit sich. Die Mallorquiner sind stolz auf ihre Sprache (Mallorquín), ihre Küche und ihre Traditionen. Ein freundliches “Bon dia” oder “Moltes gràcies” (vielen Dank) kommt immer gut an. Wer sich respektvoll verhält, wird auf Mallorca herzlich aufgenommen – auch abseits der touristischen Pfade.
Was viele nicht wissen: Lautstärke wird auf Mallorca, besonders in Dörfern, als unhöflich empfunden. Abends auf der Terrasse sollte man Rücksicht nehmen – lautes Feiern im Ferienhaus kann schnell zu Ärger mit Nachbarn führen. Auch das “Reservieren” von Liegen am Pool mit Handtüchern ist bei Einheimischen verpönt.
Wer im Restaurant isst, sollte wissen: Das “Menú del día” (Tagesmenü) ist mittags die beste Wahl – drei Gänge, oft für 12–18 €, inklusive Wasser oder Wein. In Touristenlokalen fehlen diese Menüs oft, in echten Bars und Cafés findest du sie handgeschrieben auf einer Tafel.
Ein weiteres Detail: Trinkgeld ist auf Mallorca willkommen, aber kein Muss. 5–10% werden gerne gesehen, aber niemand erwartet in kleinen Bars mehr als ein paar Münzen.
Und noch ein Insider-Hinweis: Wer Autofahren möchte, sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – Radarfallen (“radar”) sind auf Mallorca weit verbreitet, und Tickets werden nach Deutschland nachgeschickt.
Touristenfallen und was du unbedingt vermeiden solltest
Von Berlin nach Mallorca kommen jedes Jahr Hunderttausende – und nicht alle erleben nur Positives. Der größte Fehler: Zu kurzfristige Buchungen in der Hochsaison. Wer Flüge, Mietwagen oder Unterkünfte erst wenige Tage vorher sucht, zahlt oft das Doppelte und landet im schlimmsten Fall in überfüllten Hotels oder mit alten, teuren Mietwagen.
Ein weiterer Klassiker: Überteuerte Restaurants mit “deutscher Karte” an der Playa de Palma oder in Magaluf. Die Preise sind hoch, die Qualität oft mäßig, und das Personal auf schnellen Umsatz aus. Besser: In die zweite oder dritte Reihe gehen, kleine Bodegas oder Markthallen ausprobieren – etwa “Mercat de l’Olivar” oder “Mercat de Santa Catalina” in Palma. Hier essen auch Einheimische, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Auch bei Ausflügen lauern Fallen: Viele Bootstouren oder “Inselausflüge” werden zu Fantasiepreisen verkauft, bieten aber wenig Mehrwert. Wer wirklich etwas erleben will, mietet lieber selbst ein Auto und entdeckt die Insel auf eigene Faust. Alternativ: Lokale Guides bieten authentische Wanderungen oder Food-Touren an – hier lohnt sich ein Blick auf Bewertungen in Foren oder bei mallorquinischen Veranstaltern.
Zwei weitere Tipps, um Geld zu sparen: Wasser kauft man in großen 5-Liter-Kanistern im Supermarkt (ab 1,20 €) statt in kleinen Flaschen am Strand (bis zu 2 € pro 0,5 l). Und: Sonnencreme ist auf Mallorca oft teurer als in Deutschland – Vorrat aus Berlin mitbringen spart bares Geld.
Zuletzt: Parken in Palma ist teuer und die Knöllchen kommen zuverlässig per Post nach Berlin. Wer zentral parken muss, nutzt am besten die Parkhäuser (“Aparcamientos subterráneos”), die zwar kostenpflichtig, aber sicher sind. Das Abstellen auf gelben Linien oder Privatparkplätzen ist riskant.
Praktische Tipps für einen entspannten Start auf Mallorca
Wer von Berlin nach Mallorca reist, sollte sich nicht nur auf Sonne und Meer freuen, sondern auch auf kleine organisatorische Herausforderungen einstellen. Mit ein paar einfachen Kniffen startest du stressfrei:
Erstens: Reisedokumente checken. Der Personalausweis reicht für die Einreise, aber Achtung: Für Mietwagen verlangen viele Anbieter einen Führerschein im Scheckkartenformat und eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers.
Zweitens: Bargeldbedarf. Auf Mallorca werden zwar fast überall Karten akzeptiert, aber auf Wochenmärkten, kleinen Bars oder in Dörfern ist Bargeld (“efectivo”) oft unverzichtbar. Geldautomaten (“cajero automático”) sind in allen größeren Orten vorhanden, aber manche Banken verlangen Gebühren.
Drittens: Strom und Adapter. Auf Mallorca gilt wie in Deutschland 230V/50Hz, Stecker-Typ F – kein Adapter nötig. Für Laptops, Handys und Kamera also kein Problem.
Viertens: Internet und SIM-Karte. Die meisten deutschen Mobilfunkverträge bieten Roaming an, aber das Inselnetz ist nicht überall gleich stark. Wer länger bleibt, sollte sich eine lokale Prepaid-SIM holen (z. B. von “Yoigo” oder “Movistar”) – das spart Kosten und bietet oft besseres Netz in ländlichen Regionen.
Fünftens: Öffnungszeiten. Supermärkte sind meist von 9 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags aber oft geschlossen. Bäcker (“Forn”) öffnen früh, schließen aber oft schon mittags. Restaurants servieren Mittagessen meist ab 13 Uhr, Abendessen ab 19:30 Uhr – zu deutschen Zeiten ist oft noch die Küche kalt.
Und zuletzt: Wer von Berlin nach Mallorca reist, sollte offen für Neues sein. Die Insel belohnt Entdecker, die sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegen – und manchmal reicht dafür schon ein kleiner Spaziergang von der Strandpromenade ins nächste Dorf.

Fazit: Berlin nach Mallorca – mit lokaler Vorbereitung zum perfekten Inselstart
Wer von Berlin nach Mallorca reist, kann sich auf viel mehr freuen als Sonne, Strand und Sangría. Mit den richtigen Informationen bist du bestens gewappnet, um die Insel entspannt und authentisch zu erleben – egal, ob für ein Wochenende, einen Monat oder vielleicht sogar länger. Direktflüge, Transfers, Mietwagen, Unterkünfte, Kultur und die kleinen, feinen Unterschiede im Alltag – all das ist mit etwas Vorbereitung kein Hexenwerk. Entscheidend ist der lokale Blick: Nicht jede günstige Pauschale ist ein Gewinn, und nicht jede vermeintliche Abkürzung spart wirklich Zeit oder Geld. Vertraue auf die Tipps, die auf Mallorca wirklich funktionieren, und du wirst schnell merken: Die Insel hat mehr zu bieten als Klischees und Massentourismus. Ob du morgens am Mercat de Santa Catalina frische Ensaimadas holst, auf einer Finca im Landesinneren das echte Mallorca entdeckst oder abends bei einem “Pamboli” die Sonne genießt – mit dem richtigen Start wird deine Reise von Berlin nach Mallorca garantiert ein Erlebnis, das bleibt. Bis bald auf Mallorca!







